Aktuelles

  • Vortrag: Frühjahrsputz für den Körper

    Die Fähigkeit zu Fasten liegt in den Genen der Menschen: „In unserer heutigen Zeit des Überkonsums ist sie in den Hintergrund geraten“, erklärt die Gesundheitsberaterin Kathrin Müller, Kulmbach. „Gleichzeitig sind Allergien, diverse Krankheiten, Übergewicht und Unverträglichkeiten explodiert. Auch Umweltgifte belasten den menschlichen Körper immer mehr“, sagt Müller. Deshalb sei es sehr wertvoll, für die Gesundheit und Gesunderhaltung in die Eigenverantwortung zu gehen und ein- bis zweimal im Jahr den Körper zu entgiften: Die Gesundheitsberaterin wird am Dienstag, 20. Februar 2024 um 18:00 Uhr im Rahmen eines kostenfreien Vortrages über Details zum Fasten im Allgemeinen und zur im März 2024 geplanten Fastenwoche ganz konkret informieren. Der Vortrag findet im Museumspädagogischen Zentrum der Museen im Kulmbacher Mönchshof MUPÄZ statt.

    Beim Fasten wird der Körper von alten Schlacken und Giften befreit. Entzündungswerte, hoher Blutdruck oder auch ein zu hoher Insulinspiegel wird gesenkt. Körper und Seele kommen wieder in Einklang: „Wenn man bedenkt, dass unser Immunsystem zu 80 Prozent im Darm verankert ist, ist eine Fastenwoche zugleich ein einfacher und natürlicher Immunbooster. Das Mikrobiom wird entlastet und die Darmbakterien, die uns guttun, werden sich wieder vermehren oder wieder besser für uns arbeiten. Meine eigenen Fastenerfahrungen haben mir auch gezeigt, dass bewusster Verzicht eine sehr schöne persönliche Erfahrung ist, Fasten schafft wieder Struktur und Ordnung im Leben. Reinheit und Klarheit wachsen“, schwärmt die Kulmbacher Gesundheitsberaterin vom „Frühjahrsputz für den Körper“.

    Auf alle diese Punkte wird Kathrin Müller im Februar während ihres Fastenvortrages im MUPÄZ eingehen. Darüber hinaus erklärt sie, wie die im März geplante Fastenwoche ablaufen wird.

    Ganzheitliche Fastenwoche im März

    Fasteninteressierte können unter Begleitung von Müller eine ganzheitliche Fastenwoche vom Freitag, 15. März 2024 bis zum Freitag, 22. März 2024, durchführen. Dieser Zeitraum liegt in der christlichen Fastenzeit. „Solch ein „Frühjahrsputz des Körpers“ kann eine sehr wertvolle Chance sein, in eine gesündere Ernährungsform zu wechseln, wieder mehr Liebe zu hochwertigen Lebensmitteln zu entwickeln und somit die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen“, kündigt die Gesundheitsberaterin die ganzheitliche Fastenwoche an.

    Kathrin Müller organisiert die ganzheitliche Fastenwoche und führt diese auch durch. Das „Teambuilding“ beginnt mit einer Führung durch das Deutsche Gewürzmuseum im Kulmbacher Mönchshof. „Gemeinsam in der Gruppe zu fasten, ist gerade auch für Fastenneulinge leichter, die Motivation zu fasten wird steigen. Ich stelle jede*r Teilnehmer*in an der von mir begleiteten Fastenwoche mein Wissen sowie meine Erfahrungen Rund um die Uhr zur Verfügung, falls dies nötig ist“, bietet Müller an.

    Des Weiteren plant Kathrin Müller viele Extras für die Teilnehmer*innen an der geplanten Fastenwoche: z. B. den Einsatz der von ihr hergestellten, fermentierten Gemüsesäfte sowie täglich frisch zubereiteter Gemüsebrühen. Während der Fastenwoche gibt es zudem die Möglichkeit, täglich an einer Aktivität wie Wandern, Kneipen, Yoga oder Meditieren teilzunehmen. Auch ein gemeinsamer Saunaausflug ist denkbar.

    Im MUPÄZ wird dann am Ende der Fastenwoche das traditionelle Fastenbrechen gemeinsam in der Gruppe vollzogen. Dort bespricht die Gesundheitsberaterin auch den weiteren Kostaufbau mit der Fastengruppe.


    Hier Klicken – Anmeldung für den Vortrag

  • Gin ist mehr als Gin und Tonic

    Vor ein paar Jahren feierte Gin sein „Comeback“. Der klassische GinTonic ist mittlerweile nahezu auf jeder Getränkekarte zu finden. Wie vielseitig Gin sein kann und dass man ihn auch pur genießen kann – dies und vieles mehr erleben die Teilnehmer*innen im Museumspädagogischen Zentrum MUPÄZ der Museen im Kulmbacher Mönchshof am Samstag, 10. Februar 2024, um 18:30 Uhr bei einem Gin-Tasting mit Marcel Völkel, Inhaber der Sacks Destille in Weißenstadt/Fichtelgebirge.

    Zur Verkostung stehen im Rahmen des Gin-Tastings fünf unterschiedliche, hochwertige, handgefertigte Gin-Sorten bereit. Wissenswertes über die Herstellung, weshalb die Queen vor dem Mittag- und Abendessen ein Gläschen Gin trank, was alles im Rahmen des Gin-Genusses erlaubt ist und was man alles aus Gin machen kann, dies vermittelt Marcel Völkel, seit fünf Jahren Inhaber der seit 1864 bestehenden Destille in Weißenstadt im Fichtelgebirge.

    Tradition vereint mit modernem Zeitgeist

    Sacks Destille steht für Tradition. Auch heute noch werden alle Produkte zu hundert Prozent von Hand hergestellt, abgefüllt und etikettiert. Zu so viel Tradition passt auch ein moderner Zeitgeist. „Was mir bei der Übernahme der Destille damals noch fehlte, war ein Gin im Sortiment. Also entwickelte ich meinen ersten Illegal Gin – den Bandit“, erklärt Marcel Völkel. Es folgten weitere Kreationen, die das Sortiment über die Jahre hinweg erweiterten.

    Hommage an Kulmbach – der „KULMGIN“

    Neu und als Hommage an Völkels Heimatstadt Kulmbach gedacht, kam erst vor Kurzem der „KULMGIN“ als Neuprodukt auf den Markt: Hopfenaromen und süßliche Nuancen von Malz umrahmen die Gin-Wacholdernoten. „Im vergangenen April haben wir neben unserem Ladengeschäft in Weißenstadt eine Filiale in Kulmbach eröffnet. Darauf sollte nun auch ein eigener Gin folgen. Meine Absicht war es, Charakter und Charme unserer fränkischen Bierkultur in einem feinen Destillat einzufangen“, führt Völkel weiter aus.Vom ersten bis zum jüngst auf den Markt gebrachten Gin stehen beim Gin-Tasting im Februar im MUPÄZ alle Sorten für die Teilnehmer*innen zum Probieren bereit. Zu jeder Gin-Sorte und damit passend zu jedem Gin-Charakter gibt es für die Teilnehmer*innen kleine Gaumenbegleiter und zum Abschluss des Tastings für jede/n Gin-Liebhaber*in und die, die es noch werden wollen, einen Gin-Cocktail.

    Datum: 10.02.2024

    Beginn: 18:30 Uhr
    Dauer: ca. 2 h

    Kosten: Euro 56,- pro Person


    Jetzt Gin-Tasting Event buchen – hier klicken

  • Stärk´antrinken im Kulmbacher Mönchshof-Bräuhaussaal

    Eine allseits beliebte Tradition im Kulmbacher Stadtteil Blaich und einer der ersten wichtigen Termine im neuen Jahr ist das „Stärk‘ antrinken“ im Kulmbacher Mönchshof-Bräuhaussaal. Sebastian Hacker, Diplom-Braumeister der Gläsernen Museumsbrauerei, sticht am Freitag, 5. Januar 2024, um 19.00 Uhr den hellen Museums-Bock an – das passende Bier für die kalte Jahreszeit. Dazu gibt es herzhafte Gerichte und passende Musik von der San-Combo, der Eintritt ist frei.

    In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, die letzte der 12. Raunächte, pflegt man im Mönchshof einen alten oberfränkischen Brauch: das „Stärk´ antrinken“. Dazu trifft man sich traditionell im Familien- oder Freundeskreis, um sich – zum Beispiel bei einem guten Glas Bier – gemeinsam Mut und Kraft für die anstehenden Aufgaben des neuen Jahres zu holen. Die Ursprünge dieses Brauches gehen wohl auf die alten Kelten zurück. Laut Sebastian Hacker ist der helle Museumsbock aus der Gläsernen Museums-Brauerei auch diesesJahr wieder gut gehopft und weist eine feine Hopfenbittere auf. Der Diplom-Braumeister schwärmt:
    „Dieses Bockbier passt sehr gut zum traditionellen „Stärk´ antrinken“ im Mönchshof, das sicher auch in diesem Jahr wieder viele Gäste in den Mönchshof führen wird.“
    Passend zum hellen Bock gibt es fränkischen Schweinebraten mit Klößen und Sauerkraut oder Bratwürste sowie Käsespätzle.
    Die San Combo umrahmt das Stärk‘ antrinken in bekannter Manier. Tischreservierungen sind ausdrücklich erbeten. Unter 09221 – 4264 können sich interessierte Teilnehmer*innen anmelden.

  • Neue Veranstaltungsreihe:„Ernährungswissen entdecken“

    Regionalität, pflanzenbasiertes Essen oder Superfoods – das sind nur einige der Begriffe, die ernährungsinteressierten Verbrauchern begegnen. Für alle, die wissen möchten, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, wie sie schmecken und wie sich diese Trends konkret im Alltag umsetzen lassen, hat das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) eine Veranstaltungsreihe konzipiert. Zum Auftakt im Januar und Februar 2024 geht es um „Bayerische Superfoods“.

    Unter dem Motto „Ernährungswissen entdecken“ beleuchtet das KErn in Zusammenarbeit mit den Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. ab Januar 2024 aktuelle Ernährungsthemen und Trends.

    „Unser Museumspädagogisches Zentrum MUPÄZ ist prädestiniert für Vorträge rund um die Ernährung – in der Adalbert-Raps-Bibliothek können wir darüber hinaus auch praktische Verkostungen mit Experten

    durchführen: So nehmen Interessierte gleich noch mehr aus derartigen Veranstaltungen rund um die ernährungskulturelle Bildung mit“, betont Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. in Hinblick auf die neue Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem KErn.

    Ernährungsexperten und -praktiker vermitteln verständlich und kompakt die relevanten Fakten und prüfen den Wahrheitsgehalt von Lebensmittel-Mythen. Dabei kommen auch der Genuss und die Praxis nicht zu kurz: Denn Kostproben und Tipps für die Zubereitung ergänzen die Veranstaltungen jeweils.

    „Rund ums Thema Ernährung kursieren zig Begriffe und Trends. Wir am KErn bündeln das entsprechende Wissen dazu – wissenschaftlich und fundiert. Wir freuen uns, dieses Knowhow nun auch an unserem Standort in Kulmbach im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe mit allen Interessierten teilen zu können“, so Christine Röger, Leiterin KErn.

     

    Die Reihe startet mit zwei Abendveranstaltungen im Januar und Februar 2024.

     

    Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt mit Angela Dietz, KErn und Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach

    Chiasamen, Gojibeeren und Co.: Superfoods sind in aller Munde und sollen besonders gesund sein. Viele

    davon stammen aus weit entfernten Ländern. Aber ist es wirklich so, dass weitgereiste Lebensmittel mehr Nährstoffe enthalten als Erzeugnisse aus der Region? Und wo finde ich diese lokalen Superhelden?

    Diese und weitere Fragen werden am 18. Januar 2024 im Vortrag „Bayerisches Superfood – lokale Superhelden wiederentdeckt“ geklärt. Im ersten Teil des Abends nimmt Angela Dietz vom KErn die gängigen exotischen Superfoods genauer unter die Lupe und bewertet sie ernährungsphysiologisch. Zudem zeigt die Ernährungsexpertin heimische Superfood-Alternativen auf.

    Im sich anschließenden praktischen Teil der Veranstaltung zeigt Patrick Schwieder, Koch am Klinikum Kulmbach, wie sich heimische Superfoods zu leckeren Gerichten verarbeiten lassen – Verkostung inklusive.

    Landwirte und Erzeuger aus der Region zeigen zudem, welche Produkte, sich aus heimischen Superfoods herstellen lassen.

    Datum: Donnerstag, 18.01.2024

    Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ, Kulmbach

    Beginn: 18:30 Uhr

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.

    Kichererbse, Linse & Co und die Kunst des richtigen Würzens mit Rita Kranefeld, KErn und Ingrid Pummer, Gewürz-Sommelière

    Hülsenfrüchte erleben derzeit eine Renaissance – und das zu Recht. Lange Zeit als „Arme-Leute-Essen“ bekannt, sind Linsen, Kichererbsen und Co. heute Trendlebensmittel, die zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährung unbedingt dazugehören.

    Bei der Veranstaltung am 22. Februar 2024 lernen die Besucher und Besucherinnen allerlei Wissenswertes rund um Hülsenfrüchte und wie man daraus köstliche Gerichte zaubert.

    Zu Beginn erläutert Rita Kranefeld vom KErn, was Hülsenfrüchte im Rahmen einer gesundheitsförderlichen Ernährung zu bieten haben. Zudem gibt die Ernährungsexpertin einen Überblick, welche Hülsenfrüchte aus regionalem Anbau zur Verfügung stehen.

    Anschließend entführt die Gewürz-Sommelière Ingrid Pummer die Teilnehmenden in die Welt der Aromen. Sie zeigt auf, welche Gewürze und Kräuter geschmacklich am besten mit Hülsenfrüchten harmonieren und zugleich die Verdaulichkeit fördern. Kleine Kostproben von Gerichten mit den neuen Aromen runden die Veranstaltung ab.

    Datum: Donnerstag, 22.02.2024

    Ort: Museen im Kulmbacher Mönchshof, MUPÄZ Kulmbach

    Beginn: 18:30 Uhr

    Dauer: ca. 2 Stunden

    Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

    Eine Spende für den Museen e. V. ist wünschenswert.

  • Mit dem Sonderzug mitten ins Herz des Mönchshofs

    Noch vor ein paar Jahren fuhren unter dem Motto „Vom Eisenbahnerhimmel ins Bierparadies“ regelmäßig Dampfzüge vom Deutschen Dampflok-Museum Neuenmarkt in den Kulmbacher Mönchshof, direkt vor die Eingangstüre der dortigen Museumslandschaft. Als fester Bestandteil des alljährlichen Veranstaltungskalenders – immer wieder ein Highlight für die zahlreichen Gäste und auch für die Verantwortlichen.

    Heute gibt es die regelmäßigen Museumsbahnfahrten von Neuenmarkt in den „Kulmbacher Bierbahnhof“ nicht mehr, weil in der Region leider kein geeignetes Schienenfahrzeug-Gespann mehr zur Verfügung steht. Zu aufwendig und damit zu teuer der Unterhalt. Ein Grund zudem, warum in Summe der Bestand an fahrtüchtigen historischen Schienenfahrzeugen zusehends immer ausgedünnter wird.

    So ist die Freude umso größer, wenn es gelingt, auswärtige Fahrzeuge für eine Stippvisite in den Kulmbacher Mönchshof zu begeistern. Zumal der Unterhalt einer privaten Schieneninfrastruktur in heutiger Zeit nicht gerade ein Zuckerschlecken ist. Viele Auflagen sind zu erfüllen und rechtliche Regularien einzuhalten: technische Instandhaltung und TÜV des Schienenstrangs ebenso wie die Bestellung eines Eisenbahnbetriebsleiters, sowie die Vorhaltung eines örtlichen Bahnhofvorstehers, der für die Sicherheit des Materials und vor allen Dingen der beteiligten Menschen garantiert. Letztlich sind individuell für jedes Fuhrwerk geeignete Ausstiegshilfen zu installieren, um jedweder Verletzungsgefahr vorzubeugen.

    „Eine Menge Aufwand, der allerdings jedes Mal mehr als nur belohnt wird durch die Einfahrt der stählernen Ungetüme“, meint geschäftsführender Museumsleiter Bernhard Sauermann, der auch für diese Events im Kulmbacher Mönchshof verantwortlich zeichnet. Und weiter: „Wenn die Schienen surren und knarzen, das Fuhrwerk unter der Umgehungsstraßenbrücke in den Mönchshof einfährt, bekommt der Betrachter einen entfernten Eindruck aus einer längst vergangenen Zeit, als die Mobilität der Moderne das Laufen noch lernte. Immer wieder Gänsehaut pur.“

    Aktuell kurbelt Museumsmitarbeiterin Ines Simon-Graf die kulturtouristischen Zugfahrten wieder an. Die gelernte Diplombetriebswirtin, die bereits gut zwei Jahrzehnte in der Touristikbranche tätig ist, leitet seit zwei Jahren die zentrale Buchungsstelle im Kulmbacher Mönchshof und ist begeistert von der Zusammenarbeit mit der „Wisentatalbahn“, die in Kürze erneut mit einem Triebwagengespann in den „Kulmbacher Bierbahnhof“ einfahren wird – diesmal am 17. Dezember zum Blaicher Weihnachtsmarkt: „Nach einem gelungenen Ausflug in den Mönchshof im vergangenen Oktober kommt die Bahn nunmehr nicht nur mit zwei, sondern sogar mit drei Wagen und bringt zahlreiche Gäste aus Schleiz und Umgebung. Mit dabei sein wird auch der Schleizer Bürgermeister Marko Bias. Wir erwarten unsere Gäste gegen 11.00 Uhr. Wenn es dann vielleicht noch ein bisschen schneit, wird das richtig romantisch.“

    Die Zusammenarbeit mit dem Wisentatalbahn-Team macht ihr viel Freude und das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen, denn Friedemann Schüler, der für den Wisentattalbahn e.V. die Fahrten managt, freut sich mit seinen Gästen riesig auf die neuerliche Fahrt nach Kulmbach und darauf, einen neuen Weihnachtsmarkt entdecken zu können: „Es war ein bewegender Eindruck, als wir am 5.10.2023 als erster Zug seit etlichen Jahren in den Anschluss Mönchshof fuhren, die Mitarbeiter des Museums Spalier standen und unser Ankommen per Video festhielten.“

    Auslöser für die Fahrt nach Kulmbach war damals der explizite Wunsch eines Kunden, der seinen Betriebsausflug in den Mönchshof machen wollte. Schüler erinnert sich: „Ich kenne die Strecke zwar recht gut, aber in dieses Anschlussgleis bin ich bis dahin noch nie gefahren. Es durfte bei dieser Fahrt keinesfalls etwas schiefgehen. Alle Beteiligten gaben ihr Bestes und es hat alles geklappt“.

    Die Verantwortlichen der Wisentattalbahn waren von dem Aufenthalt so begeistert, dass sie noch am gleichen Abend dem Angebot von Ines Simon-Graf zustimmten, von Schleiz aus eine Fahrt zum Blaicher Weihnachtsmarkt zu organisieren.

    Friedemann Schüler: „

    Alle Fahrgäste unserer Reise im Oktober haben sich pudelwohl gefühlt und die Kaffeevariationen im Museums-Café sowie das `Kulmbacher Biergeflüster` mit allen Sinnen genossen. Als wir die Fahrt mit unseren drei `Ürdinger Schienenbusen`

    mit einem Kontingent von 100 Sitzplätzen bekanntgegeben hatten, waren wir ohne große Werbung in Null-Komma-Nix ausgebucht.“

    Mönchshof-Buchungsleiterin Ines Simon-Graf im Oktober beim „Probesitzen“ im Triebwagen des Wisentatalbahn e.V. – Foto: Ralf Neuber
    Als erstes Schienenfahrzeug nach Corona besuchte der Schienenbus der Wisentatalbahn im Oktober 2023 den Mönchshof – Highlight mit Gänsehaut und Blick auf die Plassenburg.- Foto: Ralf Neuber

    Für die Besucher des Weihnachtsmarktes und dem Tag der offenen Tür besteht bis zur Abfahrt um 17.00 Uhr die Möglichkeit, den Zug zu besichtigen. Ines Simon-Graf ermuntert zum „Probesitzen“ und kann sich eine Fahrt übers Land in den warmen, gemütlichen Aussichtswagen gut vorstellen: „Ich war im Oktober schon Probe gesessen und bin begeistert. Die Sitze haben Federkernpolsterung – wie bei Oma auf dem Sofa. So eine Fahrt bringt auf alle Fälle ein bisschen Entschleunigung in unsere schnelllebige Zeit“.

    Sie erhofft sich und dem Mönchshof eine langfristige Zusammenarbeit: „Zum einen die Fahrt für Individualreisende zu fixen Terminen, zum anderen ist das Thema besonders für Betriebs-ausflüge spannend: Unternehmen buchen die Fahrt direkt in den Brauereihof, genießen eines unserer vielfältigen Angebote, wie z.B. das „Kulmbacher Biergeflüster“ mit Bierprobe samt „Fränkischem Gaumenkitzler“ oder ein „Fränkisches Bier- & Bratwursterlebnis“, oder, oder, oder… – danach gemütlich zum Mittagessen ins Mönchshof-Bräuhaus bei einem knusprigem Schäufele und mit dem Zug geht’s schließlich zum Ausgangspunkt zurück. Ideal auch für große Gruppen.“

    Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin des Museumsvereins freut sich über die Verstärkung beim Empfang der Gäste: „Sowohl unser Landrat Klaus-Peter Söllner, unser OB Ingo Lehmann als auch die Betriebsleiterin des TuV Kulmbach, Anja Meyer, wollen die Gäste aus Schleiz mit uns begrüßen. Ich werte das als Zeichen des guten Miteinanders auf touristischer Ebene“.

    Oberbürgermeister Ingo Lehmann bedankt sich schon im Voraus im Namen der Stadt bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und ihre Hingabe und will zum Empfang des Zuges unbedingt vor Ort sein: „Es ist wunderbar, wenn wir die Begeisterung für unsere schöne Heimatstadt Kulmbach mit Menschen aus nah und fern teilen dürfen. Kulmbach hat zu allen Jahreszeiten viel zu bieten. Im Advent sind Burg, Bratwurst und Bier in Kombination mit der einzigartigen Atmosphäre im Mönchshof ein ganz besonderes Erlebnis.“

  • Kaufläden und Puppenstuben im Mönchshof

    Der alljährliche Weihnachtsmarkt im Kulmbacher Mönchshof mit dem „Tag der offenen Tür“ in den Museen wirft seine Schatten voraus. Das Museumsteam ist eifrig dabei, eine kleine, aber feine Sonderausstellung „Puppenstuben und Kaufläden“ vorzubereiten.

    Traditionell wird in Kulmbach am 3. Adventssonntag der Weihnachtsmarkt in der Blaich besucht wie auch die Museen im Mönchshof zum „Tag der offenen Tür“. Museumsleiter Bernhard Sauermann ist bemüht, den Besuchern immer wieder etwas Neues aus dem Depot zupräsentieren. Im vergangenen Jahr war es eine Ausstellung zu dem Thema „Kulmbacher Marktbuden“, die so gut ankam, dass er es nicht übers Herz brachte, sie zwischenzeitlich wieder abzubauen – noch immer sind sie auf der Gallerie im Museumsfoyer zu besichtigen. Ein Stockwerk tiefer wird deshalb in diesem Jahr eine weitere Ausstellungsecke eingerichtet.

     

    Erstaunlich ist, was Sauermann immer wieder an Exponaten für seine Sonderausstellungen aus dem Museumsdepot hervor zaubert. Diesmal hat er sich das Thema „Puppenstuben und Kaufläden“ ausgesucht. Wie er darauf gekommen ist, beschreibt er wie folgt: „Noch immer übt der `Tante Emma-Lade´ eine große Faszination auf uns aus, wenn er auch mehr und mehr von Supermärkten, Drogeriemärkten und Discountern verdrängt wird und aus dem Stadtbild weitgehend verschwunden ist. Im Bayerischen Bäckermuseum sind wir sehr glücklich, ein solches Relikt eines kleinen Einzelhandelsgeschäfts in der Dauerausstellung präsentieren zu können: den Stamm-Laden der Bäckerei Will aus Neuensorg bei Marktleugast. Kaufladen oder Kaufmannsladen nennt man heute nur noch Kinderspielzeug. Unsere Exponate zu diesem Thema, die sonst im Depot schlummern, möchte ich dieses Jahr gerne einmal in den Fokus rücken.“

    Adam Neubers Bäckerladen um 1923 – Nachbildung der tatsächlichen Bäckerei Neuber im Spiegel / Kulmbach

    Alte Kaufläden sind meist in Form von Puppen-Kaufläden mit Puppen und Warenminiaturen ähnlich den Puppenhäusern oder Puppenküchen ausgeführt. Auch dazu findet sich ein eindrucksvolles Exponat in der Dauerausstellung des Bayerischen Bäckereimuseums. Mit dem Puppen-Bäckerladen, der den ehemaligen elterlichen Bäckerladen in Kulmbach, Spiegel, repräsentiert, hat der Kulmbacher Ralf Neuber als Kind noch gespielt – jetzt erfreut der Miniaturladen die Museumsbesucher auf ihrem Rundgang durch das Bayerische Bäckereimuseum.

    Neben Puppenkaufläden mit festem Gehäuse gab es auch freistehende Marktstände in Kindergröße, mit denen Kinder das Einkaufen der Erwachsenen nachspielen konnten. Zwei solcher Exemplare werden in der Sonderausstellung gezeigt. Der eine stammt aus dem Fundus der einstigen Kulmbacher Kunstmühlenbesitzer Fischer und wurde vor zwei Jahren von der Kulmbacher Familie Penning dem Museumsarchiv gestiftet. Den zweiten Kaufladen hat Bernhard Sauermann aus seiner Privatsammlung zur Verfügung gestellt. Dieses Exemplar gehörte vormals dem bereits verstorbenen Stadtsteinacher Metzger Karlheinz Hebentanz.

    Der Museumsleiter dazu: „Kaufläden für Kinder waren seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt und wurden ebenso wie Puppenhäuser meist in Handarbeit von Schreinern oder anderen Handwerkern als Einzelstücke für die Kinder von wohlhabenden bürgerlichen Familien hergestellt.“

    Die Geschichte der Puppenstuben geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Das älteste bekannte Puppenhaus wurde 1558 für Herzog Albrecht von Bayern gebaut – allerdings nicht als Spielzeug, sondern als kleines Kunstwerk und Schaustück.

    Im 17. und 18. Jahrhundert griffen reiche Patrizierfamilien in Nürnberg und Augsburg diese Idee auf und ließen sich ihre Häuser im Kleinformat nachbauen, um ihren Reichtum eindrucksvoll zur Schau stellen.

    Im Biedermeier fand das Spielzeug weitere Verbreitung. Vorbild waren die Wohnungen gehobener Bürgerfamilien, die möglichst naturgetreu nachgebildet wurden. Es gab auch einzelne Räume als Puppenstube, vor allem als Salons und Puppenküchen, die mit allerlei Küchengeräten ausgestattet waren.

    Bernhard Sauermann erinnert sich: „Früher war es üblich, die Puppenstube zur Bescherung an Heiligabend aufzubauen und sie nach Weihnachten zum Dreikönigstag wieder einzupacken und auf dem Dachboden zu verstauen. Es konnte also nur kurze Zeit damit gespielt werden – so wurde die Puppenstube nachhaltig geschont.“

    Längst aus der Mode gekommen, haben diese liebenswerten Zeitzeugen ihre große Faszination noch lange nicht verloren. Wer mag, kann sich zum Tag der offenen Tür am 17. Dez. 2023 in den Museen im Kulmbacher Mönchshof gerne selbst davon überzeugen.

    Die Sonderausstellung ist ab dem 3. Advent im Museumsfoyer zu sehen.

  • 1. Mönchshof Kabarettpreis – Finale

    Mit großer Vorfreude geben der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. und der Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. bekannt: Am Samstag, 27. Januar 2024 präsentieren sich im Rahmen des ersten MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finales gleich vier Künstler bei „Kultur unterm Dach“. Erstmalig unterstützen die BrauSpezialitäten von Mönchshof das Finale.

    Von links nach rechts: Claudia Kollerer, Produktmanagerin Mönchshof BrauSpezialitäten, Kulmbacher Brauerei, Manfred Spindler 1. Vorsitzender Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V., Karola Helm, Event und Organisation sowie Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin – beide Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. – freuen sich gemeinsam auf das erste Mönchshof Kabarettpreis Finale bei Kultur unterm Dach im Januar 2024.

    „Bierkultur und Kabarett gehören zusammen“, ist sich Dr. Helga Metzel, Geschäftsführerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V., sicher. „Zusammen mit unseren Freunden vom Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. freuen wir uns sehr auf das erste MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale bei uns im Kulmbacher Mönchshof oben bei Kultur unterm Dach“, fährt Metzel fort. Und sie sagt weiter: „Das erste gemeinsame Jahr an Kulturarbeit ist uns sehr gut gelungen. Darauf sind wir auch ein klein bisschen stolz, dass die Kulmbacher*innen unser gemeinsames Angebot so gut annehmen“.

    Gerade heutzutage sei es wichtiger denn je, Begegnungsstätten für Menschen zu erhalten und Programme auszubauen. Genau das würde man mit der im letzten Jahr geschmiedeten „Kultur-Allianz“ bei Kultur unterm Dach auf der Museumsbühne geschafft haben. „Zusammen sind wir stärker, ein Gewinn für alle“, so die Geschäftsführerin.

    Manfred Spindler, erster Vorsitzender des Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. bringt es auf den Punkt: „Ein Jahr Partnerschaft bei ‚Kultur unterm Dach‘ – es wurde geredet, getüftelt und probiert. Aus vielen Einzeltönen wurde zunächst ein Lied und inzwischen sind wir ein richtiges Symphonieorchester. Im Januar 2024 feiern wir nun bereits unseren ersten Geburtstag mit einer besonderen Veranstaltung mit vier Künstlern und sicherlich ganz vielen Zuschauern beim ersten MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale!“

    Vier Künstler an einem Abend

    Das Kulmbacher Kleinkunst-Brettla e. V. und der Museen im Kulmbacher Mönchshof e. V. präsentieren gemeinsam zum ersten Mal das erste MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale mit vier Künstlern an einem Abend auf einer Bühne. Nominiert sind das Duo Peter und Willi Podewitz aus Bremen, Harald Pomper aus Wien und Annette von Bamberg. „Die Zuschauer entscheiden über die Verteilung des Preisgeldes in Höhe von insgesamt 3.000 Euro“, erklärt Manfred Spindler.

    Bier-Kultur mit neuer Bedeutung

    Der Kulmbacher Mönchshof gilt als ein Ort der Begegnung, an dem Werte wie Menschlichkeit und Lebensfreude erfahrbar werden. Hier können Besucher und Gäste Kultur und Kulinarik genießen, aber auch lernen und lachen. „Der Kulmbacher Mönchshof war schon immer ein besonderer Ort, der Geselligkeit ausstrahlt und in dem ein kreativer Geist wohnt. Sonst gäbe es unsere Mönchshof BrauSpezialitäten nicht“, führt Claudia Kollerer, Produktmanagerin der Mönchshof BrauSpezialitäten, aus.

    „Als eine tief in der Region und ganz besonders an diesem Ort verwurzelte Biermarke ist es uns eine Ehre, das MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale zu unterstützen. Und es gibt doch nichts Genussvolleres, als einen geselligen und unterhaltsamen Veranstaltungsabend mit einer unserer Mönchshof BrauSpezialitäten abzurunden. Das MÖNCHSHOF Kabarettpreis Finale wird genau das beweisen.“ Mit einem Augenzwinkern fügt sie hinzu: „So bekommt Bier-Kultur eine neue Bedeutung!“

    Beginn ist um 19:30 Uhr, der Einlass findet ab 18:30 Uhr bei Kultur unterm Dach im Mönchshof statt.

    Die Tickets kosten Euro 18,00 und sind HIER erhältlich. 

  • Lebkuchenbier aus der Gläsernen Museumsbrauerei 

    In der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums wird handwerklich gebraut: Diplom-Braumeister Sebastian Hacker benutzt Malz der heimischen Mälzereien, der Hopfen kommt aus der Hallertau und das weiche Kulmbacher Brauwasser ist schon seit Jahrhunderten ein Teil des Erfolgsrezeptes der Kulmbacher Biere. Die Biere der Gläsernen Museumsbrauerei werden nach dem Bayerischen Reinheitsgebot gebraut und sind unfiltriert. Rechtzeitig zur Herbst- und Weihnachtszeit hat Sebastian Hacker auch in diesem Jahr wieder das feine Lebkuchenbier eingebraut.

    „Unser Lebkuchenbier ist das passende Bier für die dunkle Jahreszeit und mittlerweile ein echtes KULT-Bier! Es ist ein goldgelbes Exportbier mit einer Spur Rauchmalz, feinherb gehopft – das erinnert an die Weihnachtszeit und Räuchermännchen“, beschreibt Diplom-Braumeister Sebastian Hacker das Lebkuchenbier aus der Gläsernen Museumsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums im Kulmbacher

    Mönchshof. Dabei kommt kein Lebkuchengewürz ins Bier. Es passt nicht nur zu deftigerem Essen, wie der Martins- oder Weihnachtsgans, sondern harmoniert geschmacklich auch mit Lebkuchen und anderen weihnachtlichen Leckereien wie Lebkuchen, Plätzla und Stollen.

    In diesem Jahr hat das Lebkuchenbier eine Stammwürze von 12,3 Prozent und 5,0 Prozent Volumen Alkohol.

    Es ist ab sofort im Shop der Museen im Kulmbacher Mönchshof wie gewohnt in der praktischen 1-Liter- Bügelverschlussflasche oder abgefüllt im 10- oder 20- Liter Fass erhältlich. 


    >>> Museumsbier kaufen

  • Magie des Räucherns

    In einer Welt, in der Hektik und Stress oft den Ton angeben, suchen immer mehr Menschen nach Wegen, um ihre Sinne zu beruhigen und ihren Geist zu klären. Einer dieser Wege führt in die faszinierende Welt des Räucherns. Es ist eine althergebrachte Praxis, die nicht nur beruhigend und meditativ ist, sondern auch eine einzigartige Möglichkeit bietet, die Verbindung eines jeden Menschen zur Natur zu stärken und sein kulturgeschichtliches Wissen zu vertiefen. Am Dienstag, 28. November 2023, wird wird Kräuter- und Gewürzexpertin Natalia Schöttner um 19:00 Uhr Interessierte mit einem Vortrag im Museumspädagogischen Zentrum MUPÄZ der Museen im Kulmbacher Mönchshof in die magische Welt des Räucherns entführen.  

    „Es ist immer wieder faszinierend zu bemerken, wie schnell sich der eigene Gemütszustand verändert, sobald ein Räucherwerk angezündet ist und der wohlriechende Rauch emporsteigt“, sagt Natalia Schöttner. „Oft sind das Momente, in denen sich die sprichwörtliche „dicke Luft“ im wahrsten Sinne in Rauch auflöst“, so die Expertin. „Der Grund dafür liegt in der einzigartigen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die bei Verbrennung von Räucherwerk freigesetzt werden und eine nachweisbare Auswirkung auf das Wohlbefinden des Menschen haben. Dieser Effekt ist in der heutigen Welt, in der wir oft von Bildschirmen und vielerlei Geräuschen umgeben sind, von unschätzbarem Wert“, fährt Schöttner fort.  

    Enge Verbindung zur Natur

    Ein eher unterschätzter Aspekt des Räucherns ist, dass es dazu beitragen kann, eine engere Verbindung zur Natur herzustellen. Es ist eine besondere Art, mit Pflanzenwissen in Berührung zu kommen. In ihrem Vortrag geht Schöttner darauf ein, dass Pflanzen, Harze und Hölzer, die für Räucherungen verwendet werden, sorgfältig gesammelt und vorbereitet werden sollten. Traditionelles Wissen über Pflanzenheilkunde und ökologische Nachhaltigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle. 

    „Dass das Räuchern tief in der menschlichen Kultur verankert ist, zeigt der Blick in die Kulturgeschichte. Es gibt kaum eine Kultur, die nicht mithilfe von duftendem Rauch Verbindung zum Göttlichen herstellte, Schmerzen und Krankheiten heilen wollte oder Sinnlichkeit und Ekstase suchte“, berichtet  die Kräuter- und Gewürzexpertin.  

    Im Vortrag „Von der Magie des Räucherns“ wird es auch darum gehen, wie verschiedene Kulturen das Räuchern auf vielfältige Weisen zelebriert haben. Ob im alten Ägypten, im antiken Griechenland, Orient, Indien oder in Asien – das Räuchern findet sich überall auf der Welt wieder: „Auch in unserer christlich geprägten Kultur ist das Räuchern seit jeher tief verankert. Beispielsweise bringen die drei Könige dem Jesus-Kind neben Gold, auch Weihrauch und Myrrhe. Zwei wertvolle Harze, die bis heute in der Räucher-Praxis Verwendung finden“, erklärt Schöttner. 

    Optimale GelegenheitDiese und viele weitere Informationen rund um die Räucherpraxis erwarten Interessierte im Räucher-Vortrag in der Adalbert-Raps-Bibliothek der Museen im Mönchshof. Eine optimale Gelegenheit, in die Welt des Räucherns einzutauchen, Räucherstoffe kennenzulernen, Informationen zu seiner Wirkung zu erfahren und gleichzeitig das Wissen über die kulturelle Bedeutung dieser Praxis zu vertiefen. 

    Termin: Dienstag, 28. November 2023 

    Beginn: um 19:00 Uhr 

    Dauer: ca. 1,5 Stunden  

    Es wird um eine Spende gebeten. 

    Eine Anmeldung ist wünschenswert. 

  • Traditionelle Brauertaufe für Brauerazubis im Kulmbacher Mönchshof

    Im feierlichen Rahmen der traditionellen Brauertaufe wurden am vergangenen Freitag die frisch ausgelernten Brauerazubis Theresa Konrad und Luca Opel in die Riege der Brauer und Mälzer aufgenommen. Die Veranstaltung fand – ebenfalls traditionell – im Kulmbacher Mönchshof statt und markierte den Höhepunkt einer intensiven Ausbildungszeit.

    Dass die Brauertaufe im Kulmbacher Mönchshof stattfindet, kommt nicht von ungefähr. Denn der Kulmbacher Mönchshof ist ein Ort, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet, ähnlich wie die Verbindung von Tradition und Innovation in der Welt des Brauens heutzutage von großer Bedeutung ist. Personalchef Florian Kirchner betonte: „Die feierliche Zeremonie der Brauertaufe ist eine bedeutende Auszeichnung für unsere aufstrebenden Brauer und Mälzer. Mit dieser Würdigung sind sie nun auch fest in die traditionsreiche Brauhistorie der Stadt integriert. Mein Wunsch ist es, dass sie das Erbe des Bierbrauens mit Stolz und Innovationsgeist fortführen werden.“

    Theresa Konrad und Luca Opel gebührt in diesem Jahr die Ehre in den Stand der Brauergesellen gehoben zu werden. „Ich habe mich für den Beruf der Brauerin und Mälzerin entschieden, weil das Berufsbild so vielfältig ist“, erzählt Theresa Konrad. „Es ist ein Zusammenspiel aus praktischer Handarbeit und modernster Technik. Darüber hinaus wird auch ein gewisses naturwissenschaftliches Wissen vorausgesetzt. Das fasziniert mich sehr!“ Auch für Luca Opel war die Ausbildung die perfekte Wahl: „Mich begeistert am meisten, dass man aus nur vier Rohstoffen ein so vielfältiges Produkt herstellen kann. Am Ende des Arbeitstages geht man nach Hause und hat ein Produkt hergestellt, welches man mit Freude genießen kann.“  

     

    Brauertaufe nach historischem Vorbild

    Die Feier der traditionellen Brauertaufe war für Theresa und Luca der letzte Schritt, um in den Stand des Brauergesellen gehoben zu werden. Dazu mussten sie sich drei Aufgaben stellen, die es in sich hatten.

    Die erste Aufgabe galt dem Aufwärmen. So einfach die Regeln beim Maßkrug-Stemmen auch sind, so schwer können die 2,5 Kilo, die ein voller Maßkrug wiegt, auch werden. Beide Nachwuchsbrauer machten lange Zeit eine richtig gute Figur, am Ende hatte Luca knapp die Nase vorne.

    Im Anschluss daran stand eine besondere Herausforderung auf dem Programm: Ein spannendes „Vier gewinnt“-Spiel mit Bierkästen. Luca und Theresa kämpften strategisch um den Sieg. Dieses Spiel symbolisierte nicht nur den Geschicklichkeitssinn der Brauer-Azubis, sondern auch die Wichtigkeit einer strategischen Vorgehensweise und einer guten Planung.

    Die herausforderndste Prüfung war zweifellos der Sensorik-Test. Hier stellten die angehenden Brauer ihren geschulten Geschmacks- und Geruchssinn unter Beweis. In einem Blindverkostungsverfahren mussten sie Biere mit Fehlaromen erkennen und benennen. Diese Prüfung betonte die Qualitätssicherung und die Fähigkeit, feinste Nuancen im Geschmack wahrzunehmen.

     

    Nach den Spielen stellten die beiden Auszubildenden ihre jeweils selbst kreierten Gesellensude vor, die sie unter dem wachsamen Auge von Dipl.-Braumeister Sebastian Hacker in der gläsernen Lehr- und Versuchsbrauerei des Bayerischen Brauereimuseums im Kulmbacher Mönchshof gebraut hatten. Theresa hatte sich für ein dunkles Bier entschieden. Hier steht insbesondere die rot-braune Farbe im Vordergrund sowie eine ausgewogene Vollmundigkeit. Luca dagegen hatte ein Helles eingebraut, welches durch eine dezente, aber feine Hopfennote bestach.

    „Die fertigen Biere sind echt klasse gelungen. Theresa und Luca haben das souverän eingebraut“, sagte Alexander Stallforth, Ausbilder der Kulmbacher Brauerei. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, die beiden während der Ausbildung zu begleiten, weil sie mit so viel Leidenschaft dabei sind.“

    Nachdem die beiden Nachwuchsbrauer alle Aufgaben mit Bravour gemeistert hatten, kam der Höhepunkt der Brauertraufe: die Bierdusche. Während Alexander Stallforth den traditionellen Taufspruch des legendären Königs Gambrinus, der als Erfinder des Bierbrauens gilt, vortrug, wurden Theresa und Luca nacheinander mit ihrem eigenen Bier getauft.

    Bei einer zünftigen Brotzeit durften sich die „Täuflinge“ und deren Gäste anschließend von den „Strapazen“ der Brauertaufe erholen.

    Von links nach rechts: Personalreferentin Verena Ramming, Personalchef Florian Kirchner und Ausbilder Alexander Stallforth freuten sich mit den beiden Auszubildenden über die gelungene Brauertaufe 2023 im Biergarten des Kulmbacher Mönchshof.
    Die Auszubildenden mussten ihre handwerkliche Geschicklichkeit und körperliche Fitness bei verschiedenen Spielen unter Beweis stellen.
    Luca Opel wurde von seinen Ausbildern Simon Esser (links im Bild) und Alexander Stallforth mit seinem Gesellensud getauft.
    Theresa Konrad wurde ebenfalls von ihren Ausbildern Simon Esser (links im Bild) und Alexander Stallforth mit ihrem Gesellensud getauft.

    Die Kulmbacher Brauerei unterstützt die Kampagne „Bier bewusst genießen“ der „Deutschen Brauer“. Diese rufen damit gemeinsam zum verantwortungsvollen Biergenuss auf. www.bier-bewusst-geniessen.de