Kategorie: aktuelles

  • Mönchshof-Museen wieder geöffnet

    Mönchshof-Museen wieder geöffnet

    Rechtzeitig zum Internationalen Museumstag:
    Mönchshof-Museen wieder geöffnet

    Für alle, die unter dem Entzug von Unterhaltung und Kultur leiden, hier eine erfreuliche Nachricht: Die aktuelle Stufe des Lockdowns im Landkreis Kulmbach sieht kontrollierte Lockerungen vor. So werden die Museen im Mönchshof ab kommenden Freitag wieder öffnen – gerade rechtzeitig zum internationalen Museumstag am 16. 5. 2021!

    Diesen Winter mussten alle Menschen auf viele Dinge verzichten, mit denen wir uns normalerweise die Freizeit vertreiben. Jetzt gibt es einen Silberstreif am Horizont: Sowohl das Bayerische Brauereimuseum Kulmbach, als auch das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum sind ab dem kommenden Freitag – 10.00 h wieder geöffnet.

    „Unsere Museen im Mönchshof sind mehr als eine Schlechtwetteralternative – sie laden sowohl Individualbesucher als auch Familien und Kleingruppen zu einem Besuch ein“. Museumsleiter Bernhard Sauermann begrüßt die Wiedereröffnung der Museen: „In den vergangenen Wochen haben wir deutlich gespürt, wie sehr sich potentielle Besucher nach unserem vielfältigen kulturellen Leben im Mönchshof sehnen! Das wollen wir nun endlich wieder starten – selbstverständlich unter strengen Hygienemaßnahmen. Die grundlegenden Maßnahmen sind bekannt:

    • FFP-Maskenpflicht auch für Besucherinnen und Besucher, sowie die
    • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern.

    Die Vorlage eines negativen Testes ist nicht nötig.

    Bei der momentanen Inzidenz von 50 – 100 ist für einen Besuch eine Voranmeldung notwendig, das geht auch kurzfristig per Telefon unter 09221-80514. Sollte die Inzidenz hoffentlich bald unter 50 liegen, entfällt diese Maßnahme.

    Führungen durch die Mönchshofmuseen

    Karola Helm, Expertin für alle Fragen in Sachen Veranstaltungen und Führungen, weist explizit auf das Führungsangebot hin:

    „Die Teilnehmerzahl für unsere Standard-Gruppenführungen ist Corona-bedingt auf 15 Personen pro Gruppe begrenzt und geht nur mit Voranmeldung. Daneben bieten wir wechselnde Sonntagsführungen an und starten am 16. 5. um 10.30 mit einem Rundgang durch das Deutsche Gewürzmuseum. An den kommenden Wochenenden folgen dann am 23. 5. Das Bayerische Brauereimuseum und am 30. 5. Das Bayerische Bäckereimuseum.

    In den Pfingstferien bieten wir ab jetzt auch wieder unsere beliebten Familienführungen durch die Dauerausstellungen an: „Für einen Pauschalbetrag von 29 € (inklusive Eintritt) können zwei Erwachsene und ihre (Enkel)Kinder eine Führung durch eines der drei Museen bekommen – auch hier benötigen wir eine Voranmeldung.“

    Die drei Museen im Mönchshof

    Martin Ständner, seit 27 Jahren „der Mann an der Kasse“, Biersommelier und Museumsführer, verrät, was es im Bayerischen Brauereimuseum Wissenswertes zu erspähen und Beeindruckendes zu entdecken gibt: „Mit Großfotos hinterlegte, raumgreifende Inszenierungen, aus denen die Exponate förmlich herauswachsen und zum Leben erwachen, regen den Besucher an, in die einzelnen Themen einzutreten.“

    Das Thema Brauwesen in Bayern ist sehr vielschichtig in seiner Historie. Um die wesentlichen Aspekte gezielt unter die Lupe nehmen zu können, ist das Gesamtprojekt in sechs sinnfällige Abteilungen untergliedert:

    1. Die Kunst des Bierbrauens
    2. Das Produkt Bier
    3. Bierkultur im Wandel der Zeit
    4. Bier in der Werbung
    5. Brauereiarchitektur
    6. Gläserne Brauerei

    Das Bayerische Bäckereimuseum widmet sich dem Grundnahrungsmittel und Kulturerbe Brot. „Vom Korn zum Brot“ illustriert eine umfassende Dokumentation zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimension des Handwerks, die zugehörige kulturelle und religiöse Symbolik, sowie historische und aktuelle Ursachen von Hunger und Not.

    Das jüngste der drei Museumsgeschwister ist das Deutsche Gewürzmuseum. Hier begibt sich der Besucher „auf die Spuren des guten Geschmacks“. Es verspricht eine spannende „Reise in die Welt der Sinne“ rund um die kulturhistorischen und botanischen Facetten der Gewürze.

    Bierbude im Museumsfoyer

    Den Museumsbesucher erwartet gleich im Foyer ein kostenloses Schmankerl: eine typische Kulmbacher Bierbude früherer Zeiten. Eigentlich sollte sie den Besuchern bereits am Tag der offenen Tür beim Weihnachtsmarkt im vergangenen Dezember vorgestellt werden, was aus den allseits bekannten Corona-Gründen nicht stattfinden konnte. Nun ist sie das „Highlight der Wiedereröffnung“.

    Längst ist sie vorbei, die Zeit von Kiosk und hölzerner Marktbude – als Ort zur Deckung des „kleinen Einkaufs“ und „Zwischendurch-Hungers“ sind sie inzwischen abgelöst vom fahrenden Imbisswagen.

    Der Kiosk an der Ecke hat in unserer Region im Zeitalter der Supermärkte ausgedient  – gleichwohl er in anderen Bundesländern als „Trinkhalle“ noch immer zum Ortsbild zählt. Die mobile „Bude“, die temporär bei Festivitäten oder beim Wochenmarkt zum Einsatz kam, gibt es kaum mehr. Zu aufwändig ihre Handhabung, zu umständlich ihr Transport, ist sie auch lebensmittelrechtlich schon lange nicht mehr das Mittel erster Wahl. Lediglich zu jahreszeitlichen Spezialmärkten, wie zu Weihnachten und Ostern, oder bei nostalgischen Themenmärkten, so etwa dem Töpfermarkt in Thurnau ist sie noch häufiger zu entdecken.

    Damit diese aussterbende Kultur auch weiterhin  im Gedächtnis bleibt, sammelt Bernhard Sauermann schon seit Jahren Informationen und Exponate auch zu diesem Thema. Groß war die Freude, als ihm (gleichsam als Weihnachtsgeschenk) im vergangenen Jahr wohl die „allerletzte Bierbude aus dem Kulmbacher Raum ins Haus geschneit kam“. Günter Limmer von der Marinekameradschaft Kulmbach, die bisherige Eigentümerin, überbrachte die frohe Botschaft, dass die Bude zu haben wäre. Die Vereinigung nutzte das hölzerne Prachtstück, wenngleich mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, bislang  als Ausschank bei ihren vielfältigen Festivitäten im Garten ihres Vereinsheimes in der Negeleinstraße/Mittelau. Nun suche man für das gute alte Stück einen würdigen „Altersruhesitz“.

    Bereits beim Abbau des „Probanden“ hegten die Museumsmitarbeiter den Verdacht, dass es sich bei dem Findling wohl ursprünglich um eine städtische Marktbude gehandelt haben könnte. „Letztes Zeugnis einer untergegangenen Marktbudenkultur“, glaubt Museumsleiter Sauermann, „es liegt der Verdacht nahe, dass diese einst im angrenzenden Kulmbacher Bauhof gelagert waren“.

    Den entscheidenden Hinweis für diese Vermutung liefert eine auf alle Einzelteile des Marktstandes aufgemalte numerische Kennzeichnung: die Bude aus der Mittelau trägt die Nummer 38 und ist damit scheinbar der letzte Vertreter eines vormals reichhaltigen Bestandes in einer Größenordnung, wie ihn selbst die großen Exportbierbrauereien nicht unterhalten haben dürften.

    Mit nur wenigen  Handgriffen kann man die Bude relativ geschickt in handliche Einzelteile zerlegen, was den Transport zum Markt und das dortige Aufstellen sehr erleichtert hat. Damit man die Teile unterschiedlicher Stände nicht durcheinanderbringen konnte, waren die einzelnen Module gewissenhaft mit der jeweiligen Identifikationsnummer gekennzeichnet.

    Die Museumsmannschaft ist für die Wiedereröffnung der Museen gerüstet. Von links: Bernhard Sauermann, Karola Helm und Martin Ständner freuen sich, dass es endlich wieder losgeht.

  • Kulmbacher Budenzauber

    Kulmbacher Budenzauber


    Kulmbacher Marktbude im Foyer der Museen im Mönchshof

    Längst ist sie vorbei, die Zeit von Kiosk und hölzerner Marktbude – als Ort zur Deckung des „kleinen Einkaufs“ und „Zwischendurch-Hungers“ sind sie inzwischen abgelöst vom fahrenden Imbisswagen.
    Der Kiosk an der Ecke hat in unserer Region im Zeitalter der Supermärkte ausgedient – gleichwohl er in anderen Bundesländern als „Trinkhalle“ noch immer zum Ortsbild zählt. Die mobile „Bude“, die temporär bei Festivitäten oder beim Wochenmarkt zum Einsatz kam, gibt es kaum mehr. Zu aufwändig ihre Handhabung, zu umständlich ihr Transport, ist sie auch lebensmittelrechtlich schon lange nicht mehr das Mittel erster Wahl. Lediglich bei jahreszeitlichen Spezialmärkten, wie zu Weihnachten und Ostern, oder bei nostalgischen Themenmärkten, so etwa dem Töpfermarkt in Thurnau, ist sie noch häufiger zu anzutreffen.

    Die Bratwurstbude

    Damit diese aussterbende Kultur auch weiterhin  im Gedächtnis bleibt, sammelt Bernhard Sauermann, Museumsleiter der „Museen im Kulmbacher Mönchshof“ schon seit Jahren Informationen und Exponate auch zu diesem Thema, wobei sich in diesem Zusammenhang seine ganz persönliche Geschichte eng mit der des Kulmbacher Mönchshofes trifft. Um das zu verstehen, muss man einige Jahre zurückblicken:  Als am Samstag, den 23. September 1989, die „Rückkehr der Sauermanns-Kuh“  auf dem Blaicher Dorfplatz gefeiert wurde, organisierte Bernhard Sauermann, dass Hans Gräbner, ein ehemaliger „Sauermann-Metzger“ (früher dort zuständig für die Bratwurtfertigung)  einen seiner drei Bratwurststände in Aktion setzte und die zahlreichen Gäste kamen neben zünftiger Musik und diversen Ansprachen auch in den Genuss von „Sauermanns-Bratwürsten“. Die ließ er vom Untersteinacher Metzger Edwin Friedrich ( ehemals „Deutsches Haus“) nach einem alten Sauermanns-Rezept herstellen. Auch er hatte sein Handwerk noch in der traditionsreichen Wurstfabrik Sauermann in der Blaich gelernt.

    Das Wiederaufleben der legendären „Sauermanns-Bratwurst“ nach knapp einem viertel Jahrhundert Vergessenheit begeisterte nicht nur die Gäste, sondern vor allem auch den Initiator Bernhard Sauermann, einem Nachkommen der ehemals gleichnamigen Blaicher Fleisch- und Wurstwarendynastie. Fortan lieh er sich zu Festivitäten in der Blaich, wie der „Blaicher Kerwa“, dem „Blaicher Wiesenfest“ , dem  „Blaicher Weihnachtsmarkt“ oder dem Kulmbacher Altstadtfest im hinteren Oberhacken, eine der Gräbnerschen Bratwurstbuden und ließ Bratwürste nach Sauermanns Art auf dem Holzkohlengrill von kundigen Bratern „auflegen“ – das war zunächst mit großem Stolz natürlich der „Gräbners Hans“ und später mit bewundernswerter Hingabe „Mama Winterstein“ und deren Familienmitglieder.  Seit sich Edwin Friedrich  in den Ruhestand verabschiedet hat, werden die Bratwürste in der Metzgerei  von Heinz Ohnemüller in Weiher hergestellt – weiterhin nach dem Original-Sauermanns-Rezept. Bis auf den heutigen Tag – 2020 lediglich unterbrochen durch die Corona-Einschränkungen.

    Sämtliche drei historischen „Gräbnerschen Bratwurstbuden“ nennt Bernhard Sauermann inzwischen dankbar sein eigen. Er hat sie von Hans Gräbner nach dessen Tod geerbt, hält sie in Ehren und pflegt damit weiterhin Fest um Fest längst tradierte urfränkische Genusskultur.

    Mitte der 1990er Jahre  fiel Sauermann eine seltene Studie des Kulmbacher Genremalers Michel Weiß in die Hände. Neben seinen zahlreichen Portaits war der Künstler bekannt für  seine Stadt- und Landschaftsbilder, die sein außerordentliches Engagement für das „alte Kulmbach“ durch Rückblendung auf die Biedermeierzeit ausdrucksstark dokumentieren. Auf einem alten Pappkarton ist die Atmosphäre um eine historische Kulmbacher Bratwurstbude mit ein paar flinken Pinselstrichen skizziert. Impressionen, vor Ort eingefangen – eine Vorstudie für ein großes Gemälde, das vielleicht einmal im Atelier hätte entstehen sollen. Bis heute ist ein solches allerdings nicht bekannt und so bleibt die kleine Studie das einzige diesbezügliche Zeugnis aus seiner Hand.

    „Probekarton“  des Kulmbacher Malers  Michel Weiß (Privatbesitz). In dieser kleinen Studie ist die besondere Athmosphäre am Bratwurtsstand auf dem Kulmbacher Marktplatz sehr gut eingefangen.  – Foto: Leonard Firak

    Gegenwärtig mutiert die traditionsreiche Kulmbacher Bratwurstkultur eher zur Randerscheinung neben einem breit aufgestellten modernen Fast-food-Wesen – zu einer Nische gelebten, fränkischen Feinschmeckertums. Generationen bekannter Braterfamilien wie zum Beispiel: Gräbner, Winterstein, Ramming, Eichenhüller, Henninger, Endress/Batistella und Wolfrum/Bär wussten nicht nur, wie man die lebendige Flamme des Holzkohlenfeuers domptiert, und wann wieviele Bratwürste auf das Rost zu legen sind, sondern auch, mit Geduld und stets guter Laune die Sonderwünsche der Kundschaft zu erfüllen. Nicht jeder wollte ein Paar von den feinen Bratwürsten im halben „Kulmbacher Bratwurststollen“ (die Hälfte einer doppelten, großen Semmel, die extra zum Verzehr mit Bratwürsten entwickelt wurde, länglich geformt und mit Anis bestreut), sondern hatte seine eigene Bratwurstphilosophie: „aana im Viertel, im Halben im Ganzen“ oder „a Poor im Halben oder im Ganzn“. Außerdem gab und gibt es immer noch Wünsche hinsichtlich des Reifegrades beim Grillprozess: hell oder dunkel und zuguter Letzt ist noch zu klären: „mit oder ohne Senf(t)“ und ob „mit viel oder wenig Senf(t)“.
    Eigensinn ist dem Franken nachgesagt, aber auch eine gute Portion Bescheidenheit, die sich nicht zuletzt in der von ihm traditionell praktizierten Budenkultur widerspiegelt.

    Die Bierbude

    Für das Bayerische Brauereimuseum  suchte Sauermann zeitgleich über lange Jahre nach einer für die Region typischen, historischen Bierausschankbude und wurde tatsächlich fündig. Gleich in der Nachbarschaft zum Mönchshof entdeckte er am Rande des BSC-Fußballplatzes– durch ihren blauen Anstrich leicht erkennbar, eine alte Mönchshof-Ausschankbude. Unglücklicherweise wurde diese, ehe er sich versah, Raub eines Johannisfeuers.  „Seinerzeit bedauerte ich sehr, dass damit wohl die letzte hölzerne Original-Bierbude des Kulmbacher Raumes unwiederbringlich verlorenging – ich war einfach nicht schnell genug. In meiner Kindheit waren diese Art von Ausschankstellen noch Gang und Gäbe – generelle Marktbuden, die auch für den Getränkeausschank herhalten mussten“, so der Museumsleiter.

    Groß war die Freude, als ihm (gleichsam als Weihnachtsgeschenk) dieser Tage die „allerletzte Bierbude ins Haus geschneit kam“. Günter Limmer von der Marinekameradschaft Kulmbach, die bisherige Eigentümerin, überbrachte die frohe Botschaft, dass die Bude zu haben wäre. Die Vereinigung nutzte das hölzerne Prachtstück, wenngleich mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, bislang  als Ausschank bei ihren vielfältigen Festivitäten im Garten ihres Vereinsheimes in der Negeleinstraße/Mittelau. Nun suche man für das gute alte Stück einen würdigen „Altersruhesitz“.

    Von links: Bernhard Sauermann, Museumsleiter; Herbert Hesslinger, Museumstechniker; Günter Limmer, von der Marinekameradschaft Kulmbach, und das Expertenteam Volker Hempfling, Zimmermann sowie Lars Becker vom Eventunternehmen „Tausendundeins“. – Foto:  Karola Helm

    Die Marktbude

    Bereits beim Abbau des „Probanden“ hegten die Museumsmitarbeiter den Verdacht, dass es sich bei dem Findling wohl ursprünglich um eine städtische Marktbude gehandelt haben könnte. „Letztes Zeugnis einer untergegangenen Marktbudenkultur“, glaubt Museumsleiter Sauermann, „es liegt der Verdacht nahe, dass diese einst im angrenzenden Kulmbacher Bauhof gelagert waren“.

    Den entscheidenden Hinweis für diese Vermutung liefert eine auf alle Einzelteile des Marktstandes aufgemalte numerische Kennzeichnung: die Bude aus der Mittelau trägt die Nummer 38 und ist damit scheinbar der letzte Vertreter eines vormals reichhaltigen Bestandes in einer Größenordnung, wie ihn selbst die großen Kulmbacher Exportbierbrauereien nicht unterhalten haben dürften.


    Fotos: Karola Helm

    Mit nur wenigen  Handgriffen kann man die Bude relativ geschickt in handliche Einzelteile zerlegen, was den Transport zum Markt und das dortige Aufstellen sehr erleichtert hat. Damit man die Teile unterschiedlicher Stände nicht durcheinanderbringen konnte, waren die einzelnen Module gewissenhaft mit der jeweiligen Identifikationsnummer gekennzeichnet.

    Der Kiosk

    Ebenso wie die mobilen Marktbuden sind auch die hölzernen Verkaufskioske der frühen Nachkriegszeit längst Geschichte. Einst prägten sie auch das Kulmbacher Stadtbild an vielen Ecken und in zahlreichen Winkeln. Einige davon sind noch in lebendiger Erinnerung,  wie z. B. der Kiosk neben der alten Realschule in der Pestalozzistraße, oder jener an der Holzbrücke in der Pörbitsch, der „Milchkiosk Heer“ in der Blaich und das sog. Hainständla in der Oberen Stadt, der  Kiosk „Hoh“ in der Zinsfelder Straße und jener am unteren Weiherer Berg.

    Andere sind längst vergessen. „Interessant wäre es, an weiterführende Informationen und einschlägiges Bildmaterial zu gelangen, was vielleicht noch in den Köpfen und auf den Dachböden manch älterer Kulmbacher schlummert“, wünscht sich Bernhard Sauermann (Kontakt: Ulrich Deichsel, mail: Ulrich.Deichsel@kulmbacher-moenchshof.de, Tel.: 09221/80520).

    Wenn man heute mit wachen Augen durch die Heimat streift, findet man mit viel Glück immer noch den einen oder anderen ausgedienten Zeitzeugen einer vormals flächendeckenden Gebrauchsgüterkultur, der es nach seiner „Außerdienststellung“ nicht wert erschien, für die Nachwelt erhalten zu bleiben.


    Bild links: Standort dieses bunt gestalteten Kiosk (ähnlich dem an der Kulmbacher Realschule) ist im Freilichtmuseum Lindlar im Bergischen Land.- Foto: Freilichtmuseum Lindlar

    Bild rechts: Ausgedientes „Original-Realschulständla“, vor ca. 30 Jahren als Gartenlaube in eine private Reuth versetzt.- Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Das Sortiment eines solchen Kiosk umfasste in erster Linie Zeitschriften, Tabakwaren, Getränke  und Süßigkeiten, aber durchaus auch Obst und Gemüse. Nicht nur auf Kinder übte das „Ständla“ mit seinen Pfennigartikeln wie Mäusespeck, Bärndreck und Wundertüten eine magische Anziehungskraft aus.

    „Es haftet ein geheimer Zauber an all diesen alten Buden und Bretterhütten – die Erinnerung an eine ungezügelte Lebensfreude und Ausgelassenheit – an eine Zeit, in der die Freude am Feiern und Genießen noch nicht durch allerlei Regularien ihrer Unbekümmertheit beraubt war“, ist Bernhard Sauermann überzeugt. „Und wenn man dieser Tage im Museumsshop der Museen im Kulmbacher Mönchshof vielleicht nach einem letzten, passenden Weihnachtsgeschenk stöbert, kann man einen Blick erhaschen auf die Bude Nr. 38, die dort aufgebaut ist, um das zu sein, was sie eigentlich sein möchte: ein fantastisches Verkaufsargument für schöne und nützliche Dinge“.

  • Das große Fest im Gaumen – gute Gewürze

    Das große Fest im Gaumen – gute Gewürze

    Sendungshinweis: Radio-Reportage im Bayerischen Rundfunk BR 2 am
    24. Dezember 2020, 10.05 Uhr mit u.a. Dr. Manuela Mahn, Gewürzexpertin und wissenschaftliche Beraterin Deutsches Gewürzmuseum, Kulmbach

    Was wären die Sterne ohne Zimt, die Kipferl ohne Vanille und die Gans ohne Beifuß? Gewürze sind nicht nur zur Weihnachtszeit entscheidend für den guten Geschmack. Doch das klappt nur, wenn die Qualität stimmt (Quelle: Bayrischer Rundfunk). Eine Radio-Reportage von Ursula Klement, Redaktion: Landwirtschaft und Umwelt.

    Eigens für die Weihnachtssendung „Das große Fest im Gaumen – gute Gewürze“ interviewte Ursula Klement, Redakteurin beim Bayerischen Rundfunk, Dr. Manuela Mahn, Gewürzexpertin und wissenschaftliche Beraterin des Deutschen Gewürzmuseums, vor authentischer Kulisse im Deutschen Gewürzmuseum im Kulmbacher Mönchshof. Diese gab dort ihr vielseitiges Wissen rund um die Welt der Gewürze preis.

    Darüber ist auch in dem von ihr sowie Apotheker Dr. Alexander Schenk veröffentlichten und im Museumsshop erhältlichen Buch „Naturgesund mit Gewürzen“ zu lesen. In dem im VGS-Verlag erschienenen Titel haben die fachkundigen Autoren viel Wissenswertes rund um die natürliche Kraft der Gewürze zusammengetragen, ergänzt durch praktische Tipps für die Gewürzküche sowie leckere Rezepte.

    Donnerstag, 24.12.2020
    10:05 bis 12:00 Uhr

    zur Webseite Bayern 2

  • Eine Feuerwehrleiter für das Bayerische Brauereimuseum

    Eine Feuerwehrleiter für das Bayerische Brauereimuseum

    „Ein Museum ist nie fertig…“

    … unter diesem Motto sammelt der Museumsleiter der Museen im Mönchshof, Bernhard Sauermann fleißig weiter Exponate, die die Geschichte um die Themen Bier, Brot und Gewürze erzählen. Was die jüngst „zugelaufene“ Feuerwehrleiter mit diesen Lebensmittelthemen zu tun hat, erklärt der Museumsleiter so: „Überall, wo das Thema `Feuer` eine nicht unbedeutende Rolle spielt, wie vor allem bei der Herstellung von Brot und Bier, ist seit dem Mittelalter auch der Feuerschutz nicht wegzudenken. Mit Beginn der Industrialisierung um 1870 gewinnen dann neben den kommunalen auch die Werksfeuerwehren zunehmend an Bedeutung, so gerade auch in Kulmbach“.

    Vorbesitzer der hölzernen Leiter war Herbert Meisel, der dem Mönchshof als Stammtischmitglied der „Roten Kastanie“ sehr verbunden ist. Vermittelt hat die Übergabe der frühere Feuerwehrkommandant Hans Biedermann, ebenfalls Stammtischmitglied. Er weiß zu der Leiter, einer „Fallhakenleiter“, die von den Werksfeuerwehren bereits in den 1920er Jahren benutzt wurde, dass man sie seitlich am pferdebespannten Leiterwagen transportiert hat und dass bei diversen Feuerwehrübungen genau geprobt wurde, wer an welcher Position beim Aufstellen der Leiter welchen Handgriff zu verrichten hatte: „Es wurden vier Mann gebraucht, um sie aufzustellen“.

    Nicht nur die Brauereien und die Mälzereien mit ihrem offenen Feuer pflegten solche Feuerwehrleitern in ihrem Bestand, sondern auch die Fleisch- und Wurstwarenfabrik Sauermann. „Deren letzte Fallhakenleiter ist schließlich im Deutschen Museum in München gelandet“, weiß Hans Biedermann zu berichten.

    Nach der nötigen Konservierungsarbeit, die der Museumsleiter umgehend durchführen will, soll die Leiter im Bayerischen Brauereimuseum am Ende des Rundganges, kurz vor dem Übergang in die „Gläserne Brauerei“, ihre endgültige Position finden. „Die Leiter ist ein weiterer Mosaikstein der vielfältigen Kulmbacher Stadtgeschichte, die wir im Mönchshof gerne zusammentragen“, freut sich Bernhard Sauermann, der die Kulmbacher zudem ermuntern möchte, ihm ihre historischen Schätze für die Museen anzuvertrauen, bevor sie einst auf dem Sperrmüll landen: „Dass alles gleich den Weg in eine unserer Ausstellungen finden kann, kann  ich nicht garantieren, aber wenn sich die neuen Pretiosen didaktisch und vom räumlichen Platzbedarf her unterbringen lassen, machen wir das von Herzen gerne.“

  • Sternekoch Alexander Herrmann packt mit an

    Sternekoch Alexander Herrmann packt mit an

    Heute koch‘ ich – morgen brau‘ ich: besonderer Gast braut besonderes Bier

    Sternekoch Alexander Herrmann packt in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums tatkräftig mit an

    Heute koch‘ ich – morgen brau‘ ich: “Ich bin begeistert, der heutige Brautag hat mir riesig Spaß gemacht und war zudem sehr lehrreich für mich“, erklärte der Sternekoch anlässlich des Brautermins im Mönchshof.

    Zusammen mit Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums, braute er ein besonderes Hellbier: das „Grand Condé“, ein handcrafted Nutty Pink Aperó, gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot.
    „Grand Condé“ – handcrafted Nutty Pink Aperó
    Das „Grand Condé“ kann als Diamant unter den besonderen Bieren der Genussregion Oberfranken bezeichnet werden. Handgefertigt in Zusammenarbeit zwischen Alexander Herrmann und Diplom-Braumeister Sebastian Hacker in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums im Kulmbacher Mönchshof strahlt es wie sein Namensgeber und weltweit einzigartiger Diamant, der „Grand Condé“, in berauschendem, herbstlichem, nussfarbenem Rosa, das gleichzeitig die Leichtigkeit des hellen Bieres bereits in der sanften Karamell- und Fruchtaromanote seines Duftes erahnen lässt.

    Nach malzbetontem Antrunk umspielen feine Aromen von Brombeeren, Waldbeeren und einem Hauch an Kastanie und Dörrobst geschmeidig den Gaumen. Sie werden eingewoben in ein zierliches Band aus exklusiven Hopfensorten: der Hallertauer Callista und der Hallertauer Sorachi Ace. Die feine und doch betonte Hopfennote entwickelt sich langsam und bietet so den Raum, um mit dem „Grand Condé“ immer wieder neue Geschmacks- und Genusserlebnisse zu erfahren.
    Wer dieses Bier verkosten möchte, kann dies in den Restaurants Fränk’ness und Imperial by Alexander Herrmann in Nürnberg tun. 

  • Viele Exponate von der Bäckerei Stamm

    Viele Exponate von der Bäckerei Stamm

    Aufstieg und Ende einer Kulmbacher Bäckerdynastie
    – lebendige Geschichte und Geschichten

    Die Lichter sind längst ausgegangen, der Backofen ist kalt und staubig. Das stattliche Haus der Bäckerei Stamm im Kressenstein wird von den Erben verkauft.

    Die Brüder Hermann und Holger Stamm leben schon seit längerem nicht mehr in Kulmbach und lösen nun den „Hausstand“ auf. Beide sind begeistert vom Bayerischen Bäckereimuseum in Kulmbach und haben deshalb den Museumsleiter Bernhard Sauermann eingeladen, sich mit ihnen gemeinsam die noch verbliebenen Gegenstände anzuschauen, um wichtige Zeit-Zeugnisse des Bäckerhandwerks auszusuchen. Diese Exponate wollten sie dann gerne dem Bäckereimuseum im Kulmbacher Mönchshof überlassen.

    Bernhard Sauermann war in seinem Element – er durfte das Haus vom Dachboden bis in die unterste Etage „durchstöbern“ und hat „dicke Beute“ gemacht: von Backblechen (mit einem dazugehörigen Transportwagen), verschiedensten Kuchenformen, Tortenplatten, Förmchen für allerlei Plätzchen und sonstigen Utensilien für Feinbäckerei über Messer, Messlöffel und Reibeisen bis hin zu Brot- und Brötchenschiebern und letztlich auch einem Werbeschild des alten „Stamm‘schen Bäckerfahrrads“.

    Auf der Suche nach wichtigen Zeugnissen des traditionsreichen Bäckerhandwerks (von links Prof. Hermann Stamm, Museumsleiter Bernhard Sauermann und Holger Stamm) konnte so manches zusammengetragen werden, was die Exponate-Sammlung des Bayerischen Bäckereimuseums in Zukunft bereichern wird.- Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Besondere Schmankerl hatten die Gebrüder Stamm bereits vorweg für den Museumsleiter zusammengestellt: Rezeptsammlungen für Bäckerei und Konditorei aus verschiedenen Jahrzehnten vom Vater, Großvater und Urgroßvater. Tafeln, die in der Backstube als Arbeitsvorlage aufgehängt wurden und weitere Rezeptsammlungen in Form kleiner Büchlein – ein breiter Querschnitt bibliophiler Kostbarkeiten.

    Einen Überblick über die Personal- und Finanzbuchhaltung durch die jahrzehntelange Geschichte des Hauses Stamm geben die Mappe mit Lehrverträgen, die Lohnbücher, aber auch die Tageseinnahmebücher, Kassenbücher und Wareneingangsbücher.

    Den wesentlichen Anteil der Exponate wird Sauermann gerne in die bestehende Inszenierung der Backstube im Herzen des Bayerischen Bäckereimuseums integrieren.

    Geschichten zu den Exponaten

    „Es ist von großem Vorteil, wenn man die Exponate sozusagen aus erster Hand bekommen kann, weil man auch die Geschichten dazu erfährt, die sie erzählen – das macht sie lebendig“, weiß Bernhard Sauermann. „wie zum Beispiel der alte Backofen mit seiner kleinen blauen Glastafel, die auffordert, Brot und Semmeln auch da einzukaufen, wo einem der private Kuchen gebacken wird.“

    Hermann Stamm verriet uns dazu, dass sein Großvater Adam der Urheber dieser Tafel war. Jeden Samstag durften die Leute aus der Nachbarschaft bei ihm nach der Arbeit in der Backstube die Restwärme des Backofens nutzen, um darin ihre selbstgefertigten Sonntagskuchen zu backen – kostenlos! Selbstverständlich ging man davon aus, dass die Nachbarn als Zeichen der Verbundenheit im Gegenzug treue Kunden der Bäckerei seien. Als Adam Stamm jedoch zugetragen wurde, dass einige der Nachbarn ihren täglichen Brot- und Semmelbedarf in anderen Bäckereien deckten, stimmte ihn das sehr ärgerlich und veranlasste ihn zu diesem Schild, das er gut sichtbar neben dem Backofen anbrachte „Wo man Deine Kuchen  backt recht fein – kauf dankbar auch Brot und Semmeln ein!“.

    Bernhard Sauermann bedauert, nicht auch den Backofen mitnehmen zu können, weil die Position in der Ausstellung bereits besetzt ist: „Der erkaltete Ofen brennt uns heute zu erzählen von Krieg und Frieden, von Hunger und Not und von Mangel und Überfluss“. Er brennt noch immer, weil sein Funke übergesprungen ist auf nachfolgende Generationen, wie zum Beispiel auf die beiden Brüder Stamm, und letztlich auch den Museumsleiter zum Glühen gebracht hat.

    Mit einem selbstgebastelten Schild wies Adam Stamm seine „lieben“ Nachbarn nachdrücklich darauf hin, dass er sich wünschen würde, dass man sein Entgegenkommen mit Kundentreue honorieren würde. – Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Zur „Verstärkung“ hatte Sauermann seine Frau mit zu dem Termin mitgenommen, die den Aufbau des Bäckereimuseums federführend geleitet hatte. Sie sollte mit ihrem fachkundigen Blick helfen, unter dem Motto „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ diejenigen Exponate herauszufiltern, die für das Museum relevant sind. Sigrid Daum-Sauermann zeigte sich besonders erfreut über einen kleinen Block von „Brotmarken“, den ihr die Brüder Stamm übergaben: „Lebensmittelmarken wie diese Brotmarken sind sehr selten zu finden – wir hatten bislang keine in unserer Sammlung. Sie wurden in der Regel in Notzeiten, vor allem im Krieg, an die Bevölkerung ausgegeben, um den allgemeinen Mangel an lebensnotwendigen Konsumgütern besser verwalten zu können. Sie wurden auch noch nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 eine Zeitlang ausgegeben, solange Nahrungsmittel noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung standen.“

    Hermann Stamm erzählt dazu: „Eine Lebensmittelmarke ist ein von öffentlichen Behörden ausgegebenes Dokument zur Bescheinigung, dass der Besitzer ein bestimmtes Lebensmittel in einer bestimmten Menge kaufen darf – ohne Marke, kein Brot. Die Bäcker waren dazu angehalten, Brot ausschließlich gegen Marken abzugeben – Zuwiderhandlungen waren (vor allem in Kriegszeiten) mit drastischen Strafen belegt. Mein Großvater hatte ein gutes Herz und half trotzdem so gut er konnte mehr als einmal, wenn Familien Hunger litten, ihnen aber die Brotmarken ausgegangen waren – ein riskantes Unterfangen.“

    Ein stattliches Gebäude und jede Menge Familiengeschichte

    Sauermann ist bekanntermaßen „immobilienaffin“ und schwärmt von dem postbarocken Gebäude im Markgräflerstil, in dem über Jahrzehnte professionell gebacken wurde: „Nicht nur handliche Exponate erzählen uns etwas zur Firmengeschichte, sondern auch das Gebäude im Kressenstein ist ein wichtiges Zeit-Zeugniss des Bäckerhandwerks. Der Begriff ‚Stammhaus‘ gewinnt eine neue Bedeutung – zum einen gehörte es der Familie Stamm, zum anderen  war es das Stammhaus einer stattlichen Bäckerdynastie“.

    Der Standort des ehemaligen „Bayreuther Stadttores“ ist am Gebäude Kressenstein 28 noch gut abzulesen, da es deutlich vor die Straßenflucht tritt – Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Sauermann weist darauf hin, dass hier der Standort des ehemaligen Bayreuther Tores war, das die Stadt nach Westen hin abschloss: „Das imposante Sandsteinquader-Gebäude mit Mansarddach wurde 1811 als Wohnhaus errichtet. Ab 1866 wurde darin eine Präparandenschule eingerichtet, das heißt, dort konnten sich Schüler nach dem Ende der Volksschule zur Ausbildung zum Volksschullehrer vorbereiten lassen.“

    1907 beginnt sich die Familiengeschichte der Stamm-Dynastie in dem Gebäude Kressenstein Nr. 28 zu etablieren.  Hermann Stamm: „Mein Urgroßvater Ferdinand Stamm kauft das Haus, um darin eine Bäckerei mit Konditorei einzurichten. Ferdinand war eine imposante ‚Gründervater-Figur‘.

     

    Der Gründer des Stamm´schen Familienunternehmens Ferdinand Stamm mit seiner Gattin Frederike

     

    Er führt das Unternehmen mit großem Erfolg und hatte als Nachfolger seinen Sohn Heinrich im Auge, den er zu diesem Zweck auch entsprechend ausbildete. Heinrich Stamm hatte Geschick und freute sich auf die Aufgabe, bald den elterlichen Betrieb zu übernehmen. Der Krieg zerstörte, wie in vielen Familien, die Zukunftspläne, Heinrich fiel 1918 im ersten Weltkrieg  auf dem Schlachtfeld – er starb übrigens an der Front als Brotausträger für die Schützengräben durch eine Granate.

    Eine Ehrenurkunde von der Stadt Kulmbach für die Hinterbliebenen  gehört ebenfalls zu dem Konglomerat, das wir dem Bäckereimuseum überlassen.“

    Nun musste kurzerhand sein Bruder Adam (der Großvater der Brüder Hermann und Holger Stamm) in die Bresche springen, der die Aufgabe sehr gewissenhaft übernahm – seine akribisch geführten schriftlichen Unterlagen geben Zeugnis von der Ernsthaftigkeit, mit der er sie ausführte. „Unter seiner Leitung entwickelte sich die Bäckerei Stamm zur Versuchsbäckerei der Firma Ireks und die Bäckerei Stamm  hat auch die ersten Prototypen von Softeis für die heutige Firma Lumen mit großem Erfolg verkauft“, erzählt Hermann Stamm mit gewissem Stolz.

    „Für meinen Vater Hans war von Anfang an klar, dass er die Bäckerei, den Laden sowie das zwischenzeitlich hinzugekommene Café weiterführen will – tatkräftig unterstützt von meiner Mutter Hildegard, so Hermann Stamm. Sigrid Daum-Sauermann konnte sich gut an die hervorragende Qualität der Backwaren erinnern: „einen beachtlichen Teil meines Taschengeldes trug ich in den Bäckerladen auf meinem Weg zur staatlichen Realschule in der Pestalozzistraße und tauschte ihn gegen leckeren ‚Bienenstich‘ für die große Pause ein.“

    Hans Stamm investierte in eine neue Einrichtung für den Laden, die von der heimischen Firma Schrutka eingebaut wurde.- Foto Archiv Bayerisches Bäckereimuseum

    Hans Stamm war nicht nur ein begnadeter Bäcker, sondern hatte auch bemerkenswerte künstlerische Talente. Holger Stamm erinnert sich: „Unser Vater hat früher sehr gut Geige gespielt (sein Vorbild war Helmut Zacharias) und auch ein bisschen Schlagzeug. Er  konnte auch gut malen und zeichnen. Als er in den 2. Weltkrieg musste, war es aber danach vorbei mit Geige oder Kunst. Im Rentenalter hat er dann nochmal angefangen zu malen.“ 

    Hermann und Holger Stamm mussten beide das Bäckerhandwerk erlernen, wie es zur damaligen Zeit noch durchaus üblich war, wenn es darum ging, die Nachfolge für einen Familienbetrieb zu sichern. Gleichzeitig wurden sie aber von den Eltern dahingehend unterstützt, bei Ihrer endgültigen Berufswahl vor allem ihren ureigenen persönlichen Wünschen und Neigungen  genügend Raum zu lassen.

    Hans und Hilde Stamm führten die Bäckerei mit Café bis Oktober 1990, dann verpachteten sie die Bäckerei (aus gesundheitlichen Gründen – Hans Stamm hatte einen Schlaganfall) an Bäckermeister Dieter Neuber und Frau Ingrid.  Danach waren Bäckerei und Laden in verschiedenen Händen, zuletzt bei Mary Desik. Ihrer Vollwertpfanne mit vegetarischem, „handgefertigtem“ Mittagsimbiss trauern noch heute viele Kulmbacher nach.

    Das Café übernahm 1990 Günter Doppel das Café , 2014 die Pächterin Sabine Eichner und die aktuelle Pächterin Katja Jochim,  die das  es als „Alpha Café“,  als einen „gemütlichen Ort zum Frühstücken und Verweilen“,  betreibt.

    Die Bäckerbuben in modernen Zeiten

    Beide, Hermann und Holger Stamm hatten nicht nur die Liebe zum Bäckerhandwerk von ihrem Vater geerbt, sondern auch seine künstlerischen Gene.

    Hermann Stamm hat ein Studium als Grafik-Designer hinter sich (Schwerpunkt Kommunikation/Fotografie). Mit einem Abschluss als Diplom-Designer ist er heute ein bedeutender deutscher Fotokünstler und Professor für Visuelle Kommunikation und Fotografie an der Bauhaus-Universität in Weimar (seit Oktober 2019 emeritiert).

    Seit 1977 sind seine Arbeiten bei zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen zu sehen und seine Liste diverser Preise ist lang. Lehraufträge, Vortragstätigkeit, Workshops an verschiedenen Hochschulen führten ihn durch ganz Deutschland – immer wieder auch zurück nach Kulmbach, seiner Heimatstadt.

    Sigrid Daum-Sauermann zu Stamms Publikationen: „Hermann Stamm hat schon vor Jahrzehnten Bilder gemacht, die ihn als kritischen Zeitzeugen politischen Geschehens dokumentieren – auf den ersten Blick ähneln sie den heutigen Selfies, an die damals noch niemand dachte.“

    Es gibt über 6000 Selbstportraits, die er nunmehr seit 45 Jahren als Dokument der Zeitgeschichte.

    Sieht aus wie ein Selfie, ist aber Kunst: Hermann Stamm hat sich hier als „fragender Zeitzeuge“ am 1. Mai 1986 in West-Berlin vor dem Chaos fotografiert, das er nach der heftigen Demonstration in Kreuzberg vorfand. – Foto: Hermann Stamm

    Holger Stamm hat vor allem die musikalische Ader des Vaters geerbt – er ist Gitarrist geworden – und das auch mit Bedeutung über den „Kulmbacher Tellerrand“ hinaus. Er gehörte einst als regionaler Star zur Rockszene der 70er im oberfränkischen Raum und dann  zum Urgestein der Nürnberger Musik-Szene.

    Holger Stamm: „Mit acht Jahren fing ich an, Klavier zu lernen, klassischen Unterricht, fünf Jahre lang. Aber da hatte ich noch nicht den Wunsch, Musiker zu werden. Mit 13 wechselte zur Gitarre. Das war die Zeit von Hendrix, Deep Purple und  Alvin Lee – das hat mich sehr begeistert. Mit 13 dann die erste Band: “The minis“.
    Schier endlos ist die Liste der Bands, in denen er gespielt hat – von den local heros „Vampires“ und „Geisha“ über die Nürnberger Art-Rock-Gruppe „Kaminski United“, von „no drums“ bis zur „Wundertüte“. Seine Vielseitigkeit ist erstaunlich – er schrieb Filmmusik für das Bayerische Fernsehen, arbeitete mit Katja Ebstein, mit Mary Roos, Peter Kraus, Costa Cordalis und Roberto Blanco, hatte einige Weihnachts-Auftritte mit Enrico de Paruta und Valerie May, aber auch Gigs mit dem Blues-Urgestein Klaus Brandl.

    Außerdem produzierte er einige sehr interessante CDs, wie z. B. „Go Lep-Lai-Lai“, eine akustische Reise durch Thailand, oder „Die drastischen Monastrischen“, bei der er sämtliche Gitarrenparts selbst übernahm.

    Hermann Stamm: „Auch ich habe übrigens Schlagzeug gespielt und war neben einem Engagement bei den Vampires bei den Kulmbacher Bands Tin Sin and Wire und Airport Drummer. Zuletzt war ich Drummer in unserer Professoren Band in Weimar an der Bauhaus Uni. Als alternde Rockstars spielten wir die 80ziger rauf und runter.“

    Zwischen diesen beiden Fotografien liegen gut 50 Jahre. Links: Holger Stamm 1969 als 13-Jähriger bei seiner ersten Band The Minis. Rechts: Der Nürnberger Gitarrist heute. Damals war er schon der Schwarm der Kulmbacher Mädels – Holger Stamm, der von Klavier auf die „coole Gitarre“ umgestiegen war – seinen Charme hat er sich bis heute bewahrt – Fotos: Holger Stamm

     

    Beide „Bäckerbuben“ blicken heute auf ein erfülltes Künstlerdasein, das sie  „draußen in der Welt“ führten und noch führen. Aber beide pflegen und lieben auch ihre Kulmbacher Wurzeln. Für sie ist es nun an der Zeit, das Kapitel „Bäckerei Stamm“ zu schließen und den Weg frei zu machen für eine gedeihliche Zukunft des Anwesens im Kressenstein. Man darf gespannt sein, was der potentielle Käufer daraus macht.

    Dass die Geschichte der „Bäckerdynastie Stamm“ nicht verloren geht, dafür haben die Brüder Stamm gesorgt, indem sie die historischen Zeugnisse  dem Archiv des Bayerischen Bäckereimuseums im Mönchshof überlassen haben. Museumsleiter Bernhard Sauermann: „Bei uns sind die Exponate höchst willkommen, werden nicht nur registriert und sorgfältig aufbewahrt, sondern weitestgehend in die bestehende Ausstellung integriert werden.“

    Mehr „Geschichte und Geschichtla“ aus der Bäckerei Stamm kann man in Kürze im Museum im Mönchshof (4. Stock) aus erster Hand erfahren: der Museumsleiter hat die beiden „Bäckersbuben“ eingeladen, dort „aus dem Nähkästchen zu plaudern“ – sicher ein Vergnügen. Selbstverständlich alles nach Corona-tauglichen Maßstäben.

  • Wie kam die Kartoffelpresse über die Grenze?

    Wie kam die Kartoffelpresse über die Grenze?

    Eine deutsch/deutsche Geschichte über Flucht, neue Heimat und Wiedervereinigung auf Raten

    Von Sigrid Daum-Sauermann

    „Jeden Sonntag gab es Klöße und meistens dazu einen Karnikelbraten“, erinnert sich Edeltraud Gerlinger, als sie und ihr Mann mit allerlei Küchenutensilien bei Bernhard Sauermann, dem Museumsleiter im Mönchshof, ankam. Es waren ihr wertvolle Gegenstände aus ihrer thüringischen Heimat, von denen sie sich nun trennen wollte. Im Gepäck hatte sie neben einem tönernen Topf zum Einmachen von Gurken, einem Honigtopf und einem Schmalztopf alles, was eine tüchtige thüringische Hausfrau zum Klößemachen braucht: die große Reibe und die Schüssel, in die am Sonntag die Kartoffeln gerieben wurden sowie die hölzerne Kartoffelpresse mit den dazugehörigen Säckchen für die geriebene Kartoffelmasse und nicht zu vergessen, den Quirl. „Oft sind es die kleinen Dinge, die große Geschichte schreiben“, resümiert Bernhard Sauermann. „Sie berichten von Menschen, ihren großen und kleinen Nöten und ihrem Glück. Von daher sind sie es allemal wert, mit ihrer Botschaft im Museum zu überdauern“.

    Edeltraud Gerlinger erinnert sich: „Schon am Samstag begannen die Vorbereitungen und die damit verbundene Aufregung. Wir Töchter mussten die Kartoffeln schälen. Berge von Kartoffeln, denn die Klöße mussten für zwei Tage reichen. Und zwar nicht irgendwelche Kartoffeln, sondern sie mussten eine ganz bestimmte Konsistenz und Färbung haben – nicht zu fest und schön goldgelb wollte sie meine Mutter haben.“ Man sieht es ihr an, dass sich die Begeisterung der Mädels damals wohl in Grenzen gehalten hat.

    „Und jeden Sonntag waren wir von neun bis vierzehn Uhr mit der Zu- und Nachbereitung des Mittagessens in der Küche beschäftigt. Zuerst wurden zwei Drittel der rohen Kartoffeln gerieben. Wie oft gab es dabei blutige Finger… und ein Drittel der Kartoffeln wurde mit Salz zu einem Brei gekocht.“ Dann wurden die geriebenen Kartoffeln nach und nach portionsweise in die Baumwollsäckchen gefüllt und mit der hölzernen Kartoffelpresse  die Flüssigkeit herausgepresst. Zu der nun trockenen Kartoffelmasse gab man die zurückgebliebene Kartoffelstärke dazu, brühte dies mit dem heißen Kartoffelbrei und vermengte alles mit einem großen hölzernen Quirl zu einem lockeren Kloßteig. „Dieser Quirl wurde sehr in Anspruch genommen und hielt immer nur etwa ein Jahr. Jedes Jahr wurde der Christbaum danach ausgesucht, ob der Stamm eine Reihe Zweige aufwies, aus denen sich gut ein Quirl schnitzen ließ.  „Es war eine Wissenschaft für sich, genau soviel Wasser zuzugeben, dass der Teig weich genug war für die „richtigen Thüringer Klöße“, die fast auseinanderfließen sollen, aber eben nur fast.

    Die Familie lebte in Arnsbach, das liegt zwischen Saalfeld  und Probstzella. Der Vater von Edeltraud Gerlinger, Walter Schütze, hatte dort ein stattliches Säge- und Hobelwerk mit Holzgroßhandlung, bis er im Juli 1949 von der sowjetischen Besatzungsmacht inhaftiert und enteignet wurde. Die Haftbedingungen waren hart und Walter Gerlinger wurde krank und als „nicht haftgeeignet“ in den gesicherten Trakt des Krankenhauses in Saalfeld  gebracht.

    Der 7. Oktober 1949 brachte eine weitere Aufregung in das Leben der thüringischen Familie. Der 2. Deutsche Volksrat erklärte sich zur Provisorischen Volkskammer und setzte die Verfassung der DDR in Kraft, womit die Deutsche Demokratische Republik gegründet war und unverzüglich mit der Abriegelung ihres Hoheitsgebietes begann.

    Es war der 9. November 1949 als Edeltraud  bei Nacht und Nebel mit ihrer Mutter und ihrer Schwester ihren Heimatort Arnsbach  verließ. Sie „befreiten“ Walter Schütze,  um in einer mühsamen Route erst einmal über Ost- nach Westberlin zu gelangen. Wegen der zu erwartenden Kontrollen auf dem Territorium der soeben gegründeten Deutschen Demokratischen Republik musste die Familie darauf verzichten, außer den Kleidern, die sie am Leib trug, irgendwelche weitere Kleidung, Hausrat oder Einrichtungsgegenstände mitzunehmen. Den Kindern wurde eingeschärft, nichts zu sagen, wenn Beamte der Volkspolizei sie fragen würden. Die damals 8-jährige Edeltraud spürt heute noch die große Last, die ihr damit aufgebürdet wurde, denn wäre die Flucht aufgeflogen, hätte das für die Familie wegen Republikflucht Internierung oder Schlimmeres bedeutet.

    Von Westberlin führte ihre Flucht dann per Luftbrücke nach Frankfurt am Main und von dort per Bahn nach Kulmbach in die Blaich. Der damalige Kulmbacher Polizeichef Ernst Pongratz und seine Familie gewährten den Flüchtlingen in ihrer Wohnung Unterkunft  und die beiden Mädchen gingen fortan in die Blaicher Schule. Edeltraud Gerlinger erinnert sich noch dankbar an diese Zeit: „ Die großzügige Unterstützung der Familie Pongratz hat meinen Eltern und uns Kindern wieder `auf die Beine geholfen` und die  Schulspeisung hat uns das Überleben gesichert. Der Hausmeister mochte uns. Er wusste, dass wir absolut mittellos waren und gab uns immer noch ein bisschen was für zuhause mit.“

    Sehr gut konnte sie sich noch an „die gute Blutwurst von Sauermann“ erinnern und an die leckeren Schweinshaxen ,was den Museumsleiter außerordentlich erfreute.

    Der Vater von Edeltraud Gerlinger, Walter Schütze, hatte in Arnsbach ein stattliches Säge- und Hobelwerk mit Holzgroßhandlung wegen der Enteignung zurücklassen müssen. In Kulmbach war er arbeitslos. Durch Zufall bekam er Kontakt zu Geheimrat Fritz Hornschuh, der in Mainleus auch ein Sägewerk besaß. Ihn konnte er in holztechnischen Fragen gut beraten. Das Honorar dafür nutzte er als Startkapital, um sich in Döllnitz die Schneidmühle zu pachten und einen Holzhandel zu beginnen. 1955 gründete er dann in Krummefohre eine Fabrik, in der er Holzgestelle für Polstermöbel im Coburger Raum herstellte.

    Anfänglich wohnte die 4-köpfige Familie Schütze in der Döllnitzer Mühle in 1 ½ Zimmern und konnte aber bereits 1953 in der Siedlung Mannsflur zu einem eigenen Häuschen gelangen, dessen Haushalt Edeltraud Gerlinger nun auflöste und einige Stücke davon den Museen im Mönchshof übergab.

    Bleibt nur noch die Frage, wie kamen diese Sachen aus Thürigen nach Oberfranken? „Während des ersten Sommers in Kulmbach waren die Grenzen noch nicht überall durch Zäune gesichert, sondern es gab Patroullien. Unsere zurückgebliebene Verwandtschaft in Thüringen hatte ausgekundschaftet, dass es ein Zeitfenster von etwa 1 Stunde gab, in der die Grenze der thüringisch/bayerischen an einer bestimmten Stelle bei Falkenstein (Probstzella/Lauenstein) unbewacht war. Dorthin sind wir dann Sonntag für Sonntag mit ein bisschen Brotzeit „zum Heidelbeerenpflücken“ gefahren, das war jedes mal ein kleines Familientreffen mit den Verwandten aus dem Osten. Dabei hat meine Großmutter immer etwas aus unserer ehemaligen Wohnung mitgeschleppt, soviel sie tragen konnte. Eine Wiedervereinigung auf Raten mit unserem Hausrat. Einmal war es eine Schreibmaschine, einmal eine Standuhr und ab und zu Küchengeräte, wie zum Beispiel die ganz wichtige Kartoffelpresse. Nun konnte es Sonntags wieder Thüringer Klöße geben, ganz wie in der ehemaligen Heimat.

    Das Ehepaar Edeltraud und Karl Gerlinger (Mitte) „beliefern“ die Museen im Mönchshof mit allerlei historischem Hausrat, der eine ganz eigene Geschichte der Wiedervereinigung erzählt. Mit im Bild Karola Helm, Verantwortliche für das Museumspädagogische Zentrum und Eventmanagerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof (links) und geschäftsführender Museumsleiter Bernhard Sauermann.

  • Focaccia Wettbewerb 2020

    Focaccia Wettbewerb 2020

    Focaccia Wettbewerb 2020

    Die Jury

    Uschi Prawitz (Juniorakademie Museen im Mönchshof), Ingrid Flieger (Landratsamt Kulmbach), Stephan Pröschold (Leiter Stadtwerke Kulmbach), Dr. Helga Metzel (GF Museen im Mönchshof), Alexander Müller (Bayerische Rundschau) und Norbert Heimbeck (GF Genussregion Oberfranken) (v.l.n.r.) waren begeistert von der Kreativität und dem Ideenreichtum der eingesandten Beiträge.

    „Zeigt uns euren Focaccia-Garten“ – so lautete der Aufruf der Juniorakademie zu unserem Backwettbewerb.

    Wir freuen uns, daß wir uns bei allen Teilnehmern mit schönen Sachpreisen bedanken können – denn DEN einen Sieger kann es bei so vielen tollen Einsendungen gar nicht geben! Alle Teilnehmer wurden und werden schriftlich benachrichtigt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unsere Sponsoren, die uns großzügig unterstützt haben:

    Bayerische Rundschau, Stadtwerke Kulmbach, Landratsamt Kulmbach


    Klara Moser


    Jasmin Prawitz


    Fabian und Sofia Schulz


    Finja Strobel


    Niclas Strobel


    Lina-Marie Bergmann


    Mia Sonntag


    Sam-Leo Kirchner


    Hanna Salzer


    Hannes Schuster


    Helena Müller


    Maria Müller


    Klara Schwarz