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  • 27. Kulmbacher Oldtimer Treffen:  Kulturgüter mit Seele

    27. Kulmbacher Oldtimer Treffen: Kulturgüter mit Seele

    Bis zu 1.000 historische Fahrzeuge, wie beispielsweise dieser Mercedes-Benz 280 S aus dem Jahr 1968, werden zum Oldtimer Treffen im Kulmbacher Mönchshof erwartet. Auf die Veranstaltung am 23. Juni freuen sich (von links): Matthias Groß, stellvertretender Vorstand Oldtimer Stammtisch Kulmbach, Claudia Kollerer, Produktmanagerin Mönchshof BrauSpezialitäten, Norbert Drechsler, Erster Vorstand Oldtimer Stammtisch Kulmbach, Klaus Peter Söllner, Landrat Kulmbach, Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V., und Ingo Lehmann, Oberbürgermeister Stadt Kulmbach.

    Sie stehen für Erfindergeist, Pionierleistungen oder gelten als Designikonen – Oldtimer haben eine ganz eigene Faszination. Mit der Entwicklung des Automobils vor mehr als 130 Jahren hat sich die Welt verändert: Die individuelle und flexible Mobilität stellte einen Meilenstein für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt dar. Zeugen dieser vergangenen Epochen sind am Sonntag, den 23. Juni 2024, auf dem Gelände des Kulmbacher Mönchshofs zu erleben. Bis zu 1.000 historische Fahrzeuge erwartet der Oldtimer Stammtisch Kulmbach zu einer der größten Veranstaltungen dieser Art in Nordbayern. Für Besitzer von automobilen Klassikern und Besucher ist die Teilnahme am 27. Kulmbacher Oldtimer Treffen kostenfrei.

    Das Automobil als Fortbewegungsmittel ist nicht wegzudenken. Es steht für Fortschritt und Freiheit. Weltweit gab es 2023 mehr als 1,3 Milliarden Personenkraftwagen. In Deutschland sind laut Statista fast 50 Millionen Autos zugelassen, darunter über 700.000 Oldtimer – der höchste Stand aller Zeiten. Tendenz steigend. Fahrzeuge aus vergangenen Jahrzehnten sind Zeitzeugen für die Leistungen von Ingenieuren, Konstrukteuren und Designern. Mit ihren Formen und Materialien, ihrem einzigartigen Sound, einem manchmal recht eigenwilligen Fahrgefühl und dem unverwechselbaren Geruch nach Benzin, Öl, Leder und Lack wecken sie Erinnerungen und erzählen von der Vergangenheit.

    Zeitzeugen der automobilen Geschichte. Das Oldtimer Treffen im historischen Kulmbacher Mönchshof lockt Auto-Enthusiasten aus nah und fern an.

    Viel mehr als ein Fortbewegungsmittel

    „Oldtimer sind keine Mittel zum Zweck, um von A nach B zu kommen“, erklärt der passionierte Kulmbacher Oldtimersammler Norbert Drechsler. „Sie haben einen individuellen Charakter, so manche Eigenart und bieten nicht unbedingt den größten Komfort. Dafür zeugen sie vom technisch Machbaren ihrer Zeit, haben Seltenheitswert, bereiten bei Ausfahrten große Freude und bescheren häufig staunende Blicke“, schwärmt der erste Vorstand des Oldtimer Stammtisches Kulmbach. Bereits zum 27. Mal lädt der Verein zu einem Treffen auf dem Gelände des Kulmbacher Mönchshofs in der Hofer Straße in Kulmbach ein.

    Autos und Motorräder aus sechs Jahrzehnten

    Bei schönem Wetter erwartet der Veranstalter bis zu 1.000 Autos und Zweiräder aus den 1930er bis 1980er Jahren. Die Liebhaber der historischen Schmuckstücke kommen aus allen Ecken und Enden Deutschlands zum Oldtimer Treffen nach Kulmbach. Aus Südtirol reist extra ein Ferrari Dino 308 GT an. „Wir haben viele langjährige, treue Oldtimer-Freunde, die teilweise schon seit mehr als 20 Jahren zu uns kommen“, berichtet Drechsler stolz. Das Treffen ist für ihn weit mehr als ein reines Schaulaufen. „Man lernt neue Leute kennen, trifft gute Bekannte, tauscht sich über die Fahrzeuge aus, teilt Tipps und Tricks und freut sich über die Begeisterung der vielen Besucher.“ Der stellvertretende Vorstand des Oldtimer Stammtisches Kulmbach, Matthias Groß, ergänzt: „Oldtimer sind ein historisches Kulturgut. Ob als Kindheitserinnerung, Jugendtraum oder unvergessliches Erlebnis – ihre Geschichte berührt die Seele vieler Menschen. Es ist faszinierend, diese teilweise jahrzehntealten Fahrzeuge in Bewegung zu erleben und aus nächster Nähe begutachten zu dürfen.“

    Automobile Zeitzeugen auf geschichtsträchtigem Grund

    Mit seinem historischen Ambiente bietet der Kulmbacher Mönchshof den entsprechenden Rahmen für die Schmuckstücke der Automobilgeschichte. Bereits seit 1996 ist das Gelände an der Hofer Straße in Kulmbach der Anziehungspunkt für Oldtimer-Freunde. „In den Museen des Kulmbacher Mönchshof ist die Geschichte von Bier, Brot und Gewürzen erlebbar. Wir verstehen uns als Zentrum für Kultur, Genuss und Bildung im Herzen der Genussregion Oberfranken. Umso mehr freue ich mich, dass mit dem Oldtimer-Treffen jedes Jahr aufs Neue automobile Geschichte bei uns im historischen Mönchshof lebendig wird“, erklärt Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V..

    Historische, seltene oder kuriose Fahrzeugklassiker

    Für das Kulmbacher Oldtimer Treffen sind alle Marken zugelassen. Bei großem Andrang erhalten Fahrzeuge mit einem Alter von 30 Jahren und mehr oder einem „H-“ beziehungsweise „07“-Kennzeichen bevorzugt Zugang zum Gelände. Die Teilnahme ist kostenfrei. Einlass ist am Sonntag, den 23. Juni 2024, um 9:30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jeder teilnehmende Oldtimer-Besitzer erhält zum Dank eine Erinnerungsflasche mit einer Mönchshof BrauSpezialität.

    Flanieren, staunen und genießen

    Besucher können die historischen Fahrzeuge ab 10 Uhr begutachten. Der Eintritt ist frei. Auf dem Veranstaltungsgelände oder im Biergarten des Mönchshof Bräuhaus gibt es Gelegenheit für eine kleine oder große Stärkung. Auch das Bayerische Brauereimuseum, das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum sind von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für Interessierte gibt es um 10:30 Uhr eine Sonntagsführung durch das Bayerische Brauereimuseum. Die Anmeldung ist online möglich unter www.kulmbacher-moenchshof.de

  • Ideal zur Ferienzeit Familienführungen

    Ideal zur Ferienzeit Familienführungen

    Das Bayerische Brauereimuseum, das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum sind ein ideales Ferienziel – erlebnisreich sowie begeisternd und dies für Jung oder Alt. Hierbei können Familien gemeinsam mit ihren Kindern in die spannende Welt der Lebensmittel eintauchen.

     

    Auf Voranmeldung hin gibt es im Rahmen einer ca. 60-minütigen Führung durch eines der Museen besondere Einblicke zu den Themen Brot oder Bier oder Gewürze für Eltern oder Großeltern mit ihren Kindern bzw. Enkelkindern zum Sonderpreis von Euro 39,- inklusive Eintritt.

    Die MuseumsführerInnen werden durch das jeweilige gewünschte Museum führen und lehrreiches Wissen über die Lebensmittel, die dazugehörenden Handwerkstraditionen sowie weitere Themen familiengerecht vermitteln.

    Ein Erlebnis für alle Sinne – Museumsbrot oder Probierschluck inklusive!

     

    Weitere Informationen:

    Voranmeldung für eine Familienführung zum Wunschtermin für Eltern oder Großeltern und ihre Kinder bitte unter

    Tel. 09221 805 – 14 oder per E-Mail unter info@kulmbacher-moenchshof.de

    Kosten:

    • Familienführung zum Wunschtermin inklusive Museumseintritt: Euro 39,-
    • Familienkarte/Eintritt für Eltern oder Großeltern und ihre (Enkel-)Kinder ohne Führung: Euro 19,-

  • Wie die Neidsmühle in den Mönchshof kam

    Wie die Neidsmühle in den Mönchshof kam

    von Sigrid Daum-Sauermann

    Am Pfingstmontag feiert man deutschlandweit den „Mühlentag“ – allerorten werden die Zeugnisse eines fast vergessenen Handwerks in den Fokus gestellt. Landauf, landab werden Mühlenführungen angeboten, so auch im Kulmbacher Mönchshof. Dort gibt es am 20. Mai um 10:30 Uhr eine Sonderführung mit dem Müllermeister und Mühlenbautechniker Andreas Ehrhardt in der Abteilung „Mühlenwesen“ des Bayerischen Bäckereimuseums.

    Die Mühle, die jetzt im Mönchshof „klappert“, stand vormals am rauschenden Bach nahe Thurnau: Es handelt sich um die Neidsmühle, die erstmals 1526 urkundlich erwähnt wurde und eine wechselhafte Geschichte erlebte. In den 1930er Jahren erfolgte die letzte große Modernisierung, dennoch konnte die Mühle langfristig nicht mehr konkurrenzfähig betrieben werden – der Mühlenbetrieb wurde 1957 eingestellt. Die vollständig erhaltene technische Ausstattung wurde nach gründlichen konservatorischen Maßnahmen Ende 2007 im Bayerischen Bäckereimuseum eingebaut und für die Nachwelt gesichert – als eindrucksvolles Zeugnis hochentwickelter Handwerkskunst.

    In der Thurnauer Neidsmühle arbeitete das Mühlenwerk bis 1957 über vier Stockwerke vom Keller bis in den Dachboden. Foto: Archiv Museen im Kulmbacher Mönchshof
    Museumsleiter Bernhard Sauermann und Müllermeister Andreas Ehrhardt erinnern sich gerne daran, wie sie vor nunmehr 17 Jahren das Husarenstück leisteten, ein vierstöckiges Mühlenwerk derart in ein dreistöckiges Gebäude einzubauen, dass es technisch problemlos in Betrieb gehen könnte. Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Wie die Neidsmühle den Weg nach Kulmbach fand, daran erinnert sich Museumsleiter Bernhard Sauermann noch ganz genau: „Unser Vorstand vom Museumsverein, Stefan Soiné, vermittelte uns den Kontakt zu dem damaligen Besitzer, der das Gebäude mit der aufgelassenen Mühle gerne umnutzen wollte und eine neue `Bleibe` für sein Schmuckstück suchte. Letztlich ging sein Wunsch in Erfüllung. Nach reichlich Organisation und Planung machte sich die stattliche Mühle auf ihre spektakuläre Reise. Zunächst wurde das komplette Mühlenwerk über mehrere Wochen fachgerecht

    in schier unzählige Einzelteile zerlegt, das Hausdach wurde teilweise geöffnet und die großen Stücke per Autokran herausgehoben. Auch der Kampf gegen den hartnäckigen Holzwurm konnte siegreich geschlagen werden. Schließlich kam uns Mühlenexperte Andreas Ehrhardt beim Wiederaufbau maßgeblich zu Hilfe.“

    Sauermann freut sich, dass er ihn als Referenten gewinnen konnte: “Denn er weiß nicht nur, welchen Weg das Korn von der Landwirtschaft bis zur Mühle nehmen muss, sondern auch, wie die Mühle funktioniert. Und! Wie kaum ein anderer kennt er auch die Geschichte der Umzugsaktion, welche Hürden und Schwierigkeiten zu überwinden waren, bis die Neidsmühle 2007 unter seiner Obhut und nach seinen Plänen in den dafür vorbereiteten Räumen im Kulmbacher Mönchshof wieder aufgebaut werden konnte. Wir dürfen gespannt sein.“

    Mit der zusätzlichen Vermittlung von weiteren Exponaten und seiner Ausarbeitung von didaktischen Schaubildern zum Mühlenablauf hat Ehrhardt die Museumsinstallation maßgeblich geprägt. Er erinnert sich: „Hier im Kulmbacher Mönchshof haben wir 2007 die Technik einer vierstöckigen Rückschüttmühle aus Thurnau fachgerecht, vollständig und absolut authentisch auf drei Stockwerken wieder aufbauen können, wie es das Gebäude vorgab.“

    Rar geworden sind nicht nur die alten Mühlen, sondern auch die Menschen, die etwas von historischer Mühlentechnik verstehen. Deshalb gibt Ehrhardt seine Expertise gerne an Denkmalpfleger, Museen und Privatleute weiter, so auch an die Teilnehmer der Sonderführung am Pfingstmontag: „Man kann die komplette Mühle auf einen Blick im offenen Raum erfassen, das ist die Besonderheit, wenn man sich die technischen Zusammenhänge einmal quer über alle Stockwerke im Ganzen ansehen möchte.“

    Andreas Ehrhardt begeisterte sich schon als Kind für alte Mühlen, die immer wieder Ziel so manches Familienausflugs wurden. Wie ernst es ihm damit war, zeigte sich, als er bereits im Alter von 13 Jahren (!) der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung beitrat. Es lag auf der Hand, dass er eines Tages einmal Müller werden wollte. Nach der Ausbildung in einer Mühlenbaufirma absolvierte er – parallel zum Technikerstudium an der Deutschen Müllerschule Braunschweig – die Meisterprüfung im Müllerhandwerk. Er arbeitet seit einigen Jahren beim Kulmbacher Backzutatenhersteller IREKS und zieht alljährlich viele Zuhörer am Mühlentag mit seinen ehrenamtlichen Mühlenführungen in seinen Bann.

    In den letzten Jahren hat er auch einen eindrucksvollen Bildband „Alte Mühlen in Bayern“ mit herausgegeben und unter www.muehlsteinmahlen.de eine Internetseite ins Leben gerufen, die Informationen und Hilfestellung rund um traditionelle Mühlentechnik bietet: „Vielerorts sind die historischen Mühlen nach ihrer Stilllegung eben nicht entkernt und umgebaut worden, sondern stehen zum Teil bis heute mit kompletter Innenausstattung da, leider zerfressen vom Holzwurm“, so Ehrhardt.

    An der Neidsmühle in der Abteilung Mühlenwesen des Bayerischen Bäckereimuseums gewinnt der Besucher einen beeindruckenden Überblick über die Produktionsabläufe aller drei Stockwerke. Foto: privat
    Die Mühle im MUPÄZ, dem museumspädagogischen Zentrum der Museen im Mönchshof, lässt Kinderherzen höher schlagen – durch körperlichen Einsatz kann man das Mühlrad tatsächlich zum Laufen bringen. Foto: Paula Bartels
    Ein Schmankerl zum Schluss

    Seinen Mühlenrundgang wird Ehrhardt in der Spielabteilung des MUPÄZ beenden, wo eine weitere Mühle aufgebaut ist, die ebenfalls aus Thurnau stammt. Sie wurde nach Plänen des Innenarchitekten Peter Rudolf aus Regen in Niederbayern von der Schreinerei Klaus Barthels, Thurnau, als didaktisches Anschauungs- und Spielobjekt für die kleinsten Museumsbesucher gebaut. Damit waren die Museen im Mönchshof Pioniere der Idee, Kindern einen spielerischen Zugang zum kulturellen Erbe zu ermöglichen.

    Andreas Ehrhardt, selbst Vater mühlenbegeisterter Kinder, ist von diesem Objekt stets aufs Neue fasziniert: „Man kann damit vielen Kindern die Funktion einer Mühle anschaulich erklären – sie können eine Mühle im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch begreifen.“

     

    Termin: Pfingstmontag, 20. Mai 2024, 10:30 Uhr

    Dauer: ca. 1 Stunde

    Kosten Sonderführung inkl. Eintritt:

    Erwachsene 12,00 Euro, Kinder ab 7 Jahren 6,00 Euro, Familienkarte 24,00 Euro

     

    Pfingstmontag sind die Museen im Mönchshof von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.


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  • Internationaler Museumstag im Mönchshof: Für Museen begeistern

    Internationaler Museumstag im Mönchshof: Für Museen begeistern

    30 Jahre Bayerisches Brauereimuseum – Jubiläumsbier

    Autorin: Sigrid Daum-Sauermann

    Der diesjährige Internationale Museumstag findet unter dem Motto „Für Museen begeistern“ am Pfingstsonntag, 19. Mai 2024 statt. Die Museen im Mönchshof stellen an diesem Tag das 30-jährige Jubiläum des Bayerischen Brauereimuseums in den Fokus: Es gibt drei kostenfreie Sonderführungen durch das Bayerische Brauereimuseum zum Auftakt der Geburtstagsfeierlichkeiten.

    Dreißig Jahre alt ist das Bayerische Brauereimuseum und hat von seiner ursprünglichen Strahlkraft noch nichts eingebüßt. Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof ist begeistert von der „Schatzkammer der Bierkultur“, sie bewundert immer wieder das zeitgemäße Interieur und die absolut aktuellen Ausstellungsinhalte: „Bei jedem Rundgang und bei jeder Führung entdecke auch ich selbst immer wieder neue Anknüpfungspunkte mit dem Hier und Heute. Mir fällt dabei auf, wie vorausschauend und ins Detail gehend die damaligen `Museumsmacher` Sigrid Daum und Bernhard Sauermann das Museum konzipiert und aufgebaut haben.“

    Metzel wünscht sich, dass möglichst viele Teilnehmer diese Möglichkeit der persönlichen Reflexion und Verortung wahrnehmen und sich am Internationalen Museumstag begeistern lassen: „Jeder einzelne wird Exponate entdecken, die mit ihm persönlich und seiner Geschichte zu tun haben.“

    Im Mittelpunkt des EKU-Blechplakates – stammend aus der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende – in der Abteilung „Bier in der Werbung“ des Bayerischen Brauereimuseums besticht das historische dunkle Kulmbacher Exportbier. Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte

    Im September 1994 als didaktische Technikschau auf bescheidenen 450 Quadratmetern Präsentationsfläche feierlich eröffnet, um die Jahrtausendwende erweitert auf imposante 3.500 Quadratmeter kulturhistorische Ausstellungsfläche, führt es seine Gäste gekonnt über sechs eindrucksvolle Abteilungen durch die jahrtausende alte Biergeschichte.

    Mehr als eine Million begeisterte Besucher zeugen bis heute von einer rundum gelungenen, zeitlos lebendigen Präsentation.

    Das Jubiläum soll einmal mehr den Kulmbacher Mönchshof als Zentrum gelebter, bayerischer Lebensmittelkultur im Herzen der „Genussregion Oberfranken“ durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm noch stärker ins kollektive Bewusstsein rücken.

    Als Auftakt zum Reigen der Feierlichkeiten will Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker am Internationalen Museumstag mit einem speziellen Jubiläumsbier punkten, das er mit viel Gespür für das Wesentliche termingenau eingebraut hat. Dem Anlass gemäß hat er es an das legendäre dunkle Kulmbacher Export-Bier angelehnt, das vor mehr als 125 Jahren den internationalen Erfolg der großen Kulmbacher Traditions-Brauereien begründete.

    Museumsleiter Bernhard Sauermann hat nicht nur vor 30 Jahren das Bayerische Brauereimuseum in führender Position mit aufgebaut, sondern ist auch direkter Nachfahre der einstmals renommierten Kulmbacher Exportbierbrauerei Georg Sandler. Aus akribischen Aufzeichnungen seines Großvaters mütterlicherseits, Dr. Otto Sandler, weiß Sauermann, dass es sich bei dem „Culmbacher Bier“ des 19. Jahrhunderts um eine ausgesprochen dunkle, schwere Sorte handelte mit einer deutlich lieblichen, süßen Geschmacksnote, die seinerzeit ausschließlich den Kulmbacher Export-Bieren zu eigen war und damit deren sagenhaften Ruf begründete.

    Daher ist er an einem „Zitat“ der historischen Bierspezialität, mit der seine Vorfahren bereits 1831 in namhafter Größenordnung nach außerhalb Bayerns exportierten, besonders interessiert. Stets legte er großen Wert darauf, dass die Museen im Mönchshof bei aller Pflege der Geschichte und der überlieferten Traditionen lebendig und der Gegenwart zugewendet auftreten: „Museen sind Plätze für Bildung und Forschung, deren Besuch Freude machen soll. Deshalb beleuchten wir mit unseren Museumspädagogischen Bemühungen immer wieder einzelne Aspekte unseres musealen Spektrums und versuchen, diese aktuell weiterzuentwickeln. Insbesondere in unserer Gläsernen Museumsbrauerei forschen wir mit Begeisterung und experimentieren sowohl mit alten Rezepturen als auch mit deren Zutaten. Um die Historie und die Erwartungen des gegenwärtigen Alltags in möglichst optimaler Weise in Einklang zu bringen, hat unser ausgesprochen kreativer Braumeister versucht, dieses legendäre Exportbier möglichst passgenau nachzuempfinden.“

    Das Jubiläumsbier wird nach dem offiziellen Anstich ganzjährig in den Verkauf gelangen. Aus diesem Grunde ist Braumeister Hacker einen Kompromiss eingegangen, denn ein schweres und dunkles Bier sucht man sicher bei den zu erwartenden heißen Sommertemperaturen eher weniger nach. Seine ursprüngliche Idee, mit einer historischen Hefe zu arbeiten, fiel deshalb sofort aus dem Rennen: „Zu heikel und mit zu vielen Risiken verbunden. Auch am Wasser kann man nichts ändern, ähnlich wenig am Malz. Heutige Malze haben mit denen von vor 100 Jahren kaum mehr etwas gemeinsam. Somit ist ein historisches Rezept qualitativ wie quantitativ kaum reproduzierbar. Da blieb am Schluss nur der Hopfen übrig, um unter strenger Berücksichtigung des Reinheitsgebotes in die richtige Richtung zu steuern.“

    Da die Kulmbacher Brauereien bis 1945 ausschließlich „echten“ Saazer Hopfen verwendet haben, fiel Hacker die Entscheidung nicht schwer, auch dieses Mal auf einen solchen aus dem tschechischen Anbaugebiet zu setzen, „um die Geschichte ein Stück weit in Szene zu bringen.“

    Bei einer ersten Verkostung im Lagerkeller der Gläsernen Museumsbrauerei wurde das „Jubelbier“ für gut befunden. Von links: Biersommelier Martin Ständner, Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker und Museumsleiter Bernhard Sauermann. Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Das Jubelbier hat bereits vor dem offiziellen Anstich Liebhaber gefunden – so auch Biersommelier Martin Ständner, der ein ganz persönliches Jubiläum im Mönchshof feiert: Er ist ebenfalls seit 30 Jahren im Bayerischen Brauereimuseum „mit von der Partie“. Er war der erste Mitarbeiter, den Sigrid Daum und Bernhard Sauermann 1994 eingestellt hatten. Er kümmert sich seitdem um den Empfang der Besucher und hält noch heute Bierseminare und Führungen in allen drei Mönchshof-Museen. Sein Chef, Museumsleiter Bernhard Sauermann, weiß sehr zu schätzen, dass er weit „über den Tellerrand hinausschaut“ und in der internationalen Bierszene zuhause ist, wie kaum ein anderer: „Sein umfassendes Verständnis der verschiedenen Aspekte des Bierbrauens ist uns im Museumspädagogischen Betrieb ein großer Gewinn. Virtuos klassifiziert er unterschiedlichste Biersorten, verschiedene Bierstilrichtungen und die Bedeutung von Bier selbst in den ausgefallensten Kulturen und Traditionen. Er ist ein gleichgesinnter und treuer Weggefährte über all die Jahre hinweg.“

     

    Martin Ständner bescheinigt dem Jubelbier, ein nicht alltägliches Festbier zu sein: „Anders als die meisten Festbiere schimmert es nicht goldgelb, sondern mahagonifarben im Glas. Das kräftige Gebräu hat 12,7 Prozent Stammwürze, aber dafür nur einen relativ mäßigen Alkoholwert von 5,2 Prozent, was auf reichlich unvergorenen Malz-Zucker schließen lässt. Allerdings kommt der erste kleine Schluck keineswegs süß herüber, denn der Braumeister zauberte mit ordentlicher Hopfengabe eine wunderbare Malz-Hopfen-Harmonie in den festlichen Sud, wie es nur mit echtem Saazer Hopfen aus Böhmen gelingen kann, der in den

    Kulmbacher Brauereien bis zum zweiten Weltkrieg üblich war. Alles in allem ein charaktervolles, süffiges Festbier, das seinen Namen vollauf verdient.“

     

    Dipl.-Braumeister Hacker meint dazu: „Nunc est bibendum“!

    Aaus dem Lateinischen „Jetzt lasst uns trinken“ oder wörtlich: „Jetzt gilt’s zu trinken!“.

     

    Termin: Pfingstsonntag, 19. Mai 2024

     

    Am Vormittag zeitversetzt drei Sonderführungen durch das Bayerische Brauereimuseum (Beginn 10 h, 10.30 h und 11.00 h). Die Führungen sind kostenfrei, der Eintritt ist ermäßigt. Und als besonderes Schmankerl wird es zum Ausklang aus gegebenem Anlass gegen Vorlage des Eintrittstickets 0,5 Liter Jubiläumsbier oder ein alkoholfreies Getränk gratis obendrauf geben – und auch eine kleine Brotzeit aus der hauseigenen Museumsbäckerei steht bereit. 


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  • Fünf Bierprinzessinnen bereiteten sich auf Wahl zur Bayerischen Bierkönigin vor

    Fünf Bierprinzessinnen bereiteten sich auf Wahl zur Bayerischen Bierkönigin vor

    In diesem Jahr waren die „letzten“ fünf von 52 Bewerberinnen um den Titel „Bayerische Bierkönigin“ zu Besuch im Bayerischen Brauereimuseum. Dieses feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen.

    Die Kulmbacher Brauerei förderte die Schulung der Bierprinzessinnen erneut. „Bier ist ein bayerisches Kulturgut, das Brauen eine Kunst für sich: Aus nur vier Zutaten wird eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt an Biersorten mit unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen gebraut. Unsere Begeisterung für das Brauen und die Biervielfalt möchten wir mit den Anwärterinnen auf den Titel der Bayerischen Bierkönigin teilen. Deshalb unterstützen wir die Schulung des Bayerischen Brauerbundes im Kulmbacher Mönchshof. Auf dem mittelalterlichen Klostergrund des Bayerischen Brauereimuseums lassen sich die Tradition, das Handwerk und die Leidenschaft für Bier ganz besonders gut vermitteln“, erklärt Mathias Keil, Vorstand Finanzen und Technik der Kulmbacher Brauerei. Der Diplom-Brauingenieur betont: „Das Brauen hat in Bayern eine lange Tradition. Bei uns im fränkischen Kulmbach, der ‚heimlichen Hauptstadt des Bieres‘, erleben die Bierprinzessinnen beim Sehen, Riechen und Schmecken unterschiedlicher Biersorten, worauf es bei einem guten Bier ankommt – von der Auswahl erlesener Zutaten über den Brauvorgang bis hin zum Genuss im richtigen Glas oder Krug.“

    Umrandet von Ehrengästen stößt die amtierende Bayerische Bierkönigin Mona Sommer (1. Reihe, 4. von rechts) zusammen mit den „Bayerischen Bierprinzessinnen 2024“ – 1. Reihe von links – Linnea Klee, Alisa Pflug, Nina Haberl sowie – 1. Reihe von rechts – Anna Gansneder und Eva Singer auf einen lehrreichen Schulungsbesuch im Bayerischen Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof mit einem alkoholfreien Weißbier zu Beginn des Sensorikabends an.

    Bier-Sensorik und die Vielseitigkeit des Bieres

    Am Tag ihrer Anreise waren die Bierprinzessinnen zunächst bei IREKS in Kulmbach zu Gast, um auch den Prozess des Mälzens von Grund auf kennenzulernen.

    Später erfuhren die Finalistinnen im Kulmbacher Mönchshof, welche Biersorten am besten zu welchen Speisen passen und mit welchen Zutaten sie jeweils harmonieren. Im Museumspädagogischen Zentrum des Bayerischen Brauereimuseums ging Biersommelier und Museumsführer Martin Ständner, langjähriger Mitarbeiter der Mönchshof, auf die Biersensorik ein: Er vermittelte mit seinem fundierten Wissen, worauf bei der Auswahl einzelner Biersorten zu achten ist, was an ihnen Besonderes zu sehen, zu riechen und zu schmecken ist und weshalb einzelne Geschmacksparameter des Bieres zu bestimmten Speisen besonders gut passen. Die Bierprinzessinnen durften schließlich während eines Vier-Gang-Menüs auch praktisch verkosten, was sie vorher in der Theorie gelernt hatten.

    Brauen in der Gläsernen Museumsbrauerei

    Einen Tag lang übten sich die potenziellen Thronfolgerinnen im Rahmen ihrer Studienfahrt dann in der Gläsernen Museumsbrauerei auch im „Einmaischen“, „Abläutern“ und „Würzekochen“. Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister in der Gläsernen Museumsbrauerei, erklärte den Brauprozess und alles über die dabei nach dem Reinheitsgebot benötigten Rohstoffe. 

    Bayerisches Brauereimuseum – seit 30 Jahren Schatzkammer bayerischer Bierkultur

    Die Bierprinzessinnen besichtigten im Rahmen ihrer Ausbildungsfahrt auch das Bayerische Brauereimuseum. Dieses feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Aufbauend auf Schwerpunktthemen wie „Bierkultur im Wandel der Zeit“ und „Bayerisches Reinheitsgebot“, aber auch „Bier in der Werbung“ boten sich den „königlichen“ Gästen auf rund 3000m² interaktive Stationen, viele Inszenierungen und wertvolle Exponate: So durften sie auf höchstem Niveau tief in die Geschichte des Brauwesens in Bayern eintauchen.

    „Dass der Bayerische Brauerbund jedes Jahr mit den Bierprinzessinnen zu uns nach Kulmbach in das Bayerische Brauereimuseum kommt, um die jungen Damen bei uns in der „heimlichen Hauptstadt des Bieres“ in die Welt des Brauens und der bayerischen Bierkultur zu entführen, bestärkt uns in unserem täglichen Tun. Wir sind davon überzeugt, dass das Bayerische Brauereimuseum mit seiner Gläsernen Museumsbrauerei ein perfekt passender Ort ist, um die jungen Frauen einen Tag lang „Rund um’s Bier in Theorie und Praxis“ zu schulen, zeigte sich Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V., angesichts des Besuches aus allen Teilen Bayerns überzeugt. „Und ganz persönlich finde ich es interessant, im direkten Austausch mit den jungen Damen erfahren zu können, weshalb sie sich für die Bayerische Bierkultur und unser Kulturgut Bier einsetzen wollen. Mir zeigt das immer wieder unterschiedliche Ansätze auf, wie sich Tradition in die Zukunft fortschreiben lässt“, so Metzel weiter.

    Aktueller Biermarkt im Mittelpunkt

    Darüber hinaus blickten die fünf Finalistinnen im Rahmen der Schulung auf die aktuelle Lage des Biermarktes. Anhand stichhaltiger Daten und Fakten lernten sie ihn näher kennen, um zukünftig im Interview kompetent Rede und Antwort stehen und so die Branche auch profund vertreten zu können.

    Einzigartigkeit Bayerischer Bierkultur

    Gerne folgte der Bayerische Brauerbund, Spitzenverband und Interessenvertretung der bayerischen Brauwirtschaft, auch in diesem Jahr wieder der Einladung in den Kulmbacher Mönchshof, um hier die Schulung der Finalistinnen zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2024/2025 durchzuführen. „Die Finalistinnen bringen eine Menge Liebe zum Bier und Begeisterung für unsere bayerische Bierkultur mit. Aber das Wissen um die Geschichte des Brauwesens, den Biermarkt, den Brauprozess oder die Vielfalt unserer bayerischen Biere ist doch sehr unterschiedlich. Wo könnte man Wissenslücken rund um’s Bier anschaulicher schließen als im Kulmbacher Mönchshof? Das Gläserne Sudhaus, das beeindruckende Brauereimuseum und die Schau- und Versuchsküche im Museumspädagogischen Zentrum bieten einen idealen Rahmen, unsere „Bierprinzessinnen“ mit dem nötigen bierkulturellen Rüstzeug für die Wahl am Finalabend und vor allem für eine erfolgreiche Amtszeit auszustatten. Wir freuen uns sehr, auch heuer unsere Finalistinnen wieder in Kulmbach schulen zu dürfen.“, erklärte Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, München, anlässlich der Schulung im Kulmbacher Mönchshof.

    Das Finale um die Krone der Bayerischen Bierkönigin 2024/2025 findet im Rahmen einer festlichen Gala am 16. Mai 2024 in München statt.

    Sebastian Hacker (im Hintergrund), Diplom-Braumeister in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums, freut sich über das Interesse der Bayerischen Bierprinzessinnen 2024 (von links) Linnea Klee, Alisa Pflug, Eva Singer, Anna Gansneder und Nina Haberl im Beisein der amtierenden Bayerischen Bierkönigin Mona Sommer (Bildmitte) am Brauprozess und den dafür benötigten Rohstoffen.
  • Museen im Kulmbacher Mönchshof helfen alljährlich Menschen in Not

    Museen im Kulmbacher Mönchshof helfen alljährlich Menschen in Not

    Die Museen im Kulmbacher Mönchshof verstehen sich als kulturhistorisches Schaufenster zum Ernährungsstandort Kulmbach hin.

    In den drei Museen dreht sich alles um Bier, Brot und Gewürze. Grund genug, von hier aus alljährlich Menschen in Not zu helfen.

    Beim Blaicher Weihnachtsmarkt zieht das vom Museen e. V. organisierte Gewinnspiel viele Besucher*innen an. Mit dem Kauf eines Loses bewirken diese immer wieder Gutes.

    Der Gewinn des Losverkaufes des letztjährigen Weihnachtsmarkt-Gewinnspieles wurde jüngst an die German Doctors, in Kulmbach vertreten durch Dr. Alexander Philipp, übergeben:

    Karola Helm, Organisatorin des Blaicher Weihnachtsmarktes, Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V.,  der Kulmbacher „German Doctor“ Dr. Alexander Philipp und Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., sind überzeugt, dass die Spende Nützliches bewirken wird.

    Wer mehr über die Arbeit der German Doctors erfahren möchte: www.german-doctors.de


    Der Mönchshof Weihnachtsmarkt 2024 findet am Sonntag den 15.12.2024 – dem 3. Advent statt.

  • Vortrag: Frühjahrsputz für den Körper

    Vortrag: Frühjahrsputz für den Körper

    Die Fähigkeit zu Fasten liegt in den Genen der Menschen: „In unserer heutigen Zeit des Überkonsums ist sie in den Hintergrund geraten“, erklärt die Gesundheitsberaterin Kathrin Müller, Kulmbach. „Gleichzeitig sind Allergien, diverse Krankheiten, Übergewicht und Unverträglichkeiten explodiert. Auch Umweltgifte belasten den menschlichen Körper immer mehr“, sagt Müller. Deshalb sei es sehr wertvoll, für die Gesundheit und Gesunderhaltung in die Eigenverantwortung zu gehen und ein- bis zweimal im Jahr den Körper zu entgiften: Die Gesundheitsberaterin wird am Dienstag, 20. Februar 2024 um 18:00 Uhr im Rahmen eines kostenfreien Vortrages über Details zum Fasten im Allgemeinen und zur im März 2024 geplanten Fastenwoche ganz konkret informieren. Der Vortrag findet im Museumspädagogischen Zentrum der Museen im Kulmbacher Mönchshof MUPÄZ statt.

    Beim Fasten wird der Körper von alten Schlacken und Giften befreit. Entzündungswerte, hoher Blutdruck oder auch ein zu hoher Insulinspiegel wird gesenkt. Körper und Seele kommen wieder in Einklang: „Wenn man bedenkt, dass unser Immunsystem zu 80 Prozent im Darm verankert ist, ist eine Fastenwoche zugleich ein einfacher und natürlicher Immunbooster. Das Mikrobiom wird entlastet und die Darmbakterien, die uns guttun, werden sich wieder vermehren oder wieder besser für uns arbeiten. Meine eigenen Fastenerfahrungen haben mir auch gezeigt, dass bewusster Verzicht eine sehr schöne persönliche Erfahrung ist, Fasten schafft wieder Struktur und Ordnung im Leben. Reinheit und Klarheit wachsen“, schwärmt die Kulmbacher Gesundheitsberaterin vom „Frühjahrsputz für den Körper“.

    Auf alle diese Punkte wird Kathrin Müller im Februar während ihres Fastenvortrages im MUPÄZ eingehen. Darüber hinaus erklärt sie, wie die im März geplante Fastenwoche ablaufen wird.

    Ganzheitliche Fastenwoche im März

    Fasteninteressierte können unter Begleitung von Müller eine ganzheitliche Fastenwoche vom Freitag, 15. März 2024 bis zum Freitag, 22. März 2024, durchführen. Dieser Zeitraum liegt in der christlichen Fastenzeit. „Solch ein „Frühjahrsputz des Körpers“ kann eine sehr wertvolle Chance sein, in eine gesündere Ernährungsform zu wechseln, wieder mehr Liebe zu hochwertigen Lebensmitteln zu entwickeln und somit die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen“, kündigt die Gesundheitsberaterin die ganzheitliche Fastenwoche an.

    Kathrin Müller organisiert die ganzheitliche Fastenwoche und führt diese auch durch. Das „Teambuilding“ beginnt mit einer Führung durch das Deutsche Gewürzmuseum im Kulmbacher Mönchshof. „Gemeinsam in der Gruppe zu fasten, ist gerade auch für Fastenneulinge leichter, die Motivation zu fasten wird steigen. Ich stelle jede*r Teilnehmer*in an der von mir begleiteten Fastenwoche mein Wissen sowie meine Erfahrungen Rund um die Uhr zur Verfügung, falls dies nötig ist“, bietet Müller an.

    Des Weiteren plant Kathrin Müller viele Extras für die Teilnehmer*innen an der geplanten Fastenwoche: z. B. den Einsatz der von ihr hergestellten, fermentierten Gemüsesäfte sowie täglich frisch zubereiteter Gemüsebrühen. Während der Fastenwoche gibt es zudem die Möglichkeit, täglich an einer Aktivität wie Wandern, Kneipen, Yoga oder Meditieren teilzunehmen. Auch ein gemeinsamer Saunaausflug ist denkbar.

    Im MUPÄZ wird dann am Ende der Fastenwoche das traditionelle Fastenbrechen gemeinsam in der Gruppe vollzogen. Dort bespricht die Gesundheitsberaterin auch den weiteren Kostaufbau mit der Fastengruppe.


    Hier Klicken – Anmeldung für den Vortrag

  • Gin ist mehr als Gin und Tonic

    Gin ist mehr als Gin und Tonic

    Vor ein paar Jahren feierte Gin sein „Comeback“. Der klassische GinTonic ist mittlerweile nahezu auf jeder Getränkekarte zu finden. Wie vielseitig Gin sein kann und dass man ihn auch pur genießen kann – dies und vieles mehr erleben die Teilnehmer*innen im Museumspädagogischen Zentrum MUPÄZ der Museen im Kulmbacher Mönchshof am Samstag, 10. Februar 2024, um 18:30 Uhr bei einem Gin-Tasting mit Marcel Völkel, Inhaber der Sacks Destille in Weißenstadt/Fichtelgebirge.

    Zur Verkostung stehen im Rahmen des Gin-Tastings fünf unterschiedliche, hochwertige, handgefertigte Gin-Sorten bereit. Wissenswertes über die Herstellung, weshalb die Queen vor dem Mittag- und Abendessen ein Gläschen Gin trank, was alles im Rahmen des Gin-Genusses erlaubt ist und was man alles aus Gin machen kann, dies vermittelt Marcel Völkel, seit fünf Jahren Inhaber der seit 1864 bestehenden Destille in Weißenstadt im Fichtelgebirge.

    Tradition vereint mit modernem Zeitgeist

    Sacks Destille steht für Tradition. Auch heute noch werden alle Produkte zu hundert Prozent von Hand hergestellt, abgefüllt und etikettiert. Zu so viel Tradition passt auch ein moderner Zeitgeist. „Was mir bei der Übernahme der Destille damals noch fehlte, war ein Gin im Sortiment. Also entwickelte ich meinen ersten Illegal Gin – den Bandit“, erklärt Marcel Völkel. Es folgten weitere Kreationen, die das Sortiment über die Jahre hinweg erweiterten.

    Hommage an Kulmbach – der „KULMGIN“

    Neu und als Hommage an Völkels Heimatstadt Kulmbach gedacht, kam erst vor Kurzem der „KULMGIN“ als Neuprodukt auf den Markt: Hopfenaromen und süßliche Nuancen von Malz umrahmen die Gin-Wacholdernoten. „Im vergangenen April haben wir neben unserem Ladengeschäft in Weißenstadt eine Filiale in Kulmbach eröffnet. Darauf sollte nun auch ein eigener Gin folgen. Meine Absicht war es, Charakter und Charme unserer fränkischen Bierkultur in einem feinen Destillat einzufangen“, führt Völkel weiter aus.Vom ersten bis zum jüngst auf den Markt gebrachten Gin stehen beim Gin-Tasting im Februar im MUPÄZ alle Sorten für die Teilnehmer*innen zum Probieren bereit. Zu jeder Gin-Sorte und damit passend zu jedem Gin-Charakter gibt es für die Teilnehmer*innen kleine Gaumenbegleiter und zum Abschluss des Tastings für jede/n Gin-Liebhaber*in und die, die es noch werden wollen, einen Gin-Cocktail.

    Datum: 10.02.2024

    Beginn: 18:30 Uhr
    Dauer: ca. 2 h

    Kosten: Euro 56,- pro Person


    Jetzt Gin-Tasting Event buchen – hier klicken

  • Stärk´antrinken im Kulmbacher Mönchshof-Bräuhaussaal

    Stärk´antrinken im Kulmbacher Mönchshof-Bräuhaussaal

    Eine allseits beliebte Tradition im Kulmbacher Stadtteil Blaich und einer der ersten wichtigen Termine im neuen Jahr ist das „Stärk‘ antrinken“ im Kulmbacher Mönchshof-Bräuhaussaal. Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister der Gläsernen Museumsbrauerei, sticht am Freitag, 5. Januar 2024, um 19.00 Uhr den hellen Museums-Bock an – das passende Bier für die kalte Jahreszeit. Dazu gibt es herzhafte Gerichte und passende Musik von der San-Combo, der Eintritt ist frei.

    In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, die letzte der 12. Raunächte, pflegt man im Mönchshof einen alten oberfränkischen Brauch: das „Stärk´ antrinken“. Dazu trifft man sich traditionell im Familien- oder Freundeskreis, um sich – zum Beispiel bei einem guten Glas Bier – gemeinsam Mut und Kraft für die anstehenden Aufgaben des neuen Jahres zu holen. Die Ursprünge dieses Brauches gehen wohl auf die alten Kelten zurück. Laut Sebastian Hacker ist der helle Museumsbock aus der Gläsernen Museums-Brauerei auch diesesJahr wieder gut gehopft und weist eine feine Hopfenbittere auf. Der Diplom-Braumeister schwärmt:
    „Dieses Bockbier passt sehr gut zum traditionellen „Stärk´ antrinken“ im Mönchshof, das sicher auch in diesem Jahr wieder viele Gäste in den Mönchshof führen wird.“
    Passend zum hellen Bock gibt es fränkischen Schweinebraten mit Klößen und Sauerkraut oder Bratwürste sowie Käsespätzle.
    Die San Combo umrahmt das Stärk‘ antrinken in bekannter Manier. Tischreservierungen sind ausdrücklich erbeten. Unter 09221 – 4264 können sich interessierte Teilnehmer*innen anmelden.

  • Neue Veranstaltungsreihe:„Ernährungswissen entdecken“

    Neue Veranstaltungsreihe:„Ernährungswissen entdecken“

    Regionalität, pflanzenbasiertes Essen oder Superfoods – das sind nur einige der Begriffe, die ernährungsinteressierten Verbrauchern begegnen. Für alle, die wissen möchten, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, wie sie schmecken und wie sich diese Trends konkret im Alltag umsetzen lassen, hat das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) eine Veranstaltungsreihe konzipiert. Zum Auftakt im Januar und Februar 2024 geht es um „Bayerische Superfoods“.

    Unter dem Motto „Ernährungswissen entdecken“ beleuchtet das KErn in Zusammenarbeit mit den Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. ab Januar 2024 aktuelle Ernährungsthemen und Trends.

    „Unser Museumspädagogisches Zentrum MUPÄZ ist prädestiniert für Vorträge rund um die Ernährung – in der Adalbert-Raps-Bibliothek können wir darüber hinaus auch praktische Verkostungen mit Experten

    durchführen: So nehmen Interessierte gleich noch mehr aus derartigen Veranstaltungen rund um die ernährungskulturelle Bildung mit“, betont Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. in Hinblick auf die neue Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem KErn.

    Ernährungsexperten und -praktiker vermitteln verständlich und kompakt die relevanten Fakten und prüfen den Wahrheitsgehalt von Lebensmittel-Mythen. Dabei kommen auch der Genuss und die Praxis nicht zu kurz: Denn Kostproben und Tipps für die Zubereitung ergänzen die Veranstaltungen jeweils.

    „Rund ums Thema Ernährung kursieren zig Begriffe und Trends. Wir am KErn bündeln das entsprechende Wissen dazu – wissenschaftlich und fundiert. Wir freuen uns, dieses Knowhow nun auch an unserem Standort in Kulmbach im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe mit allen Interessierten teilen zu können“, so Christine Röger, Leiterin KErn.

     

    Die Reihe startet mit zwei Abendveranstaltungen im Januar und Februar 2024.

     

    Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt mit Angela Dietz, KErn und Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach

    Chiasamen, Gojibeeren und Co.: Superfoods sind in aller Munde und sollen besonders gesund sein. Viele

    davon stammen aus weit entfernten Ländern. Aber ist es wirklich so, dass weitgereiste Lebensmittel mehr Nährstoffe enthalten als Erzeugnisse aus der Region? Und wo finde ich diese lokalen Superhelden?

    Diese und weitere Fragen werden am 18. Januar 2024 im Vortrag „Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt“ geklärt. Im ersten Teil des Abends nimmt Angela Dietz vom KErn die gängigen exotischen Superfoods genauer unter die Lupe und bewertet sie ernährungsphysiologisch. Zudem zeigt die Ernährungsexpertin heimische Superfood-Alternativen auf.

    Im sich anschließenden praktischen Teil der Veranstaltung zeigt Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach, wie sich heimische Superfoods zu leckeren Gerichten verarbeiten lassen – Verkostung inklusive.

    Landwirte und Erzeuger aus der Region zeigen zudem, welche Produkte, sich aus heimischen Superfoods herstellen lassen.

    Datum: Donnerstag, 18.01.2024

    Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ, Kulmbach

    Beginn: 18:30 Uhr

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.

    Kichererbse, Linse & Co und die Kunst des richtigen Würzens mit Rita Kranefeld, KErn und Ingrid Pummer, Gewürz-Sommelière

    Hülsenfrüchte erleben derzeit eine Renaissance – und das zu Recht. Lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ bekannt, sind Linsen, Kichererbsen und Co. heute Trendlebensmittel, die zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung unbedingt dazugehören.

    Bei der Veranstaltung am 22. Februar 2024 lernen die Besucher und Besucherinnen allerlei Wissenswertes rund um Hülsenfrüchte und wie man daraus köstliche Gerichte zaubert.

    Zu Beginn erläutert Rita Kranefeld vom KErn, was Hülsenfrüchte im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Ernährung zu bieten haben. Zudem gibt die Ernährungsexpertin einen Überblick, welche Hülsenfrüchte aus regionalem Anbau zur Verfügung stehen.

    Anschließend entführt die Gewürz-Sommelière Ingrid Pummer die Teilnehmenden in die Welt der Aromen. Sie zeigt auf, welche Gewürze und Kräuter geschmacklich am besten mit Hülsenfrüchten harmonieren und zugleich die Verdaulichkeit fördern. Kleine Kostproben von Gerichten mit den neuen Aromen runden die Veranstaltung ab.

    Datum: Donnerstag, 22.02.2024

    Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ Kulmbach

    Beginn: 18:30 Uhr

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.