Autor: janosch

  • „Sie sind ein Gewinn für die Stadt“

    „Sie sind ein Gewinn für die Stadt“

    Elf Persönlichkeiten und Organisationen wurden mit der Stadtmedaille, dem Ehrenwappen sowie der Silbernen und Goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet.Fotos: Sonny Adam
    Elf Persönlichkeiten und Organisationen wurden mit der Stadtmedaille, dem Ehrenwappen sowie der Silbernen und Goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet.Fotos: Sonny Adam

    VON SONNY ADAM – Bayerische Rundschau vom 25.10.2024 

    Kulmbach Vorbilder sind sie alle. Das sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann bei der großen Festsitzung in der Dr.-Stammberger-Halle und zeichnete verdiente Kulmbacher Persönlichkeiten aus. „Vorbilder zeichnen sich durch besondere, einzigartige Qualitäten und Erfolge aus, die uns als Gesellschaft ansprechen. Ein Vorbild verkörpert wertvolle Werte wie Integrität, Engagement, Erfolg und soziale Verantwortung“, so der Oberbürgermeister. Dabei gehe es nicht immer unbedingt darum, Zeitgeschichte zu schreiben. Die Persönlichkeiten, die ausgezeichnet wurden, sind durch außergewöhnliches Engagement zum Wohl der Heimatstadt Kulmbach aufgefallen.
    „Danke für Ihre Leidenschaft, Dinge anzupacken. Danke für Ihren Mut, auch schwierige Wege zu gehen. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Mitmenschen zu unterstützen oder ihnen die helfende Hand zu reichen. Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Stadt Kulmbach und ihre Bürgerinnen und Bürger“, so der Oberbürgermeister.

    Höchste Auszeichnung an Unternehmer

    Die höchste Auszeichnung – nämlich die Goldene Bürgermedaille – erhielten der Unternehmer Gerd-Dietmar Kohlrusch und der Unternehmer Stefan Soiné. Gerd-Dietmar Kohlrusch ist ein visionärer Unternehmer und war Chef der inzwischen verkauften Firma Wiegel. Er hat das Unternehmen 2005 übernommen, hat die Anzahl der Mitarbeiter verdoppelt und den Umsatz verdreifacht. Aus dem Handwerksbetrieb wurde eine nationale Größe im Lüftungsbau. „Gerd-Dietmar Kohlrusch steuerte das Unternehmen gezielt in Richtungen, die zukunftsträchtig waren und sind. Damit sicherte er Arbeitsplätze in der Stadt Kulmbach und trug deren Namen positiv nach außen“, lobte der Oberbürgermeister. Auch beim Verkauf war ihm der Erhalt der Arbeitsplätze wichtiger als der Gewinn. Aus dem Unternehmen wurde die Firma Spie. Kohlrusch hat sich aber auch durch soziale Projekte und seine Kunstsammlung einen Namen gemacht. Außerdem gründete er 1998 die GDK Unternehmensberatung und half vielen Firmen bei der Gründung. Kohlrusch hat sich darüber hinaus als Erfinder im Bereich Durchlauferhitzer betätigt. Er engagiert sich beim Rotary Club und sammelt leidenschaftlich Kunst. Vor wenigen Wochen hat er einen Einblick in seine Pop Art-Sammlung auf der Plassenburg gegeben.
    Auch der zweite Preisträger der Goldenen Bürgermedaille – Stefan Soiné – kommt aus der Wirtschaft. Soiné war nach seinem Studium in Agrarökonomie und Brauwesen an der TU München-Weihenstephan erst bei Pfanni, später war er in einem Ingenieurbüro tätig, das sich auf die Planung technischer Anlagen in der Lebensmittel- und Brauereibranche spezialisiert hat. 1986 gründete er eine Firma, die Gasthaus- und Kleinbrauereien in aller Welt baute. Auch das gläserne Sudhaus in der Mönchshof stammt von ihm. Seit 1992 ist Stefan Soiné bei Ireks tätig. Sein Zuständigkeitsbereich wuchs stetig. Als Neffe des Kulmbacher Ehrenbürgers Hans Albert Ruckdeschel ist Soiné Ur-Ur-Enkel des Ireks-Firmengründers. Doch Oberbürgermeister Ingo Lehmann würdigte in seiner Laudatio auch das vielfältige ehrenamtliche Engagement des „Unternehmers mit Leib und Seele“. Soiné ist mitverantwortlich für die Weiterentwicklung von Ireks zum Marktführer.
    Landrat Klaus Peter Söllner zollte den beiden herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten größten Respekt. „Wir brauchen euch. Wir brauchen eine starke deutsche Wirtschaft!“, sagte der Landrat deutlich und riet, mit Optimismus in die Zukunft zu gehen. Bei der Preisverleihung bezeichnete Bürgermeister Frank Wilzok alle Geehrten als „Gewinn für die Stadt“. Während Wilzok für die Begrüßung verantwortlich zeichnete, übernahm Bürgermeister Ralf Hartnack den Dankespart. Alle Geehrten seien ein „Aushängeschild für Kulmbach“, so Hartnack. Die Festsitzung in der Dr.-Stammberger-Halle wurde vom Barfly-Trio musikalisch umrahmt.
    Die Silberne Bürgermedaille wurde an folgende Persönlichkeiten verliehen: Sigrid Daum-Sauermann und Bernhard Sauermann für ihr einzigartiges Engagement für die Museen im Mönchshof. Das Ehepaar arbeitete Hand in Hand, wirkte an der Gründung des gemeinnützigen Vereins, an der Etablierung des Bayerischen Brauereimuseums mit. Heute sind auf dem Gelände auch das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum angesiedelt sowie ein Museumspädagogisches Zentrum.
    Dr. Andreas Hölscher hat die insolvente Firma Galler Lager- und Regaltechnik GmbH aufgekauft und mit hohem unternehmerischem Risiko das Unternehmen gerettet und zukunftsfähig weiterentwickelt. Außerdem siedelte er die Firmen Rack and roll GmbH und BOT Oberflächentechnik GmbH in Kulmbach an. Insgesamt haben alle Unternehmen 180 Mitarbeitende.
    Stephan Pröschold stand 32 Jahre lang an der Spitze der Stadtwerke Kulmbach und hat das städtische Unternehmen zu einem leistungsfähigen, für die Zukunft gut aufgestellten Versorger und Dienstleister für die Bürger der Stadt Kulmbach entwickelt.

  • Ehrungen mit silberner Bürgermedaille der Stadt Kulmbach

    Ehrungen mit silberner Bürgermedaille der Stadt Kulmbach

    Kulmbacher Museumsmacher geehrt für ihr Lebenswerk

    Nun ist es amtlich, die ehemalige Leiterin des Kulmbacher Mönchshofs Sigrid Daum-Sauermann und der scheidende Geschäftsführer und Museumsleiter der Museen im Kulmbacher Mönchshof, Bernhard Sauermann, wurden von der Stadt Kulmbach mit der silbernen Bürgermedaille „für ihr einzigartiges Engagement für die Museen im Mönchshof“ geehrt.

    „Das Ehepaar arbeitete Hand in Hand, wirkte an der Gründung des gemeinnützigen Vereins, an der Etablierung des Bayerischen Brauereimuseums mit. Durch seinen grandiosen Einsatz sind auf dem Gelände heute neben dem Bayerischen Brauereimuseum auch das Bayerische Bäckereimuseum und das Deutsche Gewürzmuseum angesiedelt sowie ein Museumspädagogisches Zentrum – eine lebendige kulturhistorische Visitenkarte unseres Lebensmittelstandorts Kulmbach.“ Das sagte Oberbürgermeister Ingo Lehmann, als er bei der großen Festsitzung in der Dr.-Stammberger-Halle verdiente Kulmbacher Persönlichkeiten auszeichnete. „Sie sind Vorbilder und zeichnen sich durch besondere, einzigartige Qualitäten und Erfolge aus, die uns als Gesellschaft ansprechen. Ein Vorbild verkörpert wertvolle Werte wie Integrität, Engagement, Erfolg und soziale Verantwortung“, so der Oberbürgermeister. Die Persönlichkeiten, die ausgezeichnet wurden, sind durch außergewöhnliches Engagement zum Wohl ihrer Heimatstadt Kulmbach aufgefallen. „Danke für Ihre Leidenschaft, Dinge anzupacken. Danke für Ihren Mut, auch schwierige Wege zu gehen. Danke für Ihren Einsatz. Danke für Ihren unermüdlichen Einsatz für die Stadt Kulmbach und ihre Bürgerinnen und Bürger“.

    Sigrid Daum-Sauermann hat als Museumsfachfrau und ehemalige Geschäftsführerin unermüdlich und erfolgreich Ihre Ziele verfolgt, war verantwortlich für das wissenschaftliche Konzept, die künstlerischen Inhalte, Gestaltung, Finanzierung und Mittelbeschaffung. Seit einigen Jahren „eigentlich“ im Ruhestand, ist sie gegenwärtig wegen temporärer Vakanz der Kuratoren-Position interimsmäßig eingesprungen und arbeitet an der Vorbereitung eines zeitgemäßen Ergänzungs- und Erweiterungsprojektes für die bestehenden Museumsbausteine, sehr zur Freude des Museumsvereins – denn stets muss sich ein Museum weiterentwickeln, den sich kontinuierlich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht werden. Stillstand ist Rückschritt und Rückschritt ist Untergang!

     

     



    Sigrid Daum-Sauermann und Bernhard Sauermann geehrt von OB Ingo Lehmann mit der silbernen Bürgermedaille, Blumenstrauß und Urkunde – Bernhard Sauermann quittiert den Erhalt.

    Der amtierende Museumsleiter Bernhard Sauermann war dabei ein idealer Partner – zuständig für Aufbau und Pflege des gesamten Sammlungsbestandes. Schwerpunktmäßig hatte er neben der Exponate-Organisation die fachübergreifende Bauleitung zu verantworten wie auch die

    Mittelverwendung, was ihm als gelernten Diplomkaufmann besonders am Herzen lag und dem Unternehmen bis heute einen geordneten Haushalt garantiert.

    Das Haus ist heute bestellt, ruht sattelfest auf tragfähigem Fundament, genießt bis nach weit außerhalb der Region ein hohes Ansehen und ist rundum fit für die Zukunft.

    Jetzt ist es wichtig, eine klare Nachfolgeplanung zu organisieren, um eine kontinuierliche Geschäftsführung sicherzustellen. Deshalb hat der Vereins-Vorstand Dr. Matthias Gebauer rechtzeitig als Nachfolger für Bernhard Sauermann in der Museumsleitung vorgesehen, der seit nahezu 35 erfolgreichen Betriebsjahren dieser Tage ebenfalls seinen wohlverdienten Ruhestand plant. Es steht somit ein epochaler Generationen-Wechsel in´s Haus und „die Alten“ machen gerade den „Jungen“ mit den vielfältigen Aufgaben des Musemsalltags und der Geschäftsführung vertraut.

  • Frankenschau – Bayerischer Rundfunk berichtet

    Frankenschau – Bayerischer Rundfunk berichtet


    Das Gewürzmuseum in Kulmbach

    13.10.2024 ∙ Frankenschau ∙ BR

    In Kulmbach wurde den Gewürzen der Welt ein Denkmal gesetzt. Im Deutschen Gewürzmuseum können sich die Besucher auf eine Reise mit allen Sinnen begeben. Es riecht nach großer weiter Welt.

    Bild: Screenshot/br

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  • „Ratskeller-Abend“ Fränkische Wirtshauskultur

    „Ratskeller-Abend“ Fränkische Wirtshauskultur

    Veranstaltung im MUPÄZ am 6. 10. 2024

     

    Als Peter Weith und Matthias Bergmann (beide im Vorstand der Freunde der Plassenburg“) vor ein paar Wochen mit der Idee auf uns zukamen, bei uns im Museumspädagogischen Zentrum (kurz MUPÄZ) einen „Ratskeller-Abend“ durchzuführen,

    – zu dem nur einige ausgewählte Gäste eingeladen werden,

    – an dem Wolfgang Bergmann kocht

    – und die Familie Bergmann den Service übernimmt,

    waren wir alle sofort Feuer und Flamme.

    28 Jahre lang hatte die Familie Bergmann den „Ratskeller“ geführt, bevor sie sich vor 23 Jahren zur Ruhe setzten. Jetzt wollten sie einen Abend lang die Erinnerung lebendig werden lassen. Ein Abend mit gelebter Kulmbacher Wirtshaustradition – was kann man sich denn passenderes für unser MUPÄZ wünschen.

    Herzlichen Dank nochmals an Peter Weith und Matthias Bergmann für die Idee und die Organisation dieser wundervollen „Museumspädagogischen Aktion“ .

    Die absoluten Stars des Abends: Ella und Wolfgang Bergmann.

    Wolfgang hat sich für uns aufgemacht, und in der Koch- und Backschule den Kochlöffel in altbewährter Weise geschwungen, um uns seine beliebten Schmankerln auf den Teller zu zaubern.

    Die Bergmanns – eine Kulmbacher Wirtsfamilie mit besonderer Bindung zur Mönchshof-Brauerei – und zum Mönchshofbier.

    Begründet wurde dies durch den Vater von Wolfgang (Alfred Bergmann), der bei Mönchshof Betriebselektriker war und mit seiner Familie im Mönchshof-Bräuhaus wohnte – damals „Klosterkeller“. Kein Wunder, dass aus Wolfgang ein Gastronom wurde.

    Allerdings arbeitete er erst einige Zeit als Schiffskoch, bevor er mit seiner Ella den Ratskeller am Kulmbacher Marktplatz übernahm und daraus die beliebte Traditionsgaststätte machte, dem beliebten Treffpunkt Kulmbacher Bürger, dem wir heute alle noch nachtrauern.

    Das mittelalterliche Gebäude am Marktplatz, gleich neben dem Rathaus hatte damals bereits eine bewegte Vergangenheit: einst Schlachthof, dann Postamt, Bürgermeisterwohnung und schließlich ein honoriges fränkisches Wirtshaus, dem die Bergmanns ihren Stempel aufgedrückt haben.

    …und das im übrigen ein verwunschenes Nebenzimmer hatte, das kaum einer zu sehen bekam, es sei denn, er gehörte der sagenumwobenen Gemeinschaft der „Schlaraffen“ an, die sich regelmäßig dort trafen – ein Männerbund zur Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor. Diese Gemeinschaft hat nach der Schließung hier bei uns im Mönchshof Unterschlupf gefunden und wird nun vom Museumsteam liebevoll umsorgt…

    Das „Gastro-Gen“ wurde erfreulicherweise in der Familie Bergmann weitervererbt – Enkel Tim hat sich entschlossen, auch Koch zu lernen.

    Tim unterstützte seinen Opa beim Kochen und auch die übrige Familie half am Sonntagabend zusammen, um den Gästen einen unvergesslichen Abend zu bescheren.

    Wolfgang Bergmann hat seine Kochkunst nicht verlernt, knapp vierzig Gäste konnten die Kochkünste genießen:

    – Zanderfilet an Lauch-Sahnesauce mit Möhrchen und Kartoffeln und

    – Räuberspieß an einer pikanten Sauce mit Bratkartoffeln und Gemüse.

    Unter den Gästen waren Honoratioren wie z. B. 3. Bürgermeister Ralf Hartnack, den Sigrid Daum-Sauermann, die an diesem Abend als Gastgeberin fungierte, als „Kulturbürgermeister“ willkommen hieß.

    Einen Mann, der den Museen sehr nahe steht, und dessen Vater mit Wolfgang Bergmanns Vater zusammen als Betriebselektriker am Mönchshof arbeitete konnte sie ebenfalls begrüßen – Martin Ständner, der

    mit Annelie Zapf zusammen gekommen war, die wie er seit nunmehr 30 Jahre Dienst tut in den Museen im Mönchshof.

    Am Zapfhahn stand Doris Eber, mit ihrer familiären Herkunft ebenso prägnant für Kulmbacher Gastlichkeit steht, wie die „Bergmanns“. Ihre Eltern Josef und Elfriede Frank haben viele Jahre gleich in der Nachbarschaft zum Mönchshof die Gaststätte „Einkehr zur Schmiede“ bewirtschaftet. Sie unterstützt die Museen seit Jahren bei gastronomischen Aufgaben im Museumsareal.

    Es war ein rundum gelungener Abend und die Gäste waren sich schnell einig, dass dieser Abend Potential hätte, zur Tradition zu werden…

  • Jung und Alt aus Ost und West –„Kulmbacher Biergeflüster“

    Jung und Alt aus Ost und West –„Kulmbacher Biergeflüster“

    Autorin Sigrid Daum-Sauermann

    Zum „Biergeflüster“ hatte das Bayerische Brauereimuseum am Donnerstag-Nachmittag eingeladen. Es war ein echter „Tag der Deutschen Einheit“, denn die 22 Teilnehmer dieses sogleich lehrreichen, als auch unterhaltsamen Seminars kamen sowohl aus allen Teilen Deutschlands, als auch aus verschiedenen Altersschichten – Jung und Alt aus Ost und West.

     

    Biergeflüster, was ist das? Man denkt an Flüstern – vielleicht Geheimnisse austauschen…

    Gerhard Salhöfer, langjähriger Museumsführer und Bierexperte im Bayerischen Brauereimuseum hatte vor, einige seiner „Geheimnisse“ zu verraten. Erst führte er kurzweilig durch „Die Kunst des Bierbrauens – damals wie heute“ und dann konnten die Teilnehmer „im praktischen Teil“ lauschen, was ihnen die unterschiedlichen Biersorten „flüsterten“.

     

    Gegenübergestellt waren bei der Führung die liebevolle Inszenierung einer kleinen Brauerei um 1900 und, im ehemaligen Schalander der Mönchshof-Brauerei, ein Film über „Bierbrauen heute“, indem man einen Einblick in die Abläufe in der Kulmbacher Brauerei bekommen konnte. Zwei Schlaglichter auf eine technische Entwicklung, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten.

     

    Dabei wurde klar: Seit dem Mittelalter hat sich am Brauprinzip nichts geändert, sehr wohl aber an dessen technischer Umsetzung. Deutlich wurde das durch den spannenden Vergleich des (durch hartes Handwerk geprägten) Brauprozesses der vorletzten Jahrhundertwende zur hochtechnisierten Brauwelt unserer Tage.

    Doch trotz aller wissenschaftlicher Errungenschaften und technischer Erkenntnisse ist das Bierbrauen, der stete Umgang mit lebendigen Rohstoffen, bis heute eine hohe handwerkliche Kunst geblieben, getragen vom profunden Wissen und umfangreichen Erfahrungsschatz verantwortungsbewusster Braumeister. Bei der anschließenden 3er Bierprobe im Museumsfoyer konnte man eingehend die kleine „Gläserne Museumsbrauerei“ bestaunen. Dazu gab es ein ofenfrisches Museumsbrot und lockere Atmosphäre – genau die richtigen Zutaten, um sich etwas über „die Welt des Bieres“, über die gängigsten Biersorten, die beim Brauen verwendeten Rohstoffe und das Reinheitsgebot “flüstern zu lassen“.

    Spätestens nach dem 3. Bierchen, einem „Kapuziner-Weizen“ hatten sich die Teilnehmer zu „Bierkoryphäen“ entwickelt und gaben ihr Wissen preis: Die Herrschaften aus Erding wussten zu berichten, dass das „Erdinger“ herber ist, und Peter Gowor aus der Nähe von Lohr am Main schwärmte von „seinem etwas dunkleren Keiler Weizen“. Susanne Ast vom „Sachsenring“ fand zum Schluss des „Biergeflüsters“, dass ihr das Weizen von allem

    am besten geschmeckt hat, weil sie das „früher ja nicht bekommen hatten“. Sie genoss das kleine aber feine Seminar, das sie zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte.

    Gerhard Salhöfer (dritter von links), beliebter Moderator diverser Museumsveranstaltungen, kennt sich gut mit dem „flüssigen Gold“ aus. Vorne links Peter Gowor, vorne rechts Susanne Ast. Foto: Sigrid Daum-Sauermann
    „Bier-Professor“ Gerhard Salhöfer inmitten „Jüngerer Semester“. Foto: Sigrid Daum-Sauermann
    Gebannt lauschten die Teilnehmer dem „Bierflüsterer“ Gerhard Salhöfer, der wieder mal voll „in seinem Element war“. Foto Sigrid Daum-Sauermann


    Die kommenden „Biergeflüster“ können Sie hier einsehen.

  • Besuch bei der Weißbrotfamilie

    Besuch bei der Weißbrotfamilie

    Hans-Dieter Herold ist in Kulmbach bekannt als ehemaliger Bäckereiunternehmer im gleichnamigen Familienbetrieb – seit über 20 Jahren unterstützt er die Museen im Mönchshof – vorzugsweise bei Backaktionen. So auch beim Kurs am Montag, 7.Okt. im Bayerischen Bäckereimuseum. Da dreht sich alles um Weißbrot, Semmeln, Baguette und Ciabatta. Mit dem neu erlangten Wissen gelingt den Teilnehmer*innen das Brotbacken künftig dann auch zuhause.

    „In meinen Kursen wecke ich vor allem das Interesse am Backen als Hobby. Ich vermittle Grundkenntnisse und notwendige handwerkliche Fertigkeiten und mache Mut zum Experimentieren. Wenn die Grundkenntnisse und Fertigkeiten beherrscht werden, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt“, schwärmt Backspezialist Hans-Dieter Herold im Vorfeld des Backkurses.

    Die Teilnehmer*innen des Kurses verarbeiten die vorbereiteten Teige und erhalten Einblick in die sogenannte „lange Teigführung“. Sie lernen die einzelnen Arbeitsgänge unter Anleitung des Backspezialisten mit Erklärungen und Tipps zu den einzelnen Abschnitten, wie z. B. der Bedeutung des Klimas in der „Backstube“ und den Garstufen, dem richtigen Zeitpunkt des „Einschießens“ und des „Ausbackens“.

    Dabei bekommen sie interessante Informationen zum Backen von Weißbrot und seine verschiedenen Variationen:

    • Zutaten und ihre Wirkungsweise und Behandlung

    • Verwendung von Vorteigen

    • Versäuerung von Weizengebäcken und ihre Auswirkung

    • Gärungsphasen

    • Wirken, Legen und Formen der Teiglinge

    • Backprozess.

    Im Rahmen dieses Backkurses stellen die Teilnehmer*innen ihren eigenen Baguette-Teig her. In der MUPÄZ-Backstube erhält das selbstgemachte Brot dann den „letzten Schliff“ und bäckt zum richtigen Reifegrad. Alle selbst hergestellten und gebackenen Produkte können zuhause mit der Familie oder Freunden genossen werden. Es empfiehlt sich, Transportbehälter mitzubringen.

    Der Kurs beginnt um 18:30 Uhr und dauert ca. 3,5 Stunden. Mineralwasser wird kostenlos bereitgestellt.


    Alle Kochkurse für Erwachsene – hier klicken.

  • „Oldies but goldies“ im Mönchshof

    „Oldies but goldies“ im Mönchshof

    Sie bescherten im Mönchshof einen unvergesslichen Abend „unterm Dach“, die oberfränkische Kultband „Silhouettes“.

    Von Sigrid Daum-Sauermann

     

    Schön war´s mit „den Silhouettes“ – es war ein traumhafter Abend hoch oben im 4. Stock des Bayerischen Brauereimuseums. Ein Hit jagte den andern. Die Stimmung war „phänomenal“, fand nicht nur Bandleader Werner Pöhlmann. Die oberfränkische Kultband rockte sich auf Einladung der „Museen im Mönchshof“ vor ihrem begeisterten Publikum förmlich die Seele aus dem Leib. Fünf Stunden spielten sie die großen Songs der 60er bis 80er Jahre. Und zwar verdammt gut!

    Bei „Massachusetts“ von den Bee Gees und Scott MvKenzies „San Francisco“ bekamen so manche aus dem Publikum feuchte Augen. Ja, damals glaubten noch alle an eine friedliche Zukunft in der Welt mit „some Flowers in the hair“…

     

    Seit mehr als 50 Jahren ist die hervorragende Coverband auf Tour – immer wieder hat sie sich weiterentwickelt – wie ein Chamäleon gehäutet. Werner Pöhlmann ist dabei der „Fels in der Brandung“, er hält das Ganze zusammen und am Laufen – um ihn herum war über die Jahre ein Kommen und Gehen. Der Kern der Band, aktuell bestehend aus sechs Musiker*innen, brilliert mit hervorragenden Solostimmen und fügt sich gekonnt zu einem harmonischen Ganzen zusammen.

     

    Der „Chef“ an der Gitarre überzeugte als Solostimme nicht nur bei „Lay down Sally“ von Eric Clapton oder bei „City of New Orleans“ von Arlo Guthrie – die 70er waren präsent – Good Evening Mönchshof, how are you…

    Pöhlmann wurde an der Gitarre von Janina Ivanic unterstützt – die Bandbreite ihrer souligen vollen Stimme unfassbar! Sie hat Janis Joplin mit „Me and Bobby McGee“ ebenso drauf wie Dolly Parton mit „Jolene“.

    Matthias Amm (Matze) an Gitarre und Bass bestach z. B. mit „Fromm me to you“ von den Beatles und noch mehr mit „Hey Joe“ von Jimi Hendrix – Woodstockfeeling.

    Klaus Seifert spielte an den Drums, und für seine Interpretation von „Darling“ von Frankie Miller wurde er gefeiert. Diese alten „Schnulzen“ streicheln einfach die Seele.

    Erich Friedrich am Piano und Keyboards übernahm gekonnt u. a. den Solopart bei „Take it easy“ von den Eagles und „Fox on the run“ von Manfred Man.

     

    …und dann war da noch als „Gast-Silhouette“ Wolfgang Bodenschatz mit seiner Gitarre. Er unterstützte mal im Chor oder als Solostimme und (!) übernahm auf „vielfachen Wunsch einer Einzelnen“ unter anderem den Part als Leadsänger bei „Young girl“. Für den gebürtigen Elbersreuther war der Abend ein absolutes Heimspiel

     

    Es war fast wie früher. Zwanglos. Wer Lust hatte saß und lauschte (Fußwippen eingeschlossen), oder tanzte (von Fox bis Freestyle) auf den zwei Tanzflächen.

    Das Publikum waren nicht nur Kulmbacher*innen, sondern auch aus Würzburg, Bayreuth, Hof und Münchberg kamen die Fans im „Kulturtempel“ des Mönchshofes zusammen. So manches Gespräch begann mit „kennst Du mich noch“? Man traf sich und plauderte miteinander über die vergangene Zeit, über Bands und Musik und „aus dem Nähkästchen“.

    Der Abend hat jede Menge Spaß gemacht, jedem! Sowohl dem Publikum als auch der Band.

    Wiederholung erwünscht!

  • Lieblingsstücke – Artikelserie zum 30-jährigen Jubiläum des Brauereimuseums

    Lieblingsstücke – Artikelserie zum 30-jährigen Jubiläum des Brauereimuseums

    SERIE:

    Lieblingsstücke

    Unsere Mitarbeiter stellen ihre Lieblingsexponate aus dem Bayerischen Brauereimuseum vor.

    Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums unseres Bayerischen Brauerei Museums freuen wir uns, eine besondere Artikelserie zu präsentieren. In dieser Serie stellen wir Ihnen die Geschichten und Lieblingsstücke unserer Museumsmitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter vor. Die Mitarbeiter stellen die persönlichen Hintergründe ihrer Lieblingsstücke und die faszinierenden Geschichten dahinter vor. Erfahren Sie mehr über die Schätze unseres Museums durch die Augen derjenigen, die täglich daran arbeiten, unser kulturelles Erbe zu bewahren und zugänglich zu machen. 

  • Family Fun Festival 2024

    Family Fun Festival 2024

    Hallo liebe Kinder!

    Sicherlich wartest Du schon sehnsüchtig auf unser diesjähriges Family Fun Festival. Am 08.09.2024 ist es von 13.00 bis 17.30 Uhr auch endlich soweit!

    Auf dem Kulmbacher Mönchshof erwarten Dich wieder zahlreiche Mitmachstationen von Vereinen und Verbänden.

     

    Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Egal ob Du lieber auf dem Holzpferd turnst oder Fußball spielst, lieber ein Feuerwehr- oder ein Polizeiauto besichtigen möchtest, ob Du lieber Perlenarmbänder bastelst oder Steine bemalst, ob Du lieber Fahrrad fährst oder kletterst, ob Du lieber ein Instrument ausprobierst oder ein Quiz machst…..

    Was auch immer: für Dich ist sicher etwas dabei, dass Dir Spaß macht. Was momentan alles geplant ist haben wir in einer Übersicht zusammengefasst (demnächst verfügbar).

    Wenn Du vor lauter basteln, spielen, rumwirbeln mal eine kurze Pause brauchst, dann ist das auch kein Problem: auf den Bühnen gibt es Vorführungen von Schautänzen, Kampfsport, Cheerleadern und darüber hinaus auch noch Zaubershows.

    Oder aber Du schaust Dich auf unserem Flohmarkt nach Schnäppchen für Dein Kinderzimmer um. Wenn Du hingegen Deine alten Sachen loswerden möchtest, dann kannst Du Dir gerne einen Stellplatz reservieren, und zwar über unsere Online-Anmeldung.

    Aber auch kleinere Besucher bis 5 Jahre kommen auf ihre Kosten. Für sie gibt es einen gesonderten Mini-Club mit kleiner Hüpfburg, Bobby-Cars, Riesen-Lego, Kriechtunneln, Rutschen und vielem mehr, was kleine Leute begeistert.

    Achja, und wenn das Wetter schlecht werden sollte ist das auch kein Problem, dann gibt es ein entsprechendes Programm in den großen Hallen des Kulmbacher Mönchshofs.

    Der Eintritt ist natürlich kostenlos!

    Veranstalter sind die Landkreisjugendarbeit und der Kreisjugendring Kulmbach mit seinen Vereinen und Verbänden.

    Unterstützt werden wir dabei von der Sparkasse Kulmbach-Kronach, dem Kulmbacher Mönchshof, der Firma Noris Color und dem Lions Club Kulmbach-Plassenburg.

    Organisatoren und Sponsoren freuen sich auf das 32. Family-Fun-Festival: von links Karola Helm (Museen im Kulmbacher Mönchshof), Alexander Battistella, Michael Schramm, Melanie Dippold, Alexander Wulf, Landrat Klaus Peter Söllner, Jürgen Ziegler, Bernd Sesselmann (Lions Hilfswerk) und Harry Weiß.Foto: Uschi Prawitz