Aktuelles

  • Sechs Bierprinzessinnen bereiten sich auf Wahl zur Bayerischen Bierkönigin vor

    Die sechs Finalistinnen der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2023/2024 sind im Rahmen einer Studienfahrt zu Gast im Kulmbacher Mönchshof. Sie besuchen das Bayerische Brauereimuseum und vertiefen ihr Wissen in Sachen Bier. Dazu gehören wichtige Kenntnisse zur Bier-Sensorik. In der Gläsernen Brauerei des Bayerischen Brauereimuseums erleben die „Amtsanwärterinnen“ zur Bayerischen Bierkönigin den Brauprozess hautnah mit. Auch ein Blick auf den aktuellen Biermarkt fehlt dabei nicht. 

    In diesem Jahr sind die „letzten“ sechs von 70 Bewerberinnen um den Titel „Bayerische Bierkönigin“ wieder zu Besuch im Bayerischen Brauereimuseum mit dem Museumspädagogischen Zentrum im Kulmbacher Mönchshof. Die Kulmbacher Brauerei fördert diese Schulung: „Eine tief verwurzelte und im Laufe der Jahrhunderte perfektionierte Handwerkskunst lässt in Bayern und Franken Biere entstehen, die das Herz jedes Bierkenners höherschlagen lassen! Wir sind in Kulmbach, der heimlichen Hauptstadt des Bieres, ein Teil dieser Kultur: Es ist uns ein Herzensanliegen, die Schulungstage der „Bierprinzessinnen“ im Kulmbacher Mönchshof auch dieses Jahr wieder zu unterstützen. Die weit zurückreichende Historie und Tradition der Braukultur ist den jungen Damen hier besonders gut zu vermitteln“, erklärt Mathias Keil, Vorstand Finanzen und Technik Kulmbacher Brauerei, dieses Engagement. „Der Brauprozess kann in der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums gut nachvollzogen werden – die Besucherinnen können die Prozesse des Einmaischens, des Abläuterns und Würzekochens sehen und damit sehr gut verstehen“, so Keil, der selbst Dipl.-Brauingenieur ist, weiter. 

    Bier-Sensorik und die Vielseitigkeit des Bieres 

    Am Tag ihrer Anreise erfahren die Finalistinnen während eines Vier-Gänge-Biermenüs Grundlegendes darüber, welche Biersorten am besten zu welchen Speisen passen und mit den jeweiligen Zutaten harmonieren:  In der Koch- und Backschule des Museumspädagogischen Zentrums (MUPÄZ) des Bayerischen Brauereimuseums geht Biersommelier und Museumsführer Martin Ständner, langjähriger Mitarbeiter der Museen im Kulmbacher Mönchshof, zwischen den einzelnen Gängen darauf ein, worauf bei der Auswahl einzelner Biersorten zu achten ist, was zu sehen, zu riechen und zu schmecken ist und weshalb die einzelnen Geschmackswelten gut zu den jeweiligen Speisen passen. 


    Brauen in der Gläsernen Museumsbrauerei  

    Am Freitag, 24. März 2023, üben sich die potenziellen Thronfolgerinnen im Rahmen ihrer Studienfahrt in der Gläsernen Museumsbrauerei auch im „Einmaischen“, „Abläutern“ und „Würzekochen“. Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister in der Gläsernen Museums-brauerei, erklärt den Brauprozess und alles über die dabei benötigten Rohstoffe.  

    Bayerisches Brauereimuseum – seit mehr als 25 Jahren Schatzkammer bayerischer Bierkultur  

    Die Bierprinzessinnen besichtigen auch das Bayerische Brauereimuseum. Aufbauend auf Schwerpunktthemen wie „Bierkultur im Wandel der Zeit“ und „Bayerisches Reinheitsgebot“, aber auch „Bier in der Werbung“ bieten sich den „königlichen“ Gästen auf rund 3000m² interaktive Stationen, viele Inszenierungen und wertvolle Exponate: Sie kommen so zu einer Weiterbildung auf höchstem Niveau.   

    „Es ist für unser gesamtes Team immer wieder aufregend und auch etwas Besonderes, wenn der Bayerische Brauerbund mit den Bierprinzessinnen zu uns nach Kulmbach in das Bayerische Brauereimuseum kommt, um die jungen Damen bei uns in der „heimlichen Hauptstadt des Bieres“ in die Welt des Brauens und der bayerischen Bierkultur zu entführen. Wo ließe sich ein Tag lang „Rund um’s Bier in Theorie und Praxis“ besser verbringen, als bei uns in der Schatzkammer der Bayerischen Bierkultur“, ist Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V., überzeugt. „Und ich persönlich finde es interessant, im direkten Austausch mit den jungen Damen erfahren zu können, weshalb sich diese für die Bayerische Bierkultur und unser Kulturgut Bier einsetzen wollen. Zeigt mir dies doch immer wieder unterschiedliche Ansätze auf, wie sich Tradition in die Zukunft fortschreiben lässt.“ 

    Aktueller Biermarkt im Mittelpunkt 

    Darüber hinaus blicken die sechs Finalistinnen im Rahmen der Schulung auf den aktuellen Biermarkt. Anhand stichhaltiger Daten und Fakten lernen sie diesen näher kennen, um zukünftig nicht nur im Interview kompetent Rede und Antwort stehen zu können, sondern die Branche auch profund vertreten zu können. 

    Einzigartigkeit Bayerischer Bierkultur 

    Gerne folgt der Bayerische Brauerbund auch in diesem Jahr wieder der Einladung in den Kulmbacher Mönchshof, um hier die Schulung der sechs Finalistinnen zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin 2023/2024 durchzuführen. „Die Finalistinnen bringen eine Menge Liebe zum Bier und Begeisterung für unsere bayerische Bierkultur mit. Aber das Wissen um die Geschichte des Brauwesens, den Biermarkt, den Brauprozess oder die Vielfalt unserer bayerischen Biere ist doch sehr unterschiedlich.  Wo könnte man Wissenslücken rund um’s Bier anschaulicher schließen als im Kulmbacher Mönchshof? Das Gläserne Sudhaus, das beeindruckende Brauereimuseum und die Schau- und Versuchsküche im Museumspädagogischen Zentrum bieten den idealen Rahmen, unsere „Bierprinzessinnen“ mit dem nötigen bierkulturellen Rüstzeug für den Finalabend und für eine erfolgreiche Amtszeit auszustatten. Wir freuen uns sehr, nach drei-jähriger, Corona-bedingter Zwangspause endlich unsere Finalistinnen wieder in Kulmbach schulen zu dürfen.“, erklärt Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes.  

    Das Finale um die Krone der Bayerischen Bierkönigin 2023/2024 findet im Rahmen einer festlichen Gala am 25. Mai 2023 in München statt. 

    TV-Bericht – TVO

    Kulmbach: „Bierkönigin“-Kandidatinnen besuchen Brauereimuseum
    Unterfränkin Anna-Kathrin Ott ist Frankens Hoffnungsträgerin

    Die Bilder des „Prinzessinnen-Besuchs“










































  • Internationaler Museumstag 2023 – Audioguides — Sonderführungen – Sonderausstellung

    „Sustainability and wellbeing“ im Blick 

    • Audioguides: Neugier wecken 
    • Sonderführungen: Wissen mehren   
    • Sonderausstellung: Historisches entdecken 

    Der Internationale Museumstag (IMT) findet 2023 zum 46. Mal statt. Er wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen und in Deutschland in diesem Jahr am Sonntag, 21. Mai 2023, gefeiert. Ziel ist es, mit dem IMT auf die Museen aufmerksam zu machen und Besucher:innen dazu einzuladen, die Vielfalt der Museen zu entdecken. Die Museen im Kulmbacher Mönchshof bieten passend zum diesjährigen IMT-Motto „Sustainability and wellbeing“ eine attraktive Möglichkeit, ihre Ausstellungen mithilfe von Audioguides individuell zu entdecken. Als weiteres Angebot gibt es in allen drei Museen im Mönchshof anlässlich des IMT 2023 eine jeweilig kostenfreie Sonderführung. Eine Anmeldung dazu empfiehlt sich. 

    Nachhaltigkeit und Wohlbefinden – zwei Attribute, derer sich die Museen glücklich schätzen dürfen in einer Welt, die in vielerlei Hinsicht zunehmend durch die Endlichkeit ihrer Ressourcen geprägt ist. So wird in den vielen Museen Geschichte in spannenden Inszenierungen kollektiv erlebbar gemacht und auf diese Weise dem Vergessen vorenthalten. Tradiertes Wissen bleibt lebendig und transportiert sich fort über die Gegenwart in die Zukunft. Der Zauber von Museen liegt in ihrem Erkenntnispotential. Von Generation zu Generation schreiben sie damit Nachhaltigkeit fort: Vergangenes wird immer wieder neu entdeckt und formiert auf diese Weise das Bild von der Welt zu einem Ganzen. Für den Suchenden wird so das Erkennen zur Wohlfahrt. 

    Audioguides: Neugier wecken  

    Anlässlich des IMT stellen die Museen im Mönchshof ihre Audioguides interessierten Besuchern an diesem Tag kostenfrei zur Verfügung. Auf interessante, unterhaltsame und sehr persönliche Art erzählen sie in den drei Museen ihre spannenden Geschichten. Wissen so vermitteln, dass es im Kopf bleibt, erzählen anstatt vorlesen: authentisch und auf Augenhöhe. Selbst dann, wenn es um komplexe Themen geht. Die Audioguides lenken den Blick der Besucher:innen auf spannende Details und wecken die Neugier auf mehr. Selbst für alte Hasen lassen sich auf diese Weise die Museen im Mönchshof mit den Ohren auf überraschende Weise völlig neu entdecken.  

    Abgespielt werden können die kurzweiligen Texte auf den Mobiltelefonen der Museumsbesucher*innen oder entsprechenden Audiogeräten. Diese stehen anlässlich des IMT 2023 kostenfrei an der Museenkasse zur Verfügung, lediglich Pfandgebühr ist zu entrichten, denn auch den Museumseintritt gibt es in Verbindung mit dieser Aktion an diesem Tag gratis. Das Pfand wird bei Rückgabe der Geräte zurückerstattet.

    Sonderführungen: Wissen mehren  

    Um 10:30 Uhr gibt es anlässlich des IMT 2023 in allen drei Museen eine jeweilige Sonderführung zum Nulltarif – freien Eintritt eingeschlossen. Die Anzahl der Teilnehmer:innen pro Führung ist limitiert, eine Voranmeldung empfiehlt sich. 

    Sonderausstellung: Historisches entdecken 

    Darüber hinaus ist auch der Besuch der aktuellen Sonderausstellung über das Wesen historischer Marktbuden in Kulmbach an diesem besonderen Tag kostenfrei. Bier- und Bratwurstbude, die traditionellen Insignien oberfränkischer Genusskultur, erzählen aus ihrem bewegten Leben. Dabei vermitteln sie essenzielle Eindrücke aus einer Zeit, in der die Wegwerfmentalität noch nicht fast alle wesentlichen Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenseins dominierte, die Menschheit dadurch jedoch keineswegs unglücklicher erschien.  

    „Sustainability and wellbeing“ – Nachhaltigkeit und Wohlbefinden einmal ganz anders interpretiert, aus der Geschichte lernen und einfach nur staunen.  

     

    Anmeldungen zu den Sonderführungen unter: 

    Telefon 09221 805 14 oder  


    Anmelden für die Sonderführungen – hier klicken.

  • Am Tag des Bieres – Königliches Biergeflüster mit der Bayerischen Bierkönigin

    Das Bayerische Brauereimuseum bietet am „Tag des Bieres“, Sonntag, 23. April 2023, von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr eine Bierprobe unter “königlicher“ Anleitung an: Kurzweilig und informativ können sich die Teilnehmer:innen in zwei Stunden die wichtigsten Grundkenntnisse des Bierbrauens aneignen – im Rahmen einer 30-minütigen Führung durch die Abteilung „Bierbrauen um 1900“ und bei einer  sich anschließenden Bierverkostung unter Anleitung der amtierenden Bayerischen Bierkönigin, Sarah Jäger. 

    „Mit Charme und profundem Wissen über die bayerische Bierkultur bezaubert Sarah Jäger BierliebhaberInnen. Ich freue mich sehr die Bayerische Bierkönigin zum „Tag des Bieres“ im Bayerischen Brauereimuseum begrüßen zu dürfen“, sagt Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin des Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V.. „Sarah steht als Bayerische Bierkönigin ebenso wie wir für die Tradition des Brauens und für Genusskultur“, so Metzel weiter. 

    Tag des Bieres in der Historie und im Heute

    Die amtierende Bayerische Bierkönigin, Sarah Jäger, erklärt: „Der Tag des Bieres ist für die Braubranche der wichtigste „Feiertag“ im Jahr. Am 23. April 1516 wurde das Reinheitsgebot für Bier erlassen. Seitdem dürfen zum Brauen unseres Bieres nur vier Rohstoffe verwendet werden: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe.“ 

    Laut Sarah Jäger brauen mit diesen vier Rohstoffen allein die Brauer in Bayern über 40 unterschiedliche Biersorten mit über 4000 Marken. „Und jedes einzelne dieser Biere ist im Geschmack einzigartig“, zeigt Sarah Jäger begeistert auf. 

    „Ich freue mich schon darauf, den diesjährigen Tag des Bieres in Kulmbach verbringen zu dürfen! Die Museen im Mönchshof und allen vorweg das Bayerische Brauereimuseum sind von Beginn der Amtszeit an wichtige Unterstützer der Bayerischen Bierkönigin, denn hier werden die Grundsteine bzw. das Grundwissen über das Thema „Bayerisches Bier“ bei einer zwei-tägigen Schulung gelegt“, betont die amtierende Bayerische Bierkönigin. 

    Welt des Bieres  

    Die Teilnehmer:innen des „königlichen Biergeflüsters“ können sich in lockerer Atmosphäre über „die Welt des Bieres“, über die gängigsten Biersorten, die beim Brauen verwendeten Rohstoffe, das Reinheitsgebot und vieles mehr informieren sowie sich dabei ganz ungezwungen mit der Bayerischen Bierkönigin Sarah Jäger rund um das Thema Brauen und Bier austauschen. 

     

    Bierprobe – Bierverkostung 

    Nach der Kurzführung durch das Bayerische Brauereimuseum verkosten alle Teilnehmer:innen zusammen unter versierter Anleitung von Sarah Jäger drei Sorten Kulmbacher Biere (je 0,2l) – den „Urtyp“ aus der Gläsernen Museumsbrauerei eingeschlossen. 

    Dazu gibt es ofenfrisches Museumsbrot. 

     

    Urkunde und Mitbringsel 

    … und wenn die Teilnehmer:innen gut aufgepasst haben, erhalten diese eine Bierkenner-Urkunde sowie ein Bierglas als Andenken mit auf den Nachhause-Weg. 


    Anmeldung – Hier Klicken

  • Zukunftsweisende Allianz bei „Kultur unter‘m Dach“

    Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. und Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. gehen zukünftig gemeinsame Wege

    Kulmbach, 13. Januar 2023: Die Freude auf allen Seiten ist groß: Der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. und der Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. gehen ab sofort gemeinsame Wege bei „Kultur unter’m Dach“. Über diese zukunftsweisende Kultur-Allianz der beiden gemeinnützigen Kulturvereine informierten jetzt die Beteiligten in einem gemeinsamen Pressegespräch im Foyer der Museen im Kulmbacher Mönchshof. Und es gibt weiteren Anlass zur Freude in Kulturkreisen: Ab 2024 findet jährlich im Januar das neue Mönchshof Kabarettpreis Finale statt. Dies unterstützt die Kulmbacher Brauerei mit ihrer BrauSpezialitätenmarke Mönchshof.

    „Bierkultur und Kabarett gehören zusammen“, ist sich Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., sicher.Wir freuen uns sehr, die Freunde vom Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. bei uns im Kulmbacher Mönchshof als Kultur-Partner willkommen heißen zu dürfen“, fährt Metzel fort.

    „Gerade heutzutage ist es wichtiger denn je, Begegnungsstätten für Menschen zu erhalten und Programme auszubauen. Genau das schaffen wir mit unserer neuen „Kultur-Allianz“ bei Kultur unter’m Dach auf unserer Museumsbühne: Zusammen sind wir stärker, ein Gewinn für alle“, so die Geschäftsführerin.

    „Glück‘ auf und herzlich willkommen bei uns!“, ruft sie dem neuen Kultur-Partner ermunternd zu.

    Sie dankt nicht nur dem neuen Kooperationspartner für seine Kreativität und Offenheit, sondern auch ihrem Vereinsvorstand und der Kulmbacher Brauerei. „Sie haben uns von Anfang an in der Idee, eine Kooperation mit dem Kulmbacher Kleinkunst-Brettla bei Kultur unter’m Dach einzugehen, bestärkt und uns entsprechend unterstützt“, betont Dr. Helga Metzel.

    Kulturunterstützung als Herzensangelegenheit

    „Für die Kulmbacher Brauerei ist es eine Herzensangelegenheit, sich auch außerhalb des Museen-Vereins in kulturellen Bereichen zu engagieren“, sagt Markus Stodden, Sprecher des Vorstands der Kulmbacher Brauerei AG und Vorstand der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V..

    Kulturelle Angebote seien mehr als Freizeitgestaltung. Kunst und Kultur seien identitätsstiftend und gemeinschaftsbildend, sie würden neue Perspektiven schaffen. „Damit erweitern sie den persönlichen Horizont. So auch Kleinkunst, Kabarett, Comedy und Musik. Da wir wissen, dass Kultur Partner und Förderer braucht, vor allem auch ehrenamtliche Akteure, unterstützen wir seit 2011 das Kleinkunst-Brettla. 2014 haben wir auch gemeinsam den Kulmbacher Kleinkunst-Preis ins Leben gerufen“, führt Markus Stodden aus. „Unser Engagement werden wir selbstverständlich beibehalten. Passend zur neuen Heimat des Kleinkunst-Brettlas werden nun die Mönchshof BrauSpezialitäten als neuer Partner auftreten.“

    Mönchshof Kabarettpreis Finale

    „Der Kulmbacher Mönchshof war schon immer ein besonderer Ort, der Geselligkeit ausstrahlt und in dem ein kreativer Geist wohnt. Sonst gäbe es unsere Mönchshof BrauSpezialitäten nicht“, führt Claudia Kollerer, Senior-Produktmanagerin der Mönchshof BrauSpezialitäten, aus. „Als eine tief in der Region und ganz besonders an diesem Ort verwurzelte Biermarke ist es uns eine Ehre, das Kulmbacher Kleinkunst-Brettla zu unterstützen. Und es gibt doch nichts Genussvolleres, als einen geselligen und unterhaltsamen Veranstaltungsabend mit einer unserer Mönchshof BrauSpezialitäten abzurunden. Das Mönchshof Kabarettpreis Finale wird genau das beweisen.“ Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „So bekommt Bier-Kultur eine neue Bedeutung!“

     

    Bedeutung von Kunst, Kultur und Kulinarik

    Kunst und Kultur ist besonders auch für Landrat Klaus Peter Söllner, ebenfalls Vorstandsmitglied des Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Genussregion: „Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig Kultur für uns ist. Kultur mit allen Sinnen zu erleben, danach sehnen wir uns! Daher freue ich mich sehr darüber, dass sich neue starke Partner wie das Kulmbacher Kleinkunst-Brettla und unser Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. verbünden.“

    Der Kulmbacher Mönchshof gilt als ein Ort der Begegnung, an dem Werte wie Menschlichkeit und Lebensfreude erfahrbar werden. Hier können Besucher und Gäste Kultur und Kulinarik genießen, aber auch lernen und lachen. „Das Kleinkunst-Brettla ist eine Bereicherung für den Kulmbacher Mönchshof als kulturelles Zentrum Kulmbachs. Kleinkunst hört sich nach klein an. Dabei ist es eine große Sache, etwas Eigenes zu schaffen und es dann auf die Bühne zu tragen und sich dem Urteil der Zuschauer auszusetzen“, so Landrat Klaus Peter Söllner.

    Museumsbühne im Mönchshof als neue Heimat

    Nach langer Coronapause und dem Auszug aus dem Saal in Untersteinach, gibt es jetzt einen Neustart für das Kulmbacher Kleinkunst-Brettla: Die Museumsbühne im vierten Obergeschoss des Kulmbacher Mönchshofs wird zur neuen Heimat für die Veranstaltungsreihe der Kulmbacher Künstler.

    Manfred Spindler, 1, Vorsitzender des Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e.V., zeigt auf: „Die Kulturszene hat durch die Beschränkungen in den letzten zwei Jahren stark gelitten. Umso wichtiger ist es, starke Partner und Unterstützer zu finden, die auch finanziell unter die Arme greifen. An dieser Stelle danke ich ausdrücklich der Kulmbacher Brauerei für die langjährige Förderung des Kleinkunst-Brettlas. Wir sind überglücklich und höchst motiviert, zukünftig mit dem Team der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. bei Kultur unter’m Dach weiter für unser Publikum wirken zu können. Wer hätte das gedacht …?!“

    „Bereits im November und Dezember 2022 haben wir in einer Art Probelauf ein Zwischenprogramm im Kulmbacher Mönchshof angeboten. Das war die perfekte Möglichkeit, uns mit den neuen Räumlichkeiten vertraut zu machen“, führt Spindler weiter aus. „Wir fühlen uns bereits jetzt im Kulmbacher Mönchshof bei Kultur unter’m Dach sehr wohl!“

    Kultur unter’m Dach Programmvorschau 2023/2024

    2023

    20.01.2023: Das EICH – „Äußerst EICHhaltig“

    09.03.2023: Holger Paetz – Fastenpredigt

    22.04.2023: Erich Olbrich – Buch-Lesung

    06.2023: Das EICH – Lesung „Asterix auf Oberfränkisch“/Band 2

    09.2023: Plassenburg Singkreis

    07.10.2023: Lothar Groß – Onkel Loda IV

    10.2023: Ö3 – die Austropop-Band

    11.11.2023: Wolfgang Buck – „Visäwie“

    12.2023:  Rüdiger Baumann – Grippenspiel o. ä.

    2024

    27.01.2024: Mönchshof Kabarettpreis Finale 2024

    24.02.2024: Abschiedstournee-Auftakt 35 Jahre ‚Das seltsame Paar‘

    Weitere Informationen und Buchung unter

    www.kleinkunstbrettla.de

    www.okticket.de

  • Historische Marktbuden „in Öl und Holz“

    Die geplante Sonderausstellung zum „Tag der offenen Tür“ am 11. Dezember in den Museen im Kulmbacher Mönchshof wird bald fertig sein. Motto: „Historische Marktbuden – Kulmbachs hölzernes Erbe“. Dieser Tage übergab Nina Schipkowski von den Städtischen Museen auf der Plassenburg dazu eine stimmungsvolle Impression des bekannten Kulmbacher Heimatmalers Michel Weiß als Leihgabe an die Museen im Kulmbacher Mönchshof. Ein Bild, das bisher noch nie öffentlich in Erscheinung getreten ist.

    In einem ersten Gespräch der neuen Museumsleiterin Nina Schipkowski Mitte Oktober diesen Jahres mit ihrem Berufskollegen Bernhard Sauermann, dem Museumsurgestein vom Kulmbacher Mönchshof, war man sich schnell einig: In der Zukunft wolle man das in den Depots der beiden Museen verborgene historische Potential gemeinsam noch besser nutzen, um die kulturelle Vielfalt aus Kulmbachs Vergangenheit  noch lebendiger und spannender aufzuarbeiten und an die interessierte Öffentlichkeit zu tragen.

     

    „Es gilt, die zahlreich vorhandenen Schätze nachhaltig zu heben und ins rechte Licht zu rücken“, meint Bernhard Sauermann und weiter: „Kulmbach hat auf diesem Sektor viel mehr zu bieten als gemeinhin bekannt. Hier hält die alte Markgrafenstadt noch so manches an Bemerkenswertem in der Hinterhand. Viele Jahrhunderte alter fränkischer Regierungssitz mit imposanter Landesfestung, fulminanter industrieller Aufschwung vor allem durch Bier und Textil, und postindustrielle Genussmetropole mit einem reichhaltigen  Fundus an Entdeckungswürdigem zur Profilierung regionaler Identität. Das wird die Herzen von Forschern und Entdeckern ganz sicher höher schlagen lassen.“

     

    Den Anfang der „Depot-Kooperation“ der beiden Museumslandschaften macht die kleine Sonderausstellung „Historische Marktbuden – Kulmbachs hölzernes Erbe“, liebevoll kuratiert von Sigrid Daum-Sauermann, der ehemaligen Geschäftsführerin der Mönchshofmuseen. Zu sehen zur Weihnachtszeit  auf der Ausstellungsgalerie  der Museen im Kulmbacher Mönchshof – Eröffnung am 3. Advent, zum „Tag der offenen Tür“.

    Nina Schipkowski übergibt Bernhard Sauermann das Bild von Michel Weiß für die Sonderausstellung. „Die Bratwurstbude am Marktplatz in Kulmbach“, Öl/Lw., datiert 1920, signiert. – Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Dargestellt ist in der für Michel Weiß typisch idealisierten Weise eine Szene des Kulmbacher Markttreibens. Nina Schipkowski erklärt: „Im Zentrum des Bildes der Luitpoldbrunnen auf dem Marktplatz, im Hintergrund die den Platz begrenzende Häuserzeile mit Ratskeller, links das alte Kornhaus. Aus der Bildmitte etwas nach rechts gerückt, die eigentliche Figurenszene um die sogenannte Bratwurstbude herum. Dargestellt ist hier eine der typischen Marktbuden, wie sie bis weit ins 20. Jahrhundert hinein auf dem Mark zum Einsatz kamen. Staffagefiguren im Bildvordergrund vervollständigen die Komposition. Ursprünglich Privatbesitz einer ehemaligen Kulmbacher Industriellen-Familie, der Stiftung Landschaftsmuseum im August 2022 als Schenkung überlassen.“

     

    Eine Marktsituation, die so allerdings nicht stattgefunden haben kann. Das alte Kornhaus und der Luitpoldbrunnen haben nie zur selben Zeit auf dem Kulmbacher Marktplatz gestanden. Vielmehr verbindet Michel Weiß hier aus der Erinnerung und anhand von Vorstudien seine romantisierte Sicht auf den Wert städtebaulicher Kontinuität mit seinem idealisierten Geschichtsbewusstsein.

     

    Zwischen dem ersten Gespräch und der Eröffnung der Sonderausstellung am 3. Advent war nicht viel Zeit – ein sportliches Vorhaben! Aber, „wo ein Wille, da ein Weg“ und man fand schnell zahlreiche Mitstreiter, die halfen, die Idee umzusetzen. So bereicherte z.B. Erich Olbrich vom Stadtarchiv die Ausstellung mit einem Foto vom „Kulmbacher Samstagsmarkt“ um 1937. 

    1937 Samstagsmarkt Marktplatz - Paul Damm - Kulmbach (1)
    1937 – Samstagsmarkt in Kulmbach – Paul Damm – Kulmbacher Stadtarchiv

    Bernhard Sauermann fand fleißige Helfer, die ihm halfen, die Insignien für Kulmbacher Genuss zusammenzuführen, nämlich „Bier und Brotwörscht“. So wird auf der Ausstellungsgalerie im Museumsfoyer nicht nur die letzte Kulmbacher Marktbude als Bierausschank zu bestaunen sein, sondern auch eine historische Bratwurstbude aus seiner Privatsammlung. Beide Buden werden ihre Geschichte verraten und von ihren letzten Einsätzen erzählen.

    Geschafft! Es war kein einfaches Unterfangen, das „hölzerne Ungetüm“ auf die Ausstellungsgalerie zu bringen. Von links: Herbert Hesslinger, Museumstechniker i.R., Volker Hempfling, Zimmermann, sowie Bernhard Sauermann, Museumsleiter. – Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    „Man darf gespannt sein, was sich in Zukunft in Sachen Zusammenarbeit noch ergibt“, meint Nina Schipkowski: „Angeregt durch den Glücksfall einer Schenkung an die Stiftung Landschaftsmuseum Obermain, ist die Kooperation der städtischen Museen auf der Plassenburg und den Museen im Mönchshof geglückt. Ich freue mich auf weitere tolle gemeinsame Projekte!“

     

    Hier geht’s zur Seite der Plassenburg: https://www.plassenburg.de/

  • Sebastian Hacker, ein Braumeister für besondere Fälle

    Bild: Paula Bartels / Stadt Helmbrechts

    Von Sigrid Daum-Sauermann

    Immer wieder lässt sich Sebastian Hacker, Braumeister der Gläsernen Museumsbrauerei im Bayerischen Brauereimuseum Kulmbach, Spezialitäten für besondere Gelegenheiten einfallen. So auch zur diesjährigen 600-Jahr-Feier der Stadt Helmbrechts: Anfang November letzten Jahres entwickelte der „Kulmbacher-Biererfinder“ das Helmbrechtser Jubiläumsbier, das nach gebührender Reifezeit schon während des ganzen Jubiläumsjahres exklusiv bei Getränke Dietrich in Helmbrechts erhältlich ist. Außerdem wurde das helle Exportbier zu besonderen Anlässen und Festlichkeiten des Helmbrechtser Jubiläums  ausgeschenkt.

    So vor allem auch zum Festakt, zu dem 600 Ehrengäste geladen waren – an der Spitze Ministerpräsident Markus Söder. In seiner zwanzig minütigen Rede präsentiert sich Söder charmant und bodenständig und hatte schnell die Sympathien der Gäste für sich, als er monierte, noch nichts von dem Jubiläumsbier abbekommen zu haben: “Ich habe gehört, dass ein Festbier gebraut wurde, bekommen habe ich aber noch keines. Dabei wäre bei der langen Begrüßung ein Schluck motivierend gewesen“.

    Biersommelier Jörg Dietrich und Braumeister Sebastian Hacker stürmten gleichzeitig mit je einem Krug auf die Bühne. „Einer hätte genügt“, lachte Söder und ließ sich das Jubiläumsbier vollmundig schmecken.

  • „Schreibwerkstatt Grenzenlos“ besucht Mönchshof-Museen

    Längst hat sich die „Schreibwerkstatt Grenzenlos“ unter der Leitung von Uschi Prawitz in Kulmbach einen Namen gemacht. Bei ihren Treffen bekommen die teilnehmenden „Literaten“ anspruchsvolle Hausaufgaben – aktuell formulierten sie ihre Gedanken zur Weihnachts- und Winterzeit.

    Mit ihren Aktionen bauen sie kulturelle Brücken – der nächste „Brückenschlag“ geschieht am Sonntag, den 11. Dez. (3. Advent) beim „Tag der offenen Tür“ auf der Museumsbühne „unter´m Dach“ der Museen im Mönchshof (4. Stock). Eine wertvolle Arbeit, Menschen zueinander bringen – sozusagen das Gegenkonzept zu Krieg, Flucht und Vertreibung.

    Das Programm wird um 14.00 h beginnen, und wiederholt sich bis 17.00 h immer zur vollen Stunde. Man darf sich  auf einen schönen bunten literarischen Reigen freuen. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Schreibwerkstatt haben sich individuelle Gedanken zur Weihnachts- und Winterzeit gemacht und niedergeschrieben. Aus dieser „Gedankensammlung“ werden sie vorlesen.

     

    Man darf gespannt sein, denn die Autoren und Autorinnen kommen aus verschiedenen Kulturen. Manche haben viel Leid und große Strapazen hinter sich – haben in Kriegsgebieten oftmals ihr Leben eingesetzt, um in Frieden leben zu können – viele wollen sich in der Kulmbacher Region eine neue Existenz aufbauen. Sie suchen eine neue Heimat, die sie in Kulmbach auch gefunden haben. Doch um am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilnehmen zu können, ist es hilfreich, die deutsche Sprache und Kultur kennenzulernen und zu verstehen.

    Sprachpaten

    Die Regierung von Oberfranken hatte im Jahr 2021 den Integrationspreis für gelungene Integrationsarbeit dem Kulmbacher Literaturverein verliehen, auf dessen Initiative die „Schreibwerkstatt Grenzenlos“ zurückgeht – Uschi Prawitz hatte die Leitung des Projekts übernommen.

     „Ehrenamtliche Sprachpatinnen und Sprachpaten bringen den Menschen mit Migrationshintergrund in monatlichen Treffen die deutsche Sprache näher – Begegnung und Austausch stehen bei gemeinsamer literarischer Betätigung im Mittelpunkt“, erklärt Uschi Prawitz die Projektidee der „Schreibwerkstatt Grenzenlos“.

    Ihre Motivation beschreibt sie so: „Für mich geht es um das Miteinander. Teilhabe am Leben in einem fremden Land heißt für mich auch kulturelle Teilhabe. Nur wenn ich lerne, mich in einer fremden Sprache so auszudrücken, dass ich meine Gefühle vermitteln kann, meine Träume und mein Befinden, dann kann ich auch richtig ankommen und Anteil haben. Weiterhin ist es mir enorm wichtig, Grenzen abzubauen. Eine Gesellschaft, die in Schubladen und Grenzen denkt, wird es schwer haben, sich über diese Grenzen hinweg zu bewegen.“

     

     

    Tag der offenen Tür

    Den Organisatoren des „Tags der offene Tür“ in den Mönchshof-Museen liegt diese Aktion besonders am Herzen, bei der einzelne Menschen unterschiedlicher Herkunft zeigen, dass man gerade in Zeiten von Aufruhr und Krieg aufeinander zugehen kann – ungeachtet der Religion, der Nationalität und der Hautfarbe!

    Bernhard Sauermann, Geschäftsführender Museumsleiter der Museen im Mönchshof, findet gerade diese Aktion prädestiniert für die Weihnachtszeit: „Hier geht es letztlich um gelebte Weihnachtsgeschichte! Da kommen Menschen zu uns auf der `Herbergssuche`, die von uns Hilfe erbitten. Es freut mich, dass wir einen Ort der Begegnung ermöglichen können – und wir wollen ihnen wie die Heiligen Drei Könige etwas schenken, nämlich:  Beachtung, Anteilnahme und Wertschätzung. Deshalb wünsche ich mir reichlich Besucher bei uns im 4. Stock. Um derartige Engagements kann sich unser Haus und unsere Region glücklich schätzen.“

     

    Karola Helm, Hauptverantwortliche des Mönchshof-Weihnachtsmarktes sieht in dieser Aktion eine tolle Gelegenheit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen: “Dieses Programm kann ich nur wärmstens empfehlen. Besonders freue ich mich auf ein arabisches Gedicht, das der deutsche Sprachgelehrte Friedrich Rückert bereits im 19. Jhdt. übersetzt hat – vorgelesen von Fatimah Mansour Drak und Robert Prawitz. Das sollte sich niemand entgehen lassen.“

     

    Gemütliche Atmosphäre

    Nicht nur das hölzerne Gebälk des alten Mönchshof-Gebäudes verspricht eine gemütliche Atmosphäre, sondern auch musikalische Untermalung und der Duft nach weihnachtlichen Gewürzen. Eine Teilnehmerin der Schreibwerkstatt, Sanaa Mustafa, wird arabischen Tee anbieten – das Getränk ist kostenlos – um eine kleine Spende für die Arbeit der Schreibwerkstatt wird gebeten.

  • Kulturpaten und Kulturgäste im Landkreis Kulmbach teilen Erinnerungen und Rezepte

    Das Demografie-Kompetenzzentrum (DemKo), ein Projekt von Oberfranken Offensiv, baut ein generationenverbindendes Kulturnetzwerk für Oberfranken auf. Ein Jahr nach dem Projektstart im Landkreis Kulmbach erscheint nun eine eigene Broschüre mit persönlichen Geschichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    Auch auf Radio Plassenburg

    ..kurz mal reinhören

    Gemeinsam statt einsam: Mit dem Projekt „Kulturpaten und -gäste – Gemeinsam der Kultur auf der Spur“, umgesetzt durch das Demografie-Kompetenzzentrum (DemKo), bringt Oberfranken Offensiv ältere Menschen und ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen. Die Idee: Ehrenamtliche Kulturpatinnen und -paten begleiten auf Wunsch ältere Menschen zu Kulturveranstaltungen und profitieren durch gemeinsame Erlebnisse voneinander. Nachdem im Herbst 2021 Ehrenamtliche im Landkreis Kulmbach gefunden und fachlich geschult wurden, trafen sie sich mit den Kulturgästen, also mit Seniorinnen und Senioren mit und ohne Demenz oder Assistenzbedarf. Mit dem Projekt wird auch die Etablierung senioren- und demenzsensibler Angebote in oberfränkischen Kultureinrichtungen unterstützt.

    „Die Stärkung des sozialen Gefüges und der Kultur sind Kernaufgaben des Bezirks Oberfranken. Ich begrüße deshalb sehr, dass das bürgerschaftliche Engagement ein zentraler Baustein des Projekts Kulturpaten von Oberfranken Offensiv ist. Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Das Zusammenspiel der Generationen bewahrt Alltagskompetenzen und Erfahrungswissen, fördert den gegenseitigen Austausch und stärkt den Zusammenhalt zwischen den Menschen“, sagt Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Vorsitzender von Oberfranken Offensiv.

    Gemeinsam auf Spurensuche

    „Diese gemeinsamen Unternehmungen der Kulturpaten und Kulturgäste sind kulturelle Lichtblicke im Alltag von Menschen, die beispielsweise gesundheitliche Beeinträchtigungen haben“, sagt Klaus Peter Söllner, Landrat des Landkreises Kulmbach. Um sich besser kennenzulernen, begaben sich die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Landkreis Kulmbach gemeinsam auf die Suche nach Rezepten, die die Kulturgäste mit ihrer eigenen Lebensgeschichte verbinden. Daraus ist eine eigene Broschüre entstanden mit persönlichen Geschichten und Erinnerungen an das Essen der Nachkriegszeit und Lieblingsrezepten wie Küchla oder Krenfleisch. Die Broschüre wurde am 5. Dezember 2022 in den Museen im Kulmbacher Mönchshof vorgestellt und symbolisch an die Genussregion Oberfranken übergeben. Das DemKo-Projekt „Kulturpaten und -gäste ‒ Gemeinsam der Kultur auf der Spur“ wird auf weitere oberfränkische Landkreise übertragen. Im März 2022 startete es im Landkreis Hof. Auch der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge ist dabei. Dort beginnt das Projekt offiziell am 09. Dezember 2022.

    Die ca. 30-seitige Broschüre in gedruckter Form ist über das Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken bestellbar. Auf der Website der Genussregion Oberfranken (www.genussregion-oberfranken.de) kann die Broschüre demnächst online abgerufen und heruntergeladen werden.

    Weitere Geschichten und Rezepte gesucht

    Haben auch Sie eine Geschichte, die Sie mit einem besonderen Rezept aus Ihrer Kindheit oder Jugend verbinden? Dann senden Sie es uns per Mail an: info@demografie-oberfranken.de

    oder per Post an:

    Demografie-Kompetenzzentrum Oberfranken,

    Industriestraße 11, 96317 Kronach

  • 30. Family-Fun-Festival

    30. Family-Fun-Festival
    25+1 – jähriges Jubiläum des Landkreis-Spielmobils,
    Abschlussveranstaltung der Sommertour 2022
    am Sonntag, 11.09.2022

    Das Family-Fun-Festival zählt mittlerweile sicherlich zu den Höhepunkten im Veranstaltungskalender der Stadt und des Landkreises Kulmbach. Mit 5.000 bis 10.000 Gästen ist es mittlerweile das größte Fest seiner Art in Nordbayern.

    Traditionsgemäß findet diese Veranstaltung für die ganze Familie zum nunmehr 30. Mal am letzten Sonntag der Sommerferien statt – in diesem Jahr der 11.09.2022. Veranstaltet wird das Family Fun Festival von Landkreisjugendarbeit und Kreisjugendring Kulmbach, unterstützt von der Sparkasse Kulmbach-Kronach und dem Mönchshof Kulmbach.

    „Die langjährige Unterstützung des Family-Fun-Festival ist eine Herzblut-Angelegenheit der Sparkasse Kulmbach-Kronach“, so Steffen Potstada, Vorstandsmitglied der Sparkasse Kulmbach-Kronach. „Es war uns vor vielen Jahren ein großes Anliegen, zusammen mit dem Landkreis und dem Kreisjugendring Kulmbach eine Veranstaltung speziell für Kinder und Eltern zu konzipieren. Gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern präsentieren wir unsere Region als familienfreundlichen Ort mit hoher Lebensqualität. Der größte Lohn aller Akteure sind dabei die strahlenden Gesichter der vielen Besucher, in die wir an diesem Tag blicken dürfen.“

    Auch Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. ist voller Vorfreude: „Wir freuen uns sehr, dass das FFF nach zwei Jahren Pause wieder bei uns auf dem Gelände des Kulmbacher Mönchshofes stattfinden wird. Unser Team steht bei der Organisation und Durchführung mit Rat und Tat in allen Belangen zur Seite. Für alle Kulturinteressierten: Unsere Museen sind am Sonntag, 11. September 2022 ab 10.00 Uhr geöffnet – ein Besuch lohnt sich allemal!“

    In diesem Jahr konnten zudem die Firma Noris Color sowie der Lions Club Kulmbach Plassenburg gewonnen werden, um die Veranstaltung auf eine breite finanzielle Basis zu stellen.

    Grundsatzgedanke des Family Fun Festivals ist es nach wie vor, Kindern und Jugendlichen aus dem Landkreis Kulmbach die verschiedensten Freizeitangebote von Vereinen und Verbänden vorzustellen. „Eingepackt“ ist dies in ein kostenloses, buntes und abwechslungsreiches Spiel-, Sport- und Unterhaltungsprogramm. Es wird bei dieser Veranstaltung bewusst auf „Mitmachen statt Zuschauen“ gesetzt.

    Dabei lebt das Family-Fun-Festival vor allem von der ausgewogenen und erfolgreichen Mischung aus ehrenamtlichem Engagement und professioneller Ergänzung. Vereine und Verbände des Landkreises Kulmbach bieten in Zusammenarbeit mit der Landkreisjugendarbeit und dem Kreisjugendring Kulmbach vielfältige und bunte Mitmachaktionen an. Ob kreativ, musisch, sportlich, künstlerisch oder actiongeladen – für jeden Wunsch wird etwas geboten.

    Das unterstreicht auch Landrat Klaus Peter Söllner: „Ein Fest, welches vom ehrenamtlichen Engagement unzähliger Helfer getragen wird und das nur dank der Hilfe von leistungsstarken Partnern durchgeführt werden kann. Die Sparkasse Kulmbach-Kronach ist von der ersten Veranstaltung an bis jetzt ein verlässlicher, wertschätzender und großzügiger Partner. Durch ihre finanzielle Unterstützung gelingt es, immer wieder auf´s Neue, eine Veranstaltung in diesem Umfang zu stemmen. Mit dem Veranstaltungsgelände der Museen im Kulmbacher Mönchshof gibt es in Kulmbach das ideale Veranstaltungsgelände, welches hervorragend für das Family-Fun-Festival geeignet ist. Hier gilt der besondere Dank Frau Dr. Helga Metzel als Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. und ihrem Team.  Der Kreisjugendring Kulmbach, mit dem neuen Vorsitzenden Michael Schramm an der Spitze, sorgt mit seinen vielen Mitgliedsorganisationen für die nötige Anzahl an ehrenamtlich engagierten Helfern. Die Gesamtorganisation und Koordination liegt in den bewährten Händen der Landkreisjugendarbeit Kulmbach.

    Neben dem 30. Veranstaltungsjubiläum feiert auch das Landkreis-Spielmobil seinen 25 + 1. Geburtstag. Nachdem im vergangenen Jahr coronabedingt keine große Geburtstagsparty möglich war, soll dies heuer nachgeholt werden. Daher warten auf die Besucher des Family Fun Festivals auch in dieser Hinsicht einige Geburtstagsüberraschungen.

    Und nicht zuletzt findet die große Sommertour von Kreisjugendring und Radio Plassenburg im Rahmen des Family-Fun-Festivals mit einer großen Aktion ihren Abschluss. Sie ist, nach den Corona bedingten Einschränkungen, Teil der Aktivierungskampagne für Kinder und Jugendliche – ein Sonderprojekt, das aus dem Bayerischen Aktionsplan Jugend des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales durch den Bayerischen Jugendring gefördert wird.

    Von 13.00 Uhr bis 17.30 Uhr steht am Sonntag, 11. September, also das gesamte Gelände des Mönchshof Kulmbach in der Hofer Straße ganz im Zeichen von Spiel, Spaß und Aktionen für die ganze Familie. Und sollte das Wetter doch nicht mitspielen wollen, stehen ausreichend überdachte Flächen in den Hallen zur Verfügung. 

    Auf verschiedenen Show-Bühnen bietet sich Kindergruppen von Vereinen die Gelegenheit ihr Können im Schautanz, Cheerleading, Taekwon-Do, Voltigieren u.v.m. einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Erlebnishüpfburgen, ein Indianer-Tipi, Zaubershows u.v.m. von professionellen Anbietern ergänzen das Programm perfekt.

    Für die ganz kleinen Besucher des Family-Fun-Festivals, von ca. 1 – 5 Jahren, gibt es einen eigenen „Mini-Club“. Hier warten verschiedene Fahrzeuge, eine kleine Hüpfburg und die unterschiedlichsten Spielgeräte darauf, „erobert“ zu werden.

    Im Mupäz ist auch eigens eine Wickel- und Stillecke eingerichtet. Hier informiert auch das Klinikum Kulmbach (Frauenklinik) über das babyfreundliche Krankenhaus und gibt Stillberatung.

    Wer daheim in seiner Spielzeugkiste noch etwas Platz hat bzw. Platz schaffen möchte, für den gibt es auch noch einen Flohmarkt. Hier bieten Kinder für Kinder ihr Spielzeug an, für das sie schon zu groß geworden sind. Und umgekehrt werden kleine Schnäppchenjäger regelmäßig fündig und gehen mit „reicher Beute“ nach Hause.

  • Bundesverdienstkreuz für Sigrid Daum-Sauermann

    Die Entwicklerin der Mönchshof-Museen erhält für ihren Einsatz am Lebensmittelstandort Kulmbach das Bundesverdienstkreuz

    Eine etwas kürzere Zeit der Vorfreude hätte es wohl auch getan. Eigentlich sollte Sigrid Daum-Sauermann ihre große Auszeichnung schon vor vier Monaten erhalten. Wegen Corona musste der Termin damals kurzfristig abgesagt werden. Doch das lange Warten hat sich gelohnt. Die Kulmbacherin nahm am Donnerstag das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegen. Verliehen wurde es von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und überreicht von der bayerischen Ernährungsministerin Michaela Kaniber.

    Ministerin würdigt Engagement

    Bei der feierlichen Zeremonie in München im großen Sitzungssaal des Staats-ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erhielt Sigrid Daum-Sauermann den Orden und die Urkunde. „Es war beeindruckend. Die Feier hat mir gut gefallen“, sagt die Kulmbacherin im Gespräch mit unserer Zeitung.

    Wie es in der Mitteilung des Ministeriums heißt, würdigte Michaela Kaniber das jahrzehntelange Wirken und das Engagement der 71 Jahre alten Kulmbacherin für die Museen und den Lebensmittelstandort Kulmbach. „Mit Ihrem herausragenden Einsatz, der zu Ihrer Lebensaufgabe geworden ist, haben Sie mit den Museen im Kulmbacher Mönchshof ein strahlendes Schaufenster für die Kulmbacher und die bayerische Ernährungskultur geschaffen“, sagte die Ministerin in ihrer Laudatio. „Sie haben die Museen zu einer Visitenkarte für die Genussregion Oberfranken gemacht“, betonte Kaniber.

    „Mit visionärer Kraft, viel Fleiß, fachlichem Tiefgang und einer gehörigen Portion Herzblut haben Sie dauerhafte Spuren im Kulmbacher Land hinterlassen.“

    1.Station: Nordhalben

    Sigrid Daum-Sauermann startete ihre berufliche Karriere als Diplomverwaltungswirtin. Sie wurde aber keine Beamtin, sondern übernahm die Leitung der Klöppelschule in Nordhalben. 1983 hat sie den Deutschen Klöppelverband mitgegründet und bis 1986 auch geleitet. Es ging um die Bewahrung der Tradition, als Sigrid Daum-Sauermann dabei ihr erstes Museum konzipierte, die Internationale Spitzensammlung Nordhalben. Es wurde 1985 eröffnet und erhielt danach den europäischen Museums-Award.

    Der Mönchshof wird Museum

    Nach einer Ausbildung als Rundfunkjournalistin ging Sigrid Daum-Sauermanns weiterer beruflicher Weg zur damaligen Reichelbräu, die heute Kulmbacher Brauerei heißt. 1990 erhielt sie den Auftrag zur Konzeption und zum Aufbau eines Brauereimuseums. Nach der Gründung eines Trägervereins eröffnete 1994 die erste Abteilung des Museums. Nachdem am Mönchshof in der Blaich die Brautätigkeit eingestellt worden ist, habe Daum-Sauer- mann die einmalige Chance erkannt, die leerstehenden Gebäude für ein lebendiges Museum zu nutzen, heißt es in der Laudatio. 2002 feierte das Bayerische Brauereimuseum Eröffnung. Es kamen 2008 das Bayerische Bäckereimuseum und 2015 das Deutsche Gewürzmuseum hinzu, die die weiteren wichtigen Facetten der Kulmbacher Lebensmittelbranche zeigen. „Das 2012 vollendete Museumspädagogische Zentrum trägt ebenso die Handschrift der Geehrten.“ Mit den Museen sei ein kultureller und touristischer Anziehungspunkt entstanden, der die Genussprodukte Bier, Brot und Gewürze mit ihren realen Verarbeitungsstätten zum Anfassen und Ausprobieren darstellt. Das Museumskonzept hat eine Strahlkraft für die Region entwickelt und Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Fördergeber gleichermaßen überzeugt, sagte Michaela Kaniber. Als Geschäftsführerin lenkte Sigrid Daum-Sauermann die weiteren Geschicke der Museen. „Ihr Einsatz ging zeitlich wie auch inhaltlich weit über ein übliches Arbeitsverhältnis hinaus und war mit seiner visionären Kraft und der Leuchtturmwirkung für die Region herausragend.“, sagte die Ministerin.

    Dank an Weggefährten und Mitstreiterinnen

    Sigrid Daum-Sauermann freut sich sehr über die Auszeichnung. Für sie sei die Zeit des Aufbaus der Museen harte Arbeit gewesen, die ihr aber viel Freude bereitet habe:

    „Diese Leistung war allerdings nur möglichweil ich stets eine Schar von Mitstreiterinnen und Mitstreitern begeistern konnte, die voll hinter mir und meinen Ideen standen – allen voran mein Ehemann Bernhard Sauermann“, betont die Kulmbacherin. Darüber hinaus dankte sie Vorgesetzten, Fachbehörden und Ministerien, die die unterschiedlichen Projekte begleitet und gefördert haben.

    Engagement für die oberfränkische Heimat

    Die Geehrte befindet sich seit 2016 im wohlverdienten Ruhestand, bleibt aber der Kultur weiter eng verbunden. Sie ist Gründungsmitglied des Kunstvereins Kulmbach und wirkt im Kuratorium mit. Auch in der Nepalhilfe-Kulmbach engagiert sie sich seit 2017. Ebenfalls seit 2017 unterstützt die Kulmbacherin das Pilgerbüro von Marienweiher, dem größten Marienwallfahrtsort des Erzbistums Bamberg. Ihr Revitalisierungskonzept für den Wallfahrtsort wird bereits umgesetzt. Geplant ist ein Begegnungs- und Pilgerzentrum.

     Im selben Jahr hat Sigrid Daum-Sauermann die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber erhalten.

    Ihr Ruhestand, das gibt Sigrid Daum-Sauermann zu, sei wohl eher ein Unruhestand. Nach wie vor ist sie sehr aktiv. So setzt sich die Kulmbacherin für die nachhaltige Erschließung der Plassenburg durch eine moderne Seilbahnanlage ein: „Für Kulmbach und die touristische Erschließung der Plassenburg wäre die Installation eines solchen Personenbeförderungsmodells ein epochaler Entwicklungsschritt für einen ebenso mutigen wie aufsehenerregenden Aufbruch in ein zukunftsorientiertes Mobilitätszeitalter“, sagt sie. „Es gibt zur Realisation des Seilbahnprojektes aus heutiger Sicht keine ernstzunehmende Alternative.“

    Außerdem will Sigrid Daum-Sauermann die Runderneuerung einiger mittelalterlicher Häuser in der Kulmbacher Altstadt anpacken. Sie will weiterhin dazu beitragen, die oberfränkische Kultur zu erhalten und behutsam in die Zukunft zu entwickeln. Dabei sei sie sich bewusst: „Kultur wird sich nie rechnen, aber sie macht sich bezahlt – langfristig und nachhaltig. Und daran arbeite ich gerne mit.“ Dass das mit Herzblut geschieht, sei eine Selbstverständlichkeit.