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Kategorie: Allgemein
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Neue Veranstaltungsreihe:„Ernährungswissen entdecken“
Regionalität, pflanzenbasiertes Essen oder Superfoods – das sind nur einige der Begriffe, die ernährungsinteressierten Verbrauchern begegnen. Für alle, die wissen möchten, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, wie sie schmecken und wie sich diese Trends konkret im Alltag umsetzen lassen, hat das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) eine Veranstaltungsreihe konzipiert. Zum Auftakt im Januar und Februar 2024 geht es um „Bayerische Superfoods“.
Unter dem Motto „Ernährungswissen entdecken“ beleuchtet das KErn in Zusammenarbeit mit den Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. ab Januar 2024 aktuelle Ernährungsthemen und Trends.
„Unser Museumspädagogisches Zentrum MUPÄZ ist prädestiniert für Vorträge rund um die Ernährung – in der Adalbert-Raps-Bibliothek können wir darüber hinaus auch praktische Verkostungen mit Experten
durchführen: So nehmen Interessierte gleich noch mehr aus derartigen Veranstaltungen rund um die ernährungskulturelle Bildung mit“, betont Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. in Hinblick auf die neue Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem KErn.
Ernährungsexperten und -praktiker vermitteln verständlich und kompakt die relevanten Fakten und prüfen den Wahrheitsgehalt von Lebensmittel-Mythen. Dabei kommen auch der Genuss und die Praxis nicht zu kurz: Denn Kostproben und Tipps für die Zubereitung ergänzen die Veranstaltungen jeweils.
„Rund ums Thema Ernährung kursieren zig Begriffe und Trends. Wir am KErn bündeln das entsprechende Wissen dazu – wissenschaftlich und fundiert. Wir freuen uns, dieses Knowhow nun auch an unserem Standort in Kulmbach im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe mit allen Interessierten teilen zu können“, so Christine Röger, Leiterin KErn.
Die Reihe startet mit zwei Abendveranstaltungen im Januar und Februar 2024.
Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt mit Angela Dietz, KErn und Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach
Chiasamen, Gojibeeren und Co.: Superfoods sind in aller Munde und sollen besonders gesund sein. Viele
davon stammen aus weit entfernten Ländern. Aber ist es wirklich so, dass weitgereiste Lebensmittel mehr Nährstoffe enthalten als Erzeugnisse aus der Region? Und wo finde ich diese lokalen Superhelden?
Diese und weitere Fragen werden am 18. Januar 2024 im Vortrag „Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt“ geklärt. Im ersten Teil des Abends nimmt Angela Dietz vom KErn die gängigen exotischen Superfoods genauer unter die Lupe und bewertet sie ernährungsphysiologisch. Zudem zeigt die Ernährungsexpertin heimische Superfood-Alternativen auf.
Im sich anschließenden praktischen Teil der Veranstaltung zeigt Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach, wie sich heimische Superfoods zu leckeren Gerichten verarbeiten lassen – Verkostung inklusive.
Landwirte und Erzeuger aus der Region zeigen zudem, welche Produkte, sich aus heimischen Superfoods herstellen lassen.
Datum: Donnerstag, 18.01.2024
Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ, Kulmbach
Beginn: 18:30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.
Kichererbse, Linse & Co und die Kunst des richtigen Würzens mit Rita Kranefeld, KErn und Ingrid Pummer, Gewürz-Sommelière
Hülsenfrüchte erleben derzeit eine Renaissance – und das zu Recht. Lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ bekannt, sind Linsen, Kichererbsen und Co. heute Trendlebensmittel, die zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung unbedingt dazugehören.
Bei der Veranstaltung am 22. Februar 2024 lernen die Besucher und Besucherinnen allerlei Wissenswertes rund um Hülsenfrüchte und wie man daraus köstliche Gerichte zaubert.
Zu Beginn erläutert Rita Kranefeld vom KErn, was Hülsenfrüchte im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Ernährung zu bieten haben. Zudem gibt die Ernährungsexpertin einen Überblick, welche Hülsenfrüchte aus regionalem Anbau zur Verfügung stehen.
Anschließend entführt die Gewürz-Sommelière Ingrid Pummer die Teilnehmenden in die Welt der Aromen. Sie zeigt auf, welche Gewürze und Kräuter geschmacklich am besten mit Hülsenfrüchten harmonieren und zugleich die Verdaulichkeit fördern. Kleine Kostproben von Gerichten mit den neuen Aromen runden die Veranstaltung ab.
Datum: Donnerstag, 22.02.2024
Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ Kulmbach
Beginn: 18:30 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.
Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.

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1. Mönchshof Kabarettpreis – Finale
Mit großer Vorfreude geben der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. und der Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. bekannt: Am Samstag, 27. Januar 2024 präsentieren sich im Rahmen des ersten MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finales gleich vier Künstler bei „Kultur unterm Dach“. Erstmalig unterstützen die BrauSpezialitäten von Mönchshof das Finale.

Von links nach rechts: Claudia Kollerer, Produktmanagerin Mönchshof BrauSpezialitäten, Kulmbacher Brauerei, Manfred Spindler 1. Vorsitzender Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V., Karola Helm, Event und Organisation sowie Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin – beide Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. – freuen sich gemeinsam auf das erste Mönchshof Kabarettpreis Finale bei Kultur unterm Dach im Januar 2024. „Bierkultur und Kabarett gehören zusammen“, ist sich Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., sicher. „Zusammen mit unseren Freunden vom Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. freuen wir uns sehr auf das erste MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale bei uns im Kulmbacher Mönchshof oben bei Kultur unterm Dach“, fährt Metzel fort. Und sie sagt weiter: „Das erste gemeinsame Jahr an Kulturarbeit ist uns sehr gut gelungen. Darauf sind wir auch ein klein bisschen stolz, dass die Kulmbacher*innen unser gemeinsames Angebot so gut annehmen“.
Gerade heutzutage sei es wichtiger denn je, Begegnungsstätten für Menschen zu erhalten und Programme auszubauen. Genau das würde man mit der im letzten Jahr geschmiedeten „Kultur-Allianz“ bei Kultur unterm Dach auf der Museumsbühne geschafft haben. „Zusammen sind wir stärker, ein Gewinn für alle“, so die Geschäftsführerin.
Manfred Spindler, erster Vorsitzender des Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. bringt es auf den Punkt: „Ein Jahr Partnerschaft bei ‚Kultur unterm Dach‘ – es wurde geredet, getüftelt und probiert. Aus vielen Einzeltönen wurde zunächst ein Lied und inzwischen sind wir ein richtiges Symphonieorchester. Im Januar 2024 feiern wir nun bereits unseren ersten Geburtstag mit einer besonderen Veranstaltung mit vier Künstlern und sicherlich ganz vielen Zuschauern beim ersten MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale!“
Vier Künstler an einem Abend
Das Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. und der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. präsentieren gemeinsam zum ersten Mal das erste MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale mit vier Künstlern an einem Abend auf einer Bühne. Nominiert sind das Duo Peter und Willi Podewitz aus Bremen, Harald Pomper aus Wien und Annette von Bamberg. „Die Zuschauer entscheiden über die Verteilung des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 3.000 Euro“, erklärt Manfred Spindler.
Bier-Kultur mit neuer Bedeutung
Der Kulmbacher Mönchshof gilt als ein Ort der Begegnung, an dem Werte wie Menschlichkeit und Lebensfreude erfahrbar werden. Hier können Besucher und Gäste Kultur und Kulinarik genießen, aber auch lernen und lachen. „Der Kulmbacher Mönchshof war schon immer ein besonderer Ort, der Geselligkeit ausstrahlt und in dem ein kreativer Geist wohnt. Sonst gäbe es unsere Mönchshof BrauSpezialitäten nicht“, führt Claudia Kollerer, Produktmanagerin der Mönchshof BrauSpezialitäten, aus.
„Als eine tief in der Region und ganz besonders an diesem Ort verwurzelte Biermarke ist es uns eine Ehre, das MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale zu unterstützen. Und es gibt doch nichts Genussvolleres, als einen geselligen und unterhaltsamen Veranstaltungsabend mit einer unserer Mönchshof BrauSpezialitäten abzurunden. Das MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale wird genau das beweisen.“ Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „So bekommt Bier-Kultur eine neue Bedeutung!“
Beginn ist um 19:30 Uhr, der Einlass findet ab 18:30 Uhr bei Kultur unterm Dach im Mönchshof statt.
Die Tickets kosten Euro 18,00 und sind HIER erhältlich.
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Erste Kostprobe des Helmbrechtser Jubiläumsbieres
Vor etwa sechs Wochen wurde der Sud für das Helmbrechtser Jubiläumsbier in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums im Kulmbacher Mönchshof eingebraut. Nun konnte eine erste Kostprobe im Rahmen des sogenannten „Zwickelns“ stattfinden.

Das Bild zeigt Biersommelier Jörg Dietrich (li.) mit Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker in der Gläsernen Museumsbrauerei. Foto: Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. Biersommelier Jörg Dietrich, in dessen Getränkehandel das Bier ab Anfang des neuen Jahres 2022 erhältlich sein wird, hat Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker im Mönchshof in Kulmbach besucht und mit ihm zusammen die erste Kostprobe genossen. „Es schmeckt“, so waren sich beide einig und begannen sogleich beim Zwickeln mit dem Fachsimpeln über das ausgereifte Bier: Das goldgelbe, vollmundige Export hat eine Stammwürze von 12,7 Prozent und einen Alkoholgehalt von 5,4 Prozent Vol.. Sebastian Hacker freut sich sehr, „dass die neue Rezeptur gelungen ist“. Der Braumeister findet es immer wieder äußerst spannend, an neuen Brau-Projekten im Rahmen der Weiterentwicklung der facettenreichen Bierkultur beteiligt zu sein – so wie auch Biersommelier Jörg Dietrich. Es sei sehr interessant, eine alte Biersorte neu zu interpretieren, so Dietrich und Hacker.
Bürgermeister Stefan Pöhlmann und Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., freuen sich ebenfalls sehr über das gemeinsame Projekt und die gute Zusammenarbeit. „Das eigens dafür gebraute Bier ist ein besonderes Highlight unseres Jubiläumsjahres“, so Pöhlmann. Helga Metzel betont, „für uns ist es eine Ehre, die 600-Jahr-Feier der Stadt Helmbrechts mit dem gemeinsam entwickelten Jubiläumsbier begleiten zu dürfen: Die Historie und Tradition der Brau- und Bierkultur, die wir im Mönchshof im Bayerischen Brauereimuseum lebendig halten, geht so einher mit dem historischen Bewusstsein in unserer Genussregion Oberfranken – ohne Gestern kein Morgen.“ -

Endlich wieder Lebkuchenbier aus der Museumsbrauerei

Wer sagt denn, dass Süßes und Bier nicht zusammenpassen? Was für unsere Vorfahren noch undenkbar war, ist inzwischen voll im Trend: Süßes zum Bier als extravagante Gaumenfreude!
Heute sind der Experimentierfreudigkeit im Kombinieren unterschiedlicher Geschmacks-richtungen keine Grenzen gesetzt. Folgerichtig wird in der Gläsernen Museumsbrauerei seit einigen Jahren, immer rechtzeitig zur Winterzeit, passend zum jahreszeitlich favorisierten Lebkuchen, das „Lebkuchenbier“ eingebraut.
Bier und Lebkuchen?
Immer wieder wird Diplom-Braumeister Sebastian Hacker gefragt, ob das Lebkuchenbier seinen Namen davon ableitet, weil es mit Lebkuchengewürzen eingebraut wird. Der Braumeister beteuert, streng nach dem Reinheitsgebot ausschließlich heimisches Malz, Hopfen, Hefe sowie Kulmbacher Brauwasser zu verwenden. Ihren eigenwilligen Namen trägt die süffige Spezialität aus der Museumsbrauerei zurecht, weil ihr Erfinder, der ehemalige Museums-braumeister Robert Boser, mit seinen vielfältigen Bier-Kreationen ein echter Trendsetter war. Bereits 2003 hatte der die zündende Idee, ein Bier zu entwickeln, das wunderbar zum würzigen Lebkuchen passt – ein Bier, eingebraut mit einer Spur Rauchmalz und feinherb gehopft.
„Damals war es ausgesprochen mutig, dem Bayerischen Brauereimuseum, im Epizentrum des Reinheitsgebotes mit solch einer außergewöhnlichen Spezialität die Bierliebhaber zu überraschen“, erinnert sich Museumsleiter Bernhard Sauermann, „doch inzwischen hat diese Idee viele Nachahmer gefunden“.
Eine kleine Bierkunde
In Genießerkreisen hat es sich längst herum-gesprochen, dass Bier und Süßes hervorragend zusammen passen. Warum das so ist, erklärt Biersommelier Martin Ständner so: „Bier ist für mich etwas Einzigartiges. Wenn man bedenkt, wie viele Bierstile es gibt (derzeit geht man von ca. 95 aus) und dass alle zusammen nur aus den vier Zutaten Hopfen und Malz, Hefe und Wasser bestehen, grenzt das schlichtweg an ein Wunder. Analog zum trendigen Food-Completing in der Kochkunst, wo diverse entgegengesetzte Aromen zu einer harmonischen Komposition verbunden werden, stellen wir dem würzigen und fruchtigen Lebkuchen ein goldgelbes Exportbier gegenüber, das durch seine dezente Rauchmalznote besticht. Den Geschmack des Bieres prägt vor allem der Charakter von Hopfen und Malz.“
Bleibt abschließend zu ergänzen: Das Lebkuchenbier ist unfiltriert, also naturbelassen und hat in diesem Jahr eine Stammwürze von 12,8 Prozent und 5,3 Prozent Volumen Alkohol. Und, wie der Museumsbraumeister sagt: „Des Bier ist der Hammer, des geht weg wie warma Semmln. Hoffentlich reicht´s noch bis Weihnachten.“ Und er fügt noch hinzu: “Lebkuchenbier passt auch hervorragend zum Festtagsbraten, net nur zu Lebkuchen und Plätzchen“.

rechts Robert Boser, der Erfinder des Lebkuchenbieres, links Sebastian Hacker, der Bewahrer 
Biersommelier Martin Ständner outet sich als ausgesprochener Fan der weihnachtlichen Spezialität aus der Museumsbrauerei. -

Hochkarätige Sammlung für Bayerisches Bäckereimuseum
Das Bayerische Bäckereimuseum bekommt wieder mal Zuwachs. Museumsleiter Bernhard Sauermann hat in einem außerordentlichen Kraftakt die umfangreiche „Sammlung Friedrich Fuchs“ aus Wassertrüdigen in nur drei Tagen nach Kulmbach ins Museums-Depot geholt. Unterstützt wurde er dabei von der Museumskuratorin Thea Hirschkorn, Leonard Firak und Sigrid Daum-Sauermann.
Das Team staunte nicht schlecht über den Umfang der Sammlung – ein 2-stöckiges Einfamilienhaus von oben bis unten randvoll historischer Gegenstände, die eine neue Heimat finden sollten.Brauchen wir das?
Für Bernhard Sauermann ist die Weiterentwicklung des Exponatebestandes der Museen im Kulmbacher Mönchshof nach wie vor ein existenzielles Muss: „Stillstand im Forschen ist für ein Museum der Anfang vom Ende. Der Kern aller Museumsarbeit ist Sammeln und Bewahren. Das Depot ist dabei das eigentliche Herzstück eines jeden Museums – Grundlage für Forschung und Dokumentation. Die ständige Ausstellung und diverse thematische Sonderausstellungen zeigen jeweils nur einen ausgewählten Teil der Exponatevielfalt, zusammengestellt nach didaktischen Gesichtspunkten – nachhaltig, informativ und selbstverständlich auch unterhaltsam – Basis für eine zeitgemäße Vermittlung kulturhistorischer Inhalte und Zusammenhänge.“

Museumsleiter Bernhard Sauermann beim Beladen des Museumsbusses. Insgesamt ca. 80 Umzugskartons, 30 Schachteln und jede Menge Sperrgut ergaben drei Fuhren mit dem Museums-VW-Bus und zwei Kleinlaster-Ladungen. Freundlicherweise hat die Schreinerei Klaus Barthels ihren IVECO für die Translotion zur Verfügung gestellt. Inhalt der Sammlung
„Schiere Massen – das Lebenswerk eines unermüdlichen Sammlers – jedes Stück ausgewählt mit viel Sachverstand und dem untrüglichen Blick für das Besondere. Ein ausgesprochener Glücksfall für das Bäckereimuseum und ein Highlight für die Kulturarbeit rund um´s Backen und das Gebäck“, so der Museumsleiter. „Zwar können wir natürlich nicht alle Exponate in unsere Dauerausstellung übernehmen, das würde sehr schnell den gewollt übersichtlichen Rahmen sprengen, aber verschiedene Themen vertragen durchaus eine inhaltliche Vertiefung.“

Bis unters Dach war das Anwesen von Friedrich Fuchs mit Utensilien rund um´s Backen angefüllt.
Historische Mehl- und Getreidesäcke im Aufgang zum Mühlenwesen, diverse Kuchenformen in der Abteilung „Feingebäck“ und die unterschiedlichsten Plätzchenformen zum Themenbereich „jahreszeitliches Gebäck“ können zeitnah nachgerüstet werden. Aber auch Gesellen- und Meisterbriefe durch viele Jahrzehnte werden bald Einzug in die Dauerausstellung halten.
Potential für Sonderausstellungen
Kuratorin Thea Hirschkorn sieht bei den vielfältigen Preziosen vor allem ein großes Potenzial für wechselnde Sonderausstellungen: „eine der ersten Sonderausstellungen sollte auf jeden Fall den Sammler, Bäcker- und Konditormeister Friedrich Fuchs in den Mittelpunkt stellen. Er hat sein Leben lang gesammelt. Zuerst hat er alles wunderbar thematisch erfasst und geordnet, doch mit der Zeit ist ihm die Flut der Sammlungsstücke, die er offensichtlich von vielen Seiten auch zugeschickt bekam, wohl etwas über den Kopf gewachsen – aber alles in einer liebevoll seinen Schützlingen zugewandten Art und Weise.“

Kuratorin Thea Hirschkorn und Leonard Firak beim Bergen der Schätze im Anwesen Friedrich Fuchs
Wer war der edle Spender?
Friedrich Fuchs lebt nicht mehr. Er ist im vorigen Jahr im Alter von nur 63 Jahren plötzlich verstorben. Ihn hätte es sehr gefreut, dass seine Sammlung nun in das Bayerische Bäckereimuseum übernommen wird, da sind sich die Erben, seine Nichten Heidi Engelhard und Katrin Keilwerth, ganz sicher.
Von der Bayerischen Bäckerinnung hatten sie den Tipp bekommen, sich wegen einer eventuellen Übernahme der Sammlung doch an das Bayerische Bäckereimuseum in Kulmbach zu wenden. Deshalb machten sie mit ihren Familien im Sommer, just am Geburtstag des verstorbenen Onkels Friedrich, einen Besuch in Kulmbach und ließen sich von Sigrid Daum-Sauermann durch das Museum führen und begeistern. Schnell kam man überein, dass die Sammlung hier bestens aufgehoben sein würde – exakt im Sinne des Erblassers.

Der unermüdliche Sammler Friedrich Fuchs kurz vor seinem Tod
Friedrich Fuchs war ein begnadeter Bäcker und Konditor. Eine große Glasvitrine voller Silber- und Goldmedaillen und unzählige Fotos an der Wand zeigten eine überwältigende Vielfalt an Auszeichnungen, die er bei diversen Koch- und Backausstellungen, etwa bei Fachmessen wie DEHOGA und Intergastra erringen konnte. Fast sein gesamtes Berufsleben war er mit Leib und vor allem Seele für das „Café Bayer“ in Dinkelsbühl tätig, das später in „Café Extrablatt“ umfirmierte und heute „Meisers Dinkelsbühl“ heißt.Etliche Fotos zeigen ihn mit prominenten Zeitgenossen der gastronomischen Welt bei gemeinsamen Aktionen, wie z. B. Johann Lafer und Alfons Schubeck und viele andere mehr.
Mehrwert der Übernahme der Sammlung
Bernhard Sauermann freut sich darüber, dass sich die viele Arbeit zur Sammlungserweiterung gelohnt hat: „wir hatten erst einmal ordentlich Vorarbeit zu leisten, denn wir mussten ausreichend Platz in unserem Depot schaffen. Aber wir konnten ein gut durchstrukturiertes Sammlerlebenswerk übernehmen, das bereits für sich alleine ausgereicht hätte, um ein Top-Museum einzurichten“.
Dankbar und glücklich sei er, so der Museumsleiter: „ vor allem auch deshalb, weil damit die Strahlkraft unserer Museen noch einmal erhöht wird – sicher weit über die Grenzen Kulmbachs hinaus.“ -

Helmbrechtser Jubiläumsbier wird eingebraut
Anlässlich der im nächsten Jahr stattfindenden 600-Jahr-Feier in Helmbrechts wird es ein besonderes Bier geben: Anfang November wurde das Helmbrechtser Jubiläumsbier nach traditionellem Rezept eingebraut. Dieses wird ab Anfang des nächsten Jahres exklusiv bei Getränke Dietrich in Helmbrechts erhältlich sein. Außerdem wird das helle Exportbier zu besonderen Anlässen und Festlichkeiten im Jubiläumsjahr 2022 ausgeschenkt werden.

Das Foto zeigt (vorne, v. li.): Eduard Feustel, Träger der Silbernen Bürgermedaille und ehemaliger Brauer und Mälzer, Jörg Dietrich, Inhaber des gleichnamigen Getränkehandels, René Seifert, geschäftsleitender Beamter der Stadt Helmbrechts, Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof und Robert Geigenmüller, zweiter Bürgermeister der Stadt Helmbrechts. Hintere Reihe: Thorsten Müller (li.), Regionalverkaufsleiter Gastronomie und Andreas Pistor (re.), Regionalverkaufsleiter Handel (beide Kulmbacher Brauerei) mit Sebastian Hacker, Dipl.-Braumeister in der Gläsernen Museumsbrauerei. Foto: Stadt Helmbrechts. Gebraut wird das Jubiläumsbier in der Gläsernen Museumsbrauerei in Kulmbach. Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker hat in Abstimmung mit der Stadt Helmbrechts und Biersommelier Jörg Dietrich ein Rezept nach historischem Vorbild kreiert. Zum Einbrauen hat die Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof, Dr. Helga Metzel, eine Delegation aus Helmbrechts unter Führung des zweiten Bürgermeisters Robert Geigenmüller in Kulmbach begrüßt. „Ich freue mich außerordentlich über die Zusammenarbeit mit der Museumsbrauerei in Kulmbach und bin schon heute sehr auf das Ergebnis gespannt“, so Geigenmüller. Der zweite Bürgermeister zeigte sich begeistert von den vielen Stationen und Exponaten im Bayerischen Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof, insbesondere aber von der Gläsernen Museumsbrauerei, in der der „Jubelsud“ für das Helmbrechtser Bier frisch angesetzt wurde. Helga Metzel brachte ebenfalls ihre Freude über das gemeinsame Projekt zum Ausdruck: „Bier ist ein Kulturgut und ein sehr emotionales Thema. Durch die lange Tradition der ehemaligen Brauerei in Helmbrechts ist Bier untrennbar mit der Geschichte der Stadt verbunden.“ Metzel erklärte anlässlich des Einbrautermins weiter „Wir brennen hier im Mönchshof alle für das Traditionsgut Bier und die Geschichte des Brauens und würden uns sehr freuen, den einen oder anderen Helmbrechtser demnächst im Bayerischen Brauereimuseum begrüßen zu dürfen.“
Das Einbrauen des Jubiläumsbiers ist gleichermaßen der Startschuss für die heiße Phase der Vorbereitungen für das Stadtjubiläum. Neben einem zentralen Jubiläumsfest vom 15. bis 18. Juli wird es viele weitere Attraktionen und Veranstaltungen geben, die nun Gestalt annehmen. Unter dem Motto „gestern. heute. morgen“ gibt es im nächsten Jahr nicht nur eine Ausstellung der stadthistorischen Sammlung und einen historischen Stadtrundgang nach dem berühmten Heimatforscher Otto Knopf, sondern auch viele Projekte, die in die Gegenwart und Zukunft der Stadt Helmbrechts gerichtet sind. -

GenussKultur: Ehrenamtliche Kulturpatinnen und Kulturpaten gesucht
Das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken (DemKo) plant gemeinsam mit vier starken Kooperationspartnern ein generationenverbindendes Kulturnetzwerk in Oberfranken. Das neue Projekt „GenussKultur – Kulinarische Erinnerungen zusammen entdecken“ startet mit dem Schwerpunkt Genuss pilothaft im Landkreis Kulmbach.

v.l.n.r.: Ute Hopperdietzel, Leiterin Fachstelle Pflege und Demenz, Oberfranken, Heike Söllner, Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) am Landratsamt Kulmbach, Erhard Hildner, Seniorenbeauftragter Landkreis Kulmbach, Christina Flauder, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Stadt Kulmbach, Sabine Distler, Geschäftsführerin Curatorium Altern gestalten, Klaus Peter Söllner, Landrat Landkreis Kulmbach, Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin Oberfranken, Vorsitzende Oberfranken Offensiv e.V., Ingo Lehmann, Oberbürgermeister Stadt Kulmbach, Norbert Heimbeck. Geschäftsführer Genussregion Oberfranken e.V., Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. Der Duft von Klößen und Sonntagsbraten oder der Anblick des saftigen Lieblingsapfelkuchens von früher lassen Erinnerungen wach werden. Erinnerungen an früher, an vertraute Momente in der Familie, an Geborgenheit. Gute Rezepte sind wertvoll, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben, sie sind Gesprächsstoff, sie verbinden. Das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken (DemKo), eines der derzeit umfangreichsten und bedeutendsten Projekte der Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv e.V., greift diese Themen nun auf, um ein generationenverbindendes Kulturnetzwerk in Oberfranken aufzubauen. „Mit dem neuen Projekt GenussKultur – Kulinarische Erinnerungen zusammen entdecken möchten wir Seniorinnen und Senioren dabei unterstützen, aktiv am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Dafür setzen wir auf vier starke Partner: das Ehrenamt, die Kultureinrichtungen, die Wissenschaft und hier im Landkreis Kulmbach auf Genuss und Kulinarik“, betont Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz bei der Pressekonferenz am Montagnachmittag (18. Oktober) in den Museen des Kulmbacher Mönchshof.
GenussKultur verbindet Ehrenamt, Kultur, Wissenschaft und Genuss
Das DemKo-Projekt GenussKultur startet pilothaft in Kulmbach. Kooperationspartner des DemKo sind: das Curatorium Altern gestalten mit Sitz in Hartenstein, das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) im Landkreis Kulmbach und die Otto-Friedrich-Universität Bamberg mit dem Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre. Die Museen im Kulmbacher Mönchshof sind als künftiger Kulturpartner ebenfalls mit dabei. „Für unsere Museen ist es spannend, gemeinsam mit dem Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken und den weiteren Partnern für die wichtige Zielgruppe der Seniorinnen und Senioren an die Arbeit gehen zu können. Ein solches Projekt birgt auch inhaltlich im Rahmen der Museumspädagogik viel Potenzial“, unterstreicht Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof.
„Ohne Kultur wird’s still – das haben wir zur Genüge nun alle bemerkt. Für viele ältere Menschen ist das leider auch vor Corona schon Realität gewesen“, betont Sabine Distler, Geschäftsführerin Curatorium Altern gestalten, die Notwendigkeit des Projekts.Zum Kulturpaten kostenlos ausbilden lassen
Im DemKo-Projekt GenussKultur gibt es sogenannte Kulturgäste, also teilnehmende Seniorinnen und Senioren, und Kulturpaten. Kulturpaten begleiten auf Wunsch ältere Menschen zu Veranstaltungen und entdecken gemeinsam kulinarische Erinnerungen. „Wir werden immer älter: Das ist erfreulich! Und es ist wunderbar, dass es eine Generation „Silber“ gibt, die aktiv und selbstbewusst ist wie nie zuvor. Alt zu sein bedeutet heute nicht automatisch, hilfsbedürftig oder krank zu sein. Für viele ältere Menschen bietet kulturelle Teilhabe einen Weg, sich neu zu orientieren und individuelle Möglichkeiten von sinnvoller Lebensgestaltung und gesellschaftlichem Engagement zu finden“, so Klaus Peter Söllner, Landrat des Landkreises Kulmbach.
Ein zentraler Baustein des Projekts ist es, die ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Schulung auszubilden. Der mehrtägige Online-Kurs vermittelt unter anderem Wissen über das Krankheitsbild Demenz, alterssensible Veranstaltungen und die Organisation von Kulturbesuchen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach dem Kurs zertifiziert.
„Es ist ein wunderbares Ehrenamt, das sinnstiftend ist und glücklich macht und zeitlich flexibel machbar ist“, freut sich Heike Söllner, Leiterin des Koordinierungszentrums Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) am Landratsamt Kulmbach.Senioren und Kulturpaten gemeinsam auf Spurensuche
Um sich kennenzulernen, werden Teams aus jeweils einem ehrenamtlichen Kulturpaten und einem Kulturgast gebildet. Sie erhalten gemeinsam eine Aufgabe. Der Landkreis Kulmbach steht symbolisch für Genuss-, Bier- und Backkultur. Daher besteht der erste Arbeitsauftrag darin, sich auf Spurensuche nach ursprünglichen Rezepten zu begeben, die die Senioren mit ihrer eigenen Lebensgeschichte verbinden. Aus den gesammelten Werken wird eine Art Kochbuch entstehen, das den biografischen Hintergrund zu den einzelnen Gerichten erzählt.
Projekt mit wissenschaftlicher Begleitung
Das DemKo-Projekt GenussKultur wird von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wissenschaftlich begleitet. Ein Schwerpunkt ist, den Ansatz der Kulturpatenschaft in der lokalen Biografiearbeit zu evaluieren. Auch Altersbilder und Perspektiven der Kulturpaten entsprechend bewertet – vor Beginn der Schulung, danach und schließlich nach den Begegnungen mit den Senioren.
Weitere Landkreise, weitere Themen
In der Zukunft soll das Generationen-Projekt auf weitere oberfränkische Landkreise mit neuen jeweils regionaltypischen Schwerpunkten ausgeweitet werden. Hierbei könnten beispielsweise die Flechtkultur, die Porzellanmalerei oder auch die Spielzeug- und Glasproduktion zentrale Rollen spielen.
Ehrenamtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht
Bürgerinnen und Bürger, die Kulturpate oder -gast werden möchten, finden alle Informationen zum Projekt sowie zu geplanten Veranstaltungen unter: https://www.demografie-oberfranken.de/de/projekte/genusskultur/
Das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken
Das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken (DemKo) ist ein Projekt der Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv e.V. und wird vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und für Heimat unter Leitung von Staatsminister Albert Füracker gefördert. Es ist Ansprechpartner für oberfränkische Kommunen, kommunale Spitzenverbände, Kammern, regionale Entwicklungsinitiativen, Unternehmen, Vereine und Verbände, Kirchen und Stiftungen, bürgerschaftliche Initiativen, engagierte Bürger und Medien. Mit einer Vielzahl an Partnern hat das DemKo in Oberfranken Projekte in verschiedenen Strukturbereichen modellhaft umgesetzt. Es bündelt Potenziale und unterstützt oberfränkische Kommunen, Unternehmen und andere lokale Initiativen bei ihrer Anstrengung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Oberfrankens.Oberfranken Offensiv
Oberfranken Offensiv e.V. ist eine der mitgliederstärksten Regionalinitiativen Deutschlands und Impulsgeber innovativer Projekte. Die Stärken Oberfrankens vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auszubauen und so die Zukunftsregion Oberfranken mitzugestalten, ist die Kernaufgabe der Entwicklungsagentur. Der Verein versteht sich als wichtige Klammer, die sich lösungsorientiert und aktiv für die kommunale und regionale Entwicklung Oberfrankens einsetzt, Synergien nutzt, Kompetenzen bündelt und die Region in ihrer positiven Wahrnehmung im Innen- und Außenverhältnis erfolgreich weiterentwickelt. Im Verein engagieren sich Kommunen, Unternehmen, Institutionen, Verbände und Privatpersonen. Mehr Infos erhalten Sie unter: www.oberfranken.de
Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin Oberfranken, Vorsitzende Oberfranken Offensiv e.V. -

Uni Campus Kulmbach zu Gast im Kulmbacher Mönchshof
Im vergangenen Wintersemester nahm die neu gegründete Fakultät VII für Lebenswissenschaften der Uni Bayreuth am Außenstandort Kulmbach den Betrieb auf. Um die neue Heimat besser kennenzulernen und das Wissen rund um Bier, Brot und Gewürze zu erweitern, besuchte das Campus Kulmbach Team die Museen im Kulmbacher Mönchshof.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., erhielten die Professor*innen und deren Lehrstuhl-Mitarbeiter*innen bei einer Führung durch das Bayerische Brauerei-, das Bayerische Bäckerei- und das Deutsche Gewürzmuseum spannende Einblicke in die Historie des traditionellen Brau- und Backhandwerkes sowie die Welt der Gewürze. „Wir suchen den Dialog mit der neuen Fakultät bewusst“, erklärt Metzel anlässlich der Museen-Vorstellung. „Forschung und Lehre gehen auch immer mit der Auseinandersetzung und dem Bewusstsein für Tradition und Herkunft von Dingen und Lebensumständen einher – wir können also nur voneinander lernen“, ist sich Helga Metzel sicher.
„Die neue Fakultät der Universität Bayreuth in Kulmbach strebt eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Unternehmen und Institutionen insbesondere rund um das Thema Lebensmittel an. Dies gilt für die Lehre und die Forschung. Wir freuen uns deshalb ganz besonders über die Einladung in den Mönchshof und die damit verbundene Gelegenheit zum Austausch zwischen der Kulmbacher Brauerei und dem rasch wachsenden Team der Fakultät“, betonte Gründungsdekan des Campus Kulmbach, Professor Dr. Stephan Clemens beim Erfahrungsaustausch anlässlich des Besuches im Mönchshof. Es sei das allererste gemeinsame Teamevent des Campus Kulmbach, das nun in den historischen Lokalitäten des Kulmbacher Mönchshofs stattfinde. „Ein wunderbarer Rahmen, um sich im Team, aber auch mit den Mitarbeitern der Kulmbacher Brauerei und der Museen im Mönchshof noch enger zu vernetzen“, erklärt der Gründungsdekan.
Markus Stodden, Sprecher des Vorstands der Kulmbacher Brauerei Aktien-Gesellschaft und Vorstand der Museen im Mönchshof e. V. sprach von einer sich gut entwickelnden Partnerschaft zwischen den Institutionen. “Ich bin davon überzeugt, dass wir zusammen mit den Lehrkörpern und Student*innen der neuen Fakultät den Lebensmittelstandort Kulmbach weiter voranbringen werden“, so Stodden anlässlich der Begegnung im Mönchshof.Erfolgsmodell Campus Kulmbach
Die neu gegründete Fakultät VII für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit der Universität Bayreuth nahm im Wintersemester 2020/21 mit dem Masterstudiengang Food Quality and Safety am Außenstandort in Kulmbach ihren Betrieb auf. Naturwissenschaftliche Perspektive, methodische Revolutionen in den Biowissenschaften und moderne Konzepte der Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften bilden den Kern des Konzepts für die siebte Fakultät. So versucht die ab dem Jahr 2022 mit neun Professuren ausgestattete Fakultät, in unterschiedlichen Studiengängen auf Master – und ab Herbst 2021 auch auf Bachelorniveau, die miteinander verwobenen globalen Herausforderungen der nachhaltigeren Lebensmittelproduktion und Prävention von Krankheiten aus einer ganzheitlichen und fachübergreifenden Perspektive heraus zu einer Lösung zu bringen. -

Bayerische Bierkönigin besucht den Kulmbacher Mönchshof
Das Bayerische Brauereimuseum ist für die frischgewählte Bierkönigin Sarah Jäger nicht ganz unbekannt. Im April wurde nämlich die Schulung der „Bierprinzessinen“, an der auch Sarah Jäger teilnahm, aus dem Bayerischen Brauereimuseum online übertragen. Doch nichts ersetzt einen persönlichen Besuch: So durfte die amtierende Bayerische Bierkönigin gestern persönlich die Bayerische Brau- und Bierkultur im Detail kennenlernen: Vom Brauen in der Gläsernen Museumsbrauerei über eine Führung durch das Bayerische Brauereimuseum bis hin zur Verkostung unterschiedlicher Biere – Sarah Jäger konnte die Geschichte, Herstellung von Bier und dessen Vielfältigkeit mit allen Sinnen erleben.
Im Frühjahr wurde die schon traditionelle Studienfahrt der Finalistinnen für die diesjährige Wahl der Bayerischen Bierkönigin nach Kulmbach, coronabedingt abgesagt. Stattdessen bekamen die „Bierprinzessinnen“ im Rahmen einer Online-Schulung das notwendige Handwerkszeug fürs Finale und erste Einblicke in das Bayerische Brauereimuseum im Kulmbacher Mönchshof. Die Damen konnten dabei ihr Wissen in Sachen Bier und
Biersensorik im Zuge einer virtuellen Bierverkostung durch Martin Ständner, Biersommelier im Bayerischen Brauereimuseum, erweitern und auch den Brauprozess in der Gläsernen Museumbrauerei online miterleben.Um für ihre bereits laufende Amtszeit noch besser gerüstet zu sein, kam nun die diesjährige Bayerische Bierkönigin Sarah Jäger eigens dafür zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer des Bayrischen Brauerbundes e. V., Dr. Lothar Ebbertz, nach Kulmbach.
„Das gesamte Team der Museen im Kulmbacher Mönchshof freut sich sehr, mit Sarah Jäger die amtierende Bayerische Bierkönigin im Mönchshof willkommen heißen zu dürfen. Wir sind schon ein bisschen stolz, ihr hier zusätzlich profundes Wissen für ihre Amtszeit mit auf den Weg geben zu dürfen“, betonte Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof, anlässlich des königlichen Besuches.Nach einer herzlichen Begrüßung nahm Diplom-Braumeister Sebastian Hacker die Bayerische Bierkönigin anschließend in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums unter seine fachmännische Obhut: Dort konnte Sarah Jäger ihr Wissen über Rohstoffkunde festigen und den Brauprozess hautnah miterleben.
Martin Ständner (rechts im Bild), Biersommelier und Museumsführer Bayerisches Brauereimuseum, erklärt der Bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger die Vorgehensweise und Kriterien der Biersensorik.
Bei einer später folgenden Führung durch das Bayerische Brauereimuseum erfuhr die Bayerische Bierkönigin Spannendes zur Geschichte des Bieres. Zu Recht gilt das Bayerische Brauereimuseum als „Schatzkammer der Bierkultur“, die den Besucher auf einer Ausstellungsfläche von über 3.000 Quadratmetern durch die faszinierende Welt der Brau- und Biergeschichte wandeln lässt. „Ich bin schlichtweg begeistert und sehr beeindruckt, was sich hier an Wissen rund um’s Bier entdecken lässt“, erklärte Sarah Jäger nach dem Rundgang.
Das Bayerische Brauereimuseum ist eines der größten Spezialmuseen zu Brauen und Bier weltweit. Besucher können hier viele interessante Informationen zum Beispiel über die Kunst des Bierbrauens, die Bierkultur im Wandel der Zeit und das Bier in der Werbung erfahren.
Zusammen mit Biersommelier Martin Ständner erlebte die Bayerische Bierkönigin am Ende des bierkulturellen „Arbeitstages“ dann im Rahmen einer Bierverkostung noch eine Reise durch die Welt der Biersensorik.
Gefragt, was Kulmbach für den Besuch der Bayerischen Bierkönigin so attraktiv mache, hob Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, hervor: „Der Kulmbacher Mönchshof bietet als „bierkulturelles Gesamtkunstwerk“ eine in dieser Form einzigartige Möglichkeit, auf engstem Raum alles hautnah zu erleben, was Bayerisches Bier auszeichnet: Handwerkliche Braukunst, einzigartige Vielfalt, besondere Tradition, faszinierende Geschichte und den ungeheuren Facettenreichtum all dessen, was sich um Bayerns Nationalgetränk seit Jahrhunderten rankt.“
Dr. Lothar Ebbertz betonte, er sei sehr dankbar, dass der Kulmbacher Mönchshof der frisch gebackenen Bierkönigin nun die exklusive Chance geboten habe, einen Tag lang noch tiefer in die einzigartige bayerische Bierkultur einzutauchen.
von links: Karin Kühn, Öffentlichkeitsarbeit Bayerischer Brauerbund, Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer Bayerischer Brauerbund, Sarah Jäger, Bayerische Bierkönigin, Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin Museen im Kulmbacher Mönchshof und – am Gläsernen Sudkessel – Diplom-Braumeister Sebastian Hacker, Gläserne Museumsbrauerei, stoßen auf das Bayerische Bier an.
Bayerische Bierkönigin 2021/2022
Mit Sarah Jäger (31) aus Schwandorf wurde die Krone der Bayerischen Bierkönigin erstmals in die Oberpfalz geholt. Sarah überzeugte die Jury mit Spontanität, Charme und profundem Wissen über die bayerische Bierkultur und das Bayerische Bier. Bis Mai 2022 wird Sarah Jäger nun gemeinsam mit dem Bayerischen Brauerbund „Bayerisches Bier“ und das „Bierland Bayern“ im In- und Ausland vertreten und Bierfreunden weltweit das Kulturgut aus dem Freistaat als ebenso hochwertige wie vielfältige Spezialität nahebringen.
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