Aktuelles

  • Museumspädagogische Aktion – Auftischen statt wegwerfen!

    Im Mönchshof kochen und backen Schüler aus Brotresten ein Drei-Gänge-Menü.

    In den Museen im Mönchshof wird derzeit von Schülerhand ordentlich aufgetischt. Dem Motto „Brot ist Leben, Essen wirft man nicht weg“ folgend befassen sich Schülerinnen und Schüler aus dem Caspar-Vischer-Gymnasium sowie dem Markgraf-Georg-Friedrich Gymnasium damit, was man alles aus Brotresten herstellen kann und warum man Nichts einfach so in die Tonne treten muss. Das äußerst beliebte museumspädagogische Format bestehend aus musealer Bildung und praktischer Koch- und Backschule wird dabei vom Hilfswerk des Lions Club Kulmbach-Plassenburg finanziell unterstützt.

    Ulrike Endres (CVG, hinten Mitte), Armin Motschenbacher (MGF, hintere Reihe rechts) und Bernd Sesselmann (Hilfswerk des Lions Club Kulmbach-Plassenburg, hintere Reihe Mitte) zu Besuch beim Kochnachwuchs. Schülerinnen und Schüler des CVG (7. Jahrgangsstufe) präsentieren stolz ihre kulinarischen Leistungen. Vom Museum: Hans-Dieter Herold (vorne links), Gisela Türk Pereira (Dritte von rechts) und Dr. Matthias Gebauer (hintere Reihe links). Nicht auf dem Bild: Christine Eßer-Böhner.
    Ulrike Endres (CVG, hinten Mitte), Armin Motschenbacher (MGF, hintere Reihe rechts) und Bernd Sesselmann (Hilfswerk des Lions Club Kulmbach-Plassenburg, hintere Reihe Mitte) zu Besuch beim Kochnachwuchs. Schülerinnen und Schüler des CVG (7. Jahrgangsstufe) präsentieren stolz ihre kulinarischen Leistungen. Vom Museum: Hans-Dieter Herold (vorne links), Gisela Türk Pereira (Dritte von rechts) und Dr. Matthias Gebauer (hintere Reihe links). Nicht auf dem Bild: Christine Eßer-Böhner.

    Der Wohlstand in unseren Breiten hat vor allem dazu geführt, dass wir hinsichtlich des Umgangs mit Lebensmitteln in einer Wegwerfgesellschaft leben. Umso wichtiger ist es, dafür zu sensibilisieren, achtsam mit Grundnahrungsmitteln umzugehen. „Insbesondere Kinder sollten schon früh lernen, welches Ausmaß an Arbeit und Rohstoffen in die Produktion der vielen als alltäglich und selbstverständlich erlebten Nahrungsmittel fließt“, betont Ulrike Endres, Schulleiterin des CVG. „Außerdem ist es wichtig zu verstehen und zu wissen, dass Essen nicht einfach weggeworfen werden muss, sondern dass es mannigfaltige Möglichkeiten gibt, Reste kulinarisch weiter zu verwerten“, fährt sie fort.

    Das museumspädagogische Format „Brot ist Leben – Essen wirft man nicht weg“ vermittelt am Beispiel des Brotes in einem kurzweiligen und interaktiven Lern- und Mitmachprinzip die beiden Aspekte der Herkunft unserer Nahrung und der vielfältigen Verwertbarkeit der Reste. Der Geschäftsführer der Museen im Mönchshof, Dr. Matthias Gebauer erklärt: „In unserer museumspädagogischen Arbeit im Bereich Kulinarik und Lebensmittel geht es uns immer darum, junge Menschen vom Tun zur Frage zu bringen. Wir könnten ihnen viel erzählen über Mangel, Hunger und Überfluss und warum das mit unserer Lebensweise alles zusammenhängt. Aber erst dann, wenn sie selbst Hand anlegen und vermeintliche Wegwerfreste zu einem Drei-Gänge-Menü verarbeiten, kommen bei den Schülerinnen und Schüler die entscheidenden Fragen von allein.“

    Das halbtägige Bildungsformat führt derzeit Schülerinnen und Schüler durch das Bayerische Bäckereimuseum und in die Koch- und Backschule im museumspädagogischen Zentrum. Sie lernen von der Bedeutung des Brotes als Grundnahrungsmittel auf dem ganzen Planeten und warum die agrarische Revolution zur Zeit der Industrialisierung viele Hungersnöte beseitigen konnte. Sie erfahren jedoch auch, warum auf Mangel Überfluss folgte und warum auf der einen Seite täglich Massen von Backwaren weggeworfen werden, während woanders Menschen auch heute noch hungern.

    In der Koch- und Backschule wird das Erlernte sprichwörtlich gut eingekocht. Unter der Anleitung des Museumsteams bestehend aus Christine Eßer-Böhner, Gisela Türk Pereira und Hans-Dieter Herold wird aus Brotresten, frischem Gemüse, Obst und Käse gemeinschaftlich ein Drei-Gänge-Menü gezaubert. Es gibt Brotsuppe, zweierlei Brotsalate und einen Apfel-Brot-Auflauf als Nachspeise. Armin Motschenbacher, stellvertretender Leiter des MGF-Gymnasiums sieht darin einen kulinarischen Bildungsauftrag über Generationen und Kulturen hinweg: „Brot als Grundnahrungsmittel kennen wir alle, egal woher wir kommen. Und bei uns in Franken ist das Weiterverarbeiten von Brotresten fester Bestandteil der regionalen Küche, sei es im Semmelklos oder im Brotsalat. Nichts bleibt ungenutzt. Heute kennen die Schülerinnen und Schüler vor allem aktuelle Trends wie Foodsharing oder Rettertüten im Supermarkt. Und jetzt lernen sie, dass „aus Alt mach Neu“ nichts neues ist, sondern einfach eine richtige Lebensweise und grundlegende Alltagskompetenz.“

    Das museumspädagogische Format „Brot ist Leben, Essen wirft man nicht weg“ ist außerordentlich beliebtes Format in den Museen im Mönchshof. Daher hat sich das Hilfswerk des Lions Club Kulmbach-Plassenburg entschieden, dieses dauerhaft für weiterführende Schulen in Kulmbach finanziell zu fördern und zu unterstützen. „Hinter jedem Bissen Essen versteckt sich Arbeit und Rohstoffeinsatz. Brot ist Leben ist daher sprichwörtlich ein Verantwortungsseminar für den nachhaltigen Umgang mit Grundnahrungsmitteln“, sagt Bernd Sesselmann, Präsident des Lions-Hilfswerks Kulmbach-Plassenburg. „Und wo ist es wichtiger, Schülerinnen und Schülern diese Verantwortung näher zu bringen als in unserem schönen Kulmbach, seines Zeichens einer der größten lebensmittelproduzierenden Standorte in Bayern. Mit unserer Förderung ermöglichen wir es den weiterführenden Schulen in Kulmbach, dieses hervorragende Alltagsbildungsformat wahrnehmen zu können.“

  • Herzenssache: Tombolaerlös des Blaicher Weihnachtsmarktes an Kulmbacher Selbsthilfegruppe „Starke Frauen“ übergeben

    Eine ganz besondere Spendenübergabe fand kürzlich im Kulmbacher Mönchshof statt: Die Erlöse aus der Tombola des Weihnachtsmarktes 2024 in Höhe von 500 Euro konnten an die Kulmbacher Selbsthilfegruppe „Starke Frauen“ überreicht werden. Übergeben wurde die Spende von Hannah-Katharina Martin, Eventmanagerin der Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V., die sich im Namen des gesamten Teams für die engagierte Arbeit der Gruppe bedankte.

    Die Gruppe, die bereits seit 15 Jahren besteht, begleitet derzeit rund 30 betroffene Frauen und einen Mann mit verschiedenen Krebsdiagnosen aus Kulmbach und Umgebung. Unter der neuen Leitung von Sonja Hottung stehen der Austausch, die gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Das Ziel: Frauen in schwierigen Lebenssituationen Kraft und neuen Lebensmut zu geben. Mit der Spende sollen künftig gemeinsame kulturelle Aktivitäten ermöglicht werden – etwa ein gemeinsamer Theaterbesuch. Solche Erlebnisse sind für die Gruppe von großer Bedeutung. In der Vergangenheit fanden bereits zahlreiche Aktionen wie eine Maltherapie, Alpakawanderungen oder Stadtführungen statt. „Bei uns können Kopf und Seele in einem geschützten Rahmen zur Ruhe kommen. Wir teilen Ängste, Hoffnung und Lebensfreude – und vor allem unterstützen wir uns gegenseitig“, so Sonja Hottung bei der Spendenübergabe. „Das gemeinsame Erleben gibt uns Kraft, zeigt, dass wir nicht allein sind, und hilft uns, unsere Hoffnung zu bewahren,“ betont sie weiter.

    „Es war uns und mir persönlich ein Herzensanliegen, die Tombolaerlöse einer Gruppe zukommen zu lassen, die in unserer Region viel bewegt – leise, aber mit großer Wirkung“, so Hannah-Katharina Martin. „‚Starke Frauen‘ zeigt, was Gemeinschaft bewirken kann. Wir freuen uns, dieses Engagement unterstützen zu dürfen – von Kulmbachern für Kulmbacher.“ Die Museen im Kulmbacher Mönchshof e.V. bedanken sich an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern des Weihnachtsmarkts, die durch den Kauf von Tombolalosen diese wertvolle Unterstützung möglich gemacht haben.

    Sonja Hottung und Hannah-Katharina Martin bei der Spendenübergabe
  • Hellen-Swantje Wecker – Sie huldigt starken Frauen

    Bayerische Rundschau – SONNY ADAM

    Kulmbach – Mit dem Spezial-Bier „Rote Hilde“, ein Tribut an Hildegard von Bingen, hat Kulmbach den Weltfrauentag im Foyer der Mönchshof-Museen gefeiert. Der Weltfrauentag wird seit 1975 immer am 8. März gefeiert. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Für alle Frauen und Mädchen: Rechte. Gleichstellung. Empowerment.“ Als besonderer Höhepunkt hatte sich die aus Kulmbach stammende Sängerin Hellen-Swantje Wecker bereit erklärt, gemeinsam mit Alfred Hofmann, ein Konzert der besonderen Art durchzuführen. Beide Künstler wollten „starke Frauen“ wiederaufleben lassen.
    Die musikalische Zeitreise begann mit dem legendären Song „All of me“ von Ella Fitzgerald, der „Queen of Jazz“. Doch Hellen-Swantje Wecker ließ es nicht nur dabei, das musikalische Erbe der Jazzgröße in Erinnerung zu rufen, sondern erzählte auch die Geschichte der dunkelhäutigen Sängerin. Denn obwohl Ella Fitzgerald einst bei einer Talentshow gewann, wurde ihr das Engagement verweigert: wegen ihrer Hautfarbe, wegen ihres nicht hübschen Aussehens. Aber Marilyn Monroe half, den Einstieg ins „weiße Showbusiness“ zu schaffen. Ella Fitzgerald wurde zur Legende. Von Sarah Vaughan nahm die Künstlerin „Don’t look at me“ und das legendäre „Night and Day“ ins Programm und begeisterte.
    Doch auch „jüngere“ Künstlerinnen präsentierte Hellen-Swantje Wecke in ihrem Konzert zum Weltfrauentag. So sang sie Norah Jones Song „Don’t know why“. Der Sängerin gelang 2002 der Durchbruch. Und von Adele freuten sich die Musikfans über „To make you feel my love“. Natürlich durfte auch „Super-Woman“ von Alicia Keys nicht fehlen. Die Zuhörer freuten sich außerdem über die Stil-Ikone Marlene Dietrich, die es schaffte, einst einen internationalen Skandal hervorzurufen, weil sie im Hosenanzug auftrat.
    „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, sang Hellen-Swantje Wecker. Und von Nina Hagen gab sie „Du hast den Farbfilm vergessen, Michael“, dem legendären Song, den Bundeskanzlerin Angela Merkel sich vom Musikkorps der Bundeswehr zum Abschied wünschte, zum Besten. Echte Bereicherungen waren auch Barbara Streisands „Bewitched“ mit dem Bekenntnis „I am wild again“ (Ich bin wild), Christina Aguileras „Beautiful“, Tailor Swifts „Love Story“ oder Nina Simones „Feeling good“. Mit der Zugabe „Shallow“ von Lady Gaga ging ein zauberhaftes Konzert zu Ende. Das Publikum zeigte sich vom bunten Potpourri der Legenden begeistert und zollte Hellen-Swantje Wecker und ihrer Begleitung Alfred Hofmann höchsten Respekt.

    Die Künstlerin Hellen-Swantje Wecker begeisterte – gemeinsam mit Alfred Hofmann – bei einem Konzert zum Weltfrauentag. Sie ließ berühmte Künstlerinnen stimmlich wiederauferstehen.Foto: Sonny Adam






  • Crafted in Bavaria: Eine digitale Reise durch die Welt des bayerischen Handwerks

    München, 23. Januar 2025 – Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) und Google Arts & Culture haben heute bei einer Veranstaltung im Deutschen Museum in München gemeinsam mit der Bayerischen Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus Michaela Kaniber den Start der digitalen Ausstellung ‘Crafted in Bavaria’ bekanntgegeben. Die Initiative, die in enger Zusammenarbeit mit der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen und über 20 Museen aus ganz Bayern entstanden ist, bringt ab sofort das Erbe und die Vielfalt des bayerischen Handwerks digital einem globalen Publikum näher.

    ‘Crafted in Bavaria’ ist eine exklusiv zusammengestellte Themenseite auf der Online-Plattform Google Arts & Culture, die es Nutzerinnen und Nutzern weltweit ermöglicht, in mehr als 60 Online-Ausstellungen die faszinierende Welt des bayerischen Handwerks zu erkunden. Anhand von über 1000 Bildobjekten, 360°-Aufnahmen ausgewählter Museen und 3D Objekten können Werkstätten und Museen virtuell betreten und die Kunstfertigkeit bayerischer Handwerkerinnen und Handwerker im Detail erkundet werden. „Das Handwerk ist ein unverzichtbarer Bestandteil der bayerischen Identität. Mit ‚Crafted in Bavaria‘ eröffnen wir neue Perspektiven auf dieses kulturelle Erbe und machen dessen Bedeutung für Bayern weltweit erlebbar. Die digitale Ausstellung soll dabei nicht nur online begeistern, sondern auch dazu einladen, das Gesehene bei einem Besuch in Bayern selbst zu entdecken“, sagt Barbara Radomski, Geschäftsführerin der BayTM.

    „Google Arts & Culture engagiert sich dafür, kulturelles Erbe durch den Einsatz digitaler Technologien zu bewahren und weltweit sichtbar zu machen. ‘Crafted in Bavaria’ ist ein Beispiel dafür, wie Kultur und Technologie zusammenarbeiten können, um das Bayerische Handwerk in seiner ganzen Vielfalt und Schönheit zu präsentieren – ein lebendiges Erbe, das Menschen weltweit inspiriert”, fügt Simon Rein, Senior Program Manager bei Google Arts & Culture, hinzu. Interessierte Nutzerinnen und Nutzer können die neue Themenseite ab sofort online über goo.gle/crafted-in-bavaria finden. Gleichzeitig ist sie auch in der kostenlosen Google Arts & Culture App für iOS und Android verfügbar.

    Unser Beitrag bei Google Arts & Culture: Bayerisches Bäckereimuseum – Vom Korn bis auf den Frühstückstisch: Backkultur erleben

  • Was darf´s denn sein?

    Von Sigrid Daum-Sauermann

    Es gibt so gut wie kein Kind, das nicht gerne „Einkaufen“ spielt. Deshalb war es für die kleine Ursula aus Coburg eine große Freude, als sie 1962 von ihrem Opa einen Kaufladen geschenkt bekam. Opa Gustav Schubert war selbständiger Schreiner und hatte das Prunkstück selbst gebaut und liebevoll in Grüntönen angestrichen. Mit Schubkästen, Regalen und einer Ladentheke. Eine Besonderheit waren 2 Schaufenster, das hatten längst nicht alle Spielzeugkaufläden.

    Nicht nur Ursula hatte den Kaufladen bespielt, sondern auch ihr kleiner Bruder Günter.

    Als dieser erwachsen und Vater geworden war, überarbeitete er diesen für seine Tochter Nathalie. Er strich ihn in blau-lila Tönen und ergänzte ihn mit einer Ladenglocke und einer elektrischen Beleuchtung. Außerdem brachte er ein Ladenschild an: „Nathalies Lädle“. Als Nathalie aus dem „Kaufladen-Alter“ herausgewachsen war, wanderte das Spielzeug zur Oma, die genügend Stauraum hatte für allerlei Ausgedientes

    Ursula Höllein trennte sich von ihrem Spielzeug aus Kindertagen und übergab es an die „Museen im Kulmbacher Mönchshof“. Mit im Bild: Museumsleiter Bernhard Sauermann und Uwe Höllein. Foto: Sigrid Daum-Sauermann

    Jetzt, 63 Jahre später, ist die Oma verstorben, ihr Haus wird verkauft, der Haushalt wird aufgelöst. Deshalb brachte Ursula Höllein, begleitet von ihrem Mann Uwe, den Kaufladen mitsamt seiner Einrichtung vergangene Woche in den Kulmbacher Mönchshof zu Bernhard Sauermann, dem Museumseiter der Museen im Mönchshof. Bei einem kürzlichen Besuch des Bayerischen Brauereimuseums war sie durch die laufende Sonderausstellung im Museumsfoyer „Puppenstuben und Kaufläden“

    angeregt worden, sich von ihren immer noch aufbewahrten Lieblings-Spielzeugen zu trennen und sie nach Kulmbach zu bringen, um sie letztendlich davor zu bewahren, eines Tages beim Sperrmüll zu landen.

    Außer dem Kaufladen hatte Frau Höllein noch einen kleinen funktionstüchtigen Elektroherd dabei und ein schmuckes Kinderservice aus ihrer Kindheit: „Auf dem Herd wurde oft in kleinen Töpfen gekocht. Vor allem am Sonntag, wenn die Mutti die Klöß` gemacht hat, hab ich a weng Teig gekriegt und kleine Puppenklöße gekocht und im Backröhr einen kleinen Kuchen gebacken.“ Bei diesen Worten glänzen ihre Augen…

    Bernhard Sauermann freute sich sehr über die beherzte Einlieferung: „… und insbesondere darüber, dass unser guter Ruf als Hort für Geschichte und Tradition sogar bis nach Coburg hallt.“

    Das Ehepaar Höllein hatte sich als „Wiederholungstäter“ zu erkennen gegeben – die beiden hatten den Kulmbacher Mönchshof mit seinem Bayerischen Brauereimuseum, dem Bayerischen Bäckereimuseum und dem Deutschen Gewürzmuseum schon öfter besucht und finden die Museenlandschaft immer wieder eine Reise wert.

    Der Museumsleiter verstaute die liebenswerten Zeugnisse der 60er-Jahre Kinderträume sicher im Museumsdepot und resümiert: „Kinder lernen durch Nachahmung und imitieren beim Spielen von klein auf alles, was Erwachsene ihnen vorleben. Zu den beliebtesten Rollenspielen gehört das „Einkaufen“, bei dem sie begeistert das Geschehen im Kaufladen adaptieren.“

    Wenn Kinder in die Rolle des Ladenbesitzers oder des Einkäufers schlüpfen, dürfen sie endlich einmal bestimmen, was sie tun oder kaufen wollen, alle Produkte anfassen und nach Herzenslust den Einkaufskorb füllen, also all das tun, was ihnen im Supermarkt sonst immer so streng verboten ist.

    Das „Christkind“ hatte für Ursula und Günter 1962 einen Kaufladen im Gepäck. Foto: Privatbesitz
  • Kulmbacher Arzt hilft den Ärmsten der Armen

    Dr. Alexander Philipp im Einsatz in Bengalen

    Autorin: Sigrid Daum-Sauermann

    Am 3. Adventssonntag ist es wieder soweit, dass die „Blaicher Weihnacht“ im Kulmbacher Mönchshof zu einem erlebnisreichen Aufenthalt einlädt. Neben dem Tag der offenen Tür in den Museen, dem Auftritt des Christkindes auf der Freilichtbühne und dem bunten Markttreiben im Mönchshof-Biergarten sowie im Museumsfoyer, gibt es seit über 30 Jahren eine „Losbude“, bei der die Besucher*innen des Weihnachtsmarktes ihr Glück versuchen können. Der Reinerlös dieser beliebten Attraktion fließt jeweils einer caritativen Einrichtung zu, die mit der Region verbunden ist. Diesmal geht er an die „Kulmbacher Krebs-Selbsthilfegruppe“.

    Im vergangenen Jahr wurden die „German Doctors“ mit dem Erlös unterstützt, eine Hilfsorganisation, für die der Kulmbacher HNO-Arzt Dr. Alexander Philipp zur Zeit in Bengalen/Indien im Einsatz ist. Die Region nennt sich Jhargram und liegt ca. 250 km westlich der Millionen-Metropole Kalkutta: „Eine sehr abgeschiedene Gegend, der Weg zur nächsten Gesundheitsstation ist für viele Menschen nicht zu bewältigen. Hier schließen wir German Doctors mit unserer `Rolling Clinic´ die Lücken, hier bilden wir ortsansässige medizinische Hilfskräfte aus.“

    Weiter berichtet Dr. Philipp von den Lebensumständen der Bevölkerung : „der spärliche Reisanbau, der hier möglich ist, ist die bedeutendste Einnahmequelle – kleinste Parzellen werden mit der Familie und der ganzen Verwandschaft in Handarbeit bestellt, um die Grundnahrung einzubringen. In den anschließenden Waldgebieten leben die Menschen im und vom Wald. Neuerungen, wie auch die moderne Medizin, sind ihnen nicht geheuer, deshalb haben wir es oft schwer, Behandlungsempfehlungen durchzusetzen.“

    Es sind ethnische Minderheiten, die hier am Existenzminimum leben – in der Regel Analphabeten. Dr. Philipp weiß: „Armut bringt Krankheit mit sich, wie z.B. Unter-, bzw. Mangelernährung und Entwicklungsstörungen bei den Kindern. Mangelnde Hygiene und das enge Zusammenleben mit Tieren in erbärmlichen Hütten lassen Infekte entstehen.“

    „German Doctors“ – Hilfe, die bleibt

    Dr. Alexander Philipp schätzt an der Organisation vor allem die Nachhaltigkeit: „Die `German Doctors` stehen zu dem Grundsatz `HILFE, die bleibt`. Sie organisieren und betreiben in ihren Einsatzländern Asiens und Afrikas medizinische Ambulanzen, die rund um das Jahr mit mindestens zwei Ärzt*innen besetzt sind.“ Viele Einsatzorte befinden sich in den Slumregionen von Großstädten, wo Armut und Bedürftigkeit besonders massiv auftreten. Anders, aber ebenso notwendig, ist die medizinische Versorgung auf dem Land organisiert.

    Hier werden die bedürftigen Menschen mit der „Rolling Clinic“ betreut. Ein Ärzteteam fährt zusammen mit einer pharmazeutischen Fachkraft sowie medizinischem Hilfspersonal in medizinisch unterversorgte Regionen und hält dort ambulante Sprechstunden. Schon die Anfahrten sind mitunter abenteuerlich. Die German Doctors bieten eine medizinische Basisversorgung. Die Behandlung und die verabreichten, ausgehändigten Medikamente sind kostenlos. Angefangen von tropen- und parasitären Erkrankungen, über Infekte der Atemwege, Hauterkrankungen durch Hygieneprobleme bis hin zur Begleitung von Schwangerschaften und Kinderkrankheiten, Impfungen, Unter- und Mangelernährung, ist alles vertreten. Aber auch Diabetes, Bluthochdruck, Herz- und Kreislauferkrankungen werden immer häufiger. Besonders nachhaltig findet Dr. Philipp, dass auch Menschen vor Ort geschult werden: „Damit sich eine dauerhafte Verbesserung in der medizinischen Versorgung entwickeln kann, werden auch medizinische Hilfskräfte geschult. Das sind vornehmlich Frauen, die in den abgelegenen Ortschaften wohnen und dort dann selbständig helfen können.“ Positiver Nebeneffekt: „ Hierdurch erfahren diese Frauen eine gesteigerte soziale Bedeutung.“

    Und obendrein: Wenn das Leben in der jeweiligen Heimat endlich lebenswerter wird, werden sich zukünftig vielleicht etwas weniger Menschen auf die große und gefährliche Reise der Migration begeben.

    Außerdem ist für Dr. Philipp wichtig, dass die jeweiligen Projekte stets in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit einheimischen, örtlichen Organisationen/Non-Governmental-Organisations (NGO) geplant und durchgeführt werden, was für beide Seiten ein Gewinn an gegenseitigem Verständnis und auch der Garant für ein erfolgreiches Arbeiten ist.

    Dr. Philipp erzählt, was auf die „Doctors“ zukommt, die sich zur Verfügung stellen: „Die GD-Ärzte*innen bleiben für sechs Wochen im Projekt; der Flug zum Einsatzort wird hälftig von GD und dem Einsatzarzt getragen. Unterkunft und Verpflegung sind frei.“ Aber bereits im Vorfeld ist einiges an Engagement gefragt: „Die Einsatzärzte müssen Fortbildungen absolvieren im Präsenz- oder on-line-Modus, es ist Pflichtliteratur zu studieren. Denn die Krankheitsbilder in den Einsatzorten mit ihren spezifischen Ausprägungen sind mit europäischen Maßstäben nicht zu vergleichen.“

    Die Einsätze der „German Doctors“ findet er für die Zukunft zunehmend wichtiger, denn: „Die sogenannte 1. Welt krankt an dem, was sie zu viel konsumiert, die armen Länder des sogenannten ‚Globalen Südens‘ leiden an dem, was zu wenig zur Verfügung steht.“ Was ihn immer wieder motiviert, die Zeit zu opfern und die damit verbundenen Strapazen auf sich zu nehmen: „Die Dankbarkeit und Freude der Patient*innen über die medizinische Hilfe ist beispiellos.“ Der großzügige Erwerb von Losen Lose beim letztjährigen Weihnachts-Gewinnspiel am

    Mönchshof-Weihnachtsmarkt hat sich von daher auf jeden Fall gelohnt – man hat den Ärmsten der Armen geholfen, gesund zu werden.

    Das Museumsteam im Mönchshof arbeitet bereits seit Wochen fleißig an den vielfältigen Vorbereitungen für den diesjährigen Weihnachtsmarkt zusammen mit dem Tag der offenen Tür. Es freut sich im Nachgang noch immer sehr darüber, dass der Erlös des Gewinnspiels vom letzten Jahr mit Alexander Philipp an die German Doctors ging: Eine schöne Weihnachtsbotschaft allemal, die sich da vom Kulmbacher Mönchshof aufgemacht hat in alle Welt, ein starkes Zeichen für Frieden, Hilfe und Verständigung.

  • 30 Jahre Bayerisches Brauereimuseum – Großer Bahnhof für eine tolle Sache 

    30 Jahre Bayerisches Brauereimuseum Kulmbach als Aushängeschild Bayerns

    Text: Sigrid Daum-Sauermann

    Volles Haus beim großen Festakt zum 30-jährigen Bestehen des Bayerischen Brauereimuseums im Kulmbacher Mönchshof am vergangenen Freitag. Es ging um´s Feiern und vor allem ging es um eines: das Geburtstagskind hoch leben zu lassen als eine Institution, die, wie Geschäftsführer und Museumsleiter Bernhard Sauermann feststellt: „das Bierland Bayern krönt, die Genussregion Oberfranken adelt und die Bierstadt Kulmbach zu einem ganz besonderen Ort der überregionalen Kulturpflege kürt.“ 

    Unter den Gästen, neben zahlreichen regionalen Politikern, auch Gründungsvorstand des Museumsvereins, Dr. Hans-Christoph Ihring, und Vertreter*innen der Kulmbacher Lebensmittelindustrie wie Jürgen Brinkmann, Annegret Kühne, Jörg Lehmann, Markus Stodden u.v.m. Als Förderer und Sponsoren herzlich begrüßt wurden u. a. Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Regierungsvizepräsident Thomas Engel und Leader-Manager Michael Hofmann. Mit dabei auch „treue Wegbegleiter“, wie z. B. Dr. Lothar Ebbertz, Geschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, in würdevoller Begleitung von Linea Klee, der aktuellen Bierkönigin. Als ebenso treue Weggefährten stellten sich Büttner des Kulmbacher Büttner-Fachvereins an die Seite des Jubilars – sie waren standesgemäß erschienen in ihrer Tracht und mit den farbenfrohen Tanzbögen. 

    Viel Lob und zahlreiche Erinnerungen wurden in den kurzweiligen Festreden lebendig. Den Reigen der Festredner eröffnete der derzeitige Vereinsvorstand und Geschäftsführer der Ireks GmbH, Stefan Soiné, der die Jahrhunderte alte klösterliche Tradition des Mönchshof-Areals als Hort des Wissens um eine gesunde Lebensmittelkultur profund herausarbeitete. Zudem profilierte er virtuos die Bedeutung der heute dort ansässigen Museen als vortreffliche Instrumente zur Bewahrung der gesellschaftspolitischen Relevanz des Lebensmittelhandwerks im Kontext des digitalen Zeitalters. 

     

    Vom Bayerischen Staatsministerium „der Finanzen und für Heimat“ sprach Staatssekretär Martin Schöffel, für den das Bayerische Brauereimuseum „der besondere Ort ist, die Jahrtausende alte Brau-Tradition und die ganz spezielle Bedeutung der Bierkultur für Bayern und für Oberfranken nachzuvollziehen und dieses Erbe zu bewahren“. Er könne sich in ganz Bayern keinen geeigneteren Ort als Kulmbach dafür vorstellen: nicht nur, da sich in Oberfranken die höchste Brauereidichte in ganz Bayern findet, sondern vor allem, da mit der ehemaligen Mönchshof-Bräu eine Location gefunden werden konnte, die an Authentizität ihresgleichen sucht.  

     

    Bezirkstagspräsident Henry Schramm erinnerte sich in seinem Grußwort an ein buntes Kaleidoskop vieler herzerfrischender Begebenheiten. So z.B. als er den damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer auf seinem Weg von Berlin nach München zu einem Besuch in den Museen im Mönchshof animieren konnte: „eine halbe Stunde höchstens wollte er bleiben und hat sich dann nach zwei Stunden verabschiedet“. Er beobachte seit 30 Jahren mit großer Freude, was sich in den Museen alles tut und habe selbst im Mönchshof so einige handwerkliche Proben abgegeben „vom Fass anstechen über Kochen im MUPÄZ, bis hin zu Kartoffelschälen zum Erntedankfest war alles dabei“. Besonders in Erinnerung verblieben war ihm ein Männerkochkurs unter dem Motto: „Wie koch´ ich meine Liebste weich“. 

    Schramm lobte ausdrücklich, dass sich das Bayerische Brauereimuseum nicht damit begnüge, zum Thema Bier lediglich das Geschichts- und Spaßpotential zu beleuchten, sondern im Rahmen von „Präventionsseminaren“ auch die Gefahr bei verantwortungslosem Umgang mit der Materie in den Fokus gerückt wird: „Es geht dabei im Wesentlichen darum, Schüler zu einem achtsamen Umgang mit Alkohol und Drogen zu sensibilisieren – in aller Deutlichkeit wird in diesem Zusammenhang auch das Thema `Suchtpotential von Bier` erörtert.“ 

     

    Landrat Klaus Peter Söllner rückte die Bedeutung des Bayerischen Brauereimuseums für das „Bierland und die Genussregion Oberfranken“ in den Fokus. Er sei sehr stolz auf die „kulturhistorische Visitenkarte“ des Lebensmittelzentrums Kulmbach und des Kulmbacher Landes. Dem schloss sich Oberbürgermeister Ingo Lehmann an: „Das Bayerische Brauereimuseum im Mönchshof macht auf eindrucksvolle Weise unser Kulmbacher Traditionshandwerk erlebbar. Wir sind stolz und dankbar für diese großartige Bereicherung an unserem vielfältigen Museumsstandort Kulmbach. Ein Besuch lohnt sich immer.“ 

      

    Als fachkundige Festrednerin vertrat Dr. Isabell Reindl die Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen in Bayern mit regelrecht „zauberhaften“ Worten: 

    „Ein Museum entsteht und – vor allem – trägt sich dauerhaft nicht einfach nur so von allein. Dazu braucht es neben einer ordentlichen Portion Fachkenntnis auch stets das nötige Quäntchen Glück und Zauberei“. 

    Als essenzielle „Grundzutaten“ dieser Zauberformel zählten die international anerkannten Wesensmerkmale eines Museums: Sammeln – Bewahren – Forschen – Ausstellen und Vermitteln. Hauptzutat sei im Speziellen die jeweilige Exponate-Sammlung, die ganz analog und buchstäblich begreifbar einmalige Geschichte und einzigartige Geschichten erzählt. Der kompromisslosen Faktenorientierung komme dabei grundlegende Verantwortung zu, um die positive Reputation von Museen nicht nachhaltig zu beschädigen, den Weltkulturschatz nicht ins Zweifelhafte abgleiten zu lassen. 

    Als „Zauberer“ erkannte sie den gemeinnützigen Museumsverein, der zusammen mit der regionalen Lebensmittelindustrie für den dauerhaften Erfolg garantiere. Dieses zukunftsweisende Modell aus öffentlichem Bildungsauftrag und privatwirtschaftlichem Engagement funktioniere bei den Museen im Mönchshof seit Anbeginn in beeindruckender Weise, wofür es viel Lob den Verantwortlichen des Trägervereins und den Vertretern der Kulmbacher Lebensmittelindustrie zu zollen gelte. Mittlerweile 60-tausend begeisterte Besucher pro Jahr würden diesen Erfolg manifestieren. 

    „Herzblut“ jedoch erkannte Dr. Reindl als die eigentliche Triebfeder der Zauberei. Dies bescheinigte sie vorbehaltlos allen Beteiligten, die dieses Projekt seit jeher getragen haben. Zwei Personen stellte sie dabei allerdings in den Fokus: „Diese beiden Protagonisten verfügen bis heute in ganz besonderem Maße über die legendäre, alles bestimmende Geheimzutat zu einem Zaubertrank mit WOW-Effekt. Seit nunmehr über 30 Jahren der Sache und der Vision unerschütterlich verpflichtet, stehen die beiden Enthusiasten förmlich unbeugsam hinter dem Projekt. Sigrid Daum-Sauermann und Bernhard Sauermann haben zusammen diese wunderbare Museumswelt im Kulmbacher Mönchshof erschaffen und sie weit über die Region hinaus zu nationaler Bedeutung geführt. Jeder an seiner Stelle – ein kulturhistorisches Lebenswerk, das Seines Gleichen sucht.“ 

    Zusammenfassend stellte Dr. Reindl fest: „Herzblut gepaart mit umfassendem Know-How und eisernem Willen sind des Glückes unabdingbares Unterpfand. Die Landesstelle hat hier immer gerne und intensiv beraten, ideell unterstützt und finanziell gefördert.“ Dies würde sie auch in Zukunft in bewährter Weise beibehalten. 

    „Das Bayerische Brauereimuseum, gilt im Gesamtkontext der Museen auf dem Kulmbacher Mönchshof als kulturhistorisches Aushängeschild Bayerns“. Dr. Isabel Reindl, Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen

    „Das Bayerische Brauereimuseum, gilt im Gesamtkontext der Museen auf dem Kulmbacher Mönchshof als kulturhistorisches Aushängeschild Bayerns“.

    Dr. Isabel Reindl, Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen

    Den bunten Abschluss des kurzweiligen Vortragsreigens bildete ein einfühlsam von Sigrid Daum-Sauermann zusammengestellter Bildvortrag, bei dem sie einige Highlights der letzten 30 Jahre zum Besten gab. Es ging um Schlaglichter, die nicht nur die bauliche Entwicklung auf dem Mönchshof dokumentierten, sondern auch die interaktive Vermittlungsarbeit durch allerlei Veranstaltungen und Aktionen lebendig skizzierten – viele begeisterte Akteure und „illustre“ Gäste Revue passieren ließ.  

    Als sie ihren Dank an „Chefs, die Visionäre waren und unserer kreativen Kompetenz vertrauten“, an Mitarbeiter, Förderer und Sponsoren richtete, konnte sie von einem langjährigen Sponsor ein Geburtstagsgeschenk in Empfang nehmen – Harry Weiß, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kulmbach-Kronach hatte einen Scheck mitgebracht.  

     

    Letztlich leitete Sigrid Daum-Sauermann zum gemütlichen Teil der Veranstaltung über: fränkisch-traditionell mit Bier und Bratwörscht und dem zukunftsweisenden Credo „bei einem Museum ist die Aufbauzeit nie zu Ende – wenn es aktuell und lebendig bleiben will“.  

     

    „Bei einem Museum ist die Aufbauzeit nie zu Ende – wenn es aktuell und lebendig bleiben will.“

    Sigrid Daum-Sauermann ehem. Geschäftsführerin des Museumsvereins

    Bernhard Sauermann, scheidender Geschäftsführer und Museumsleiter der ersten Stunde, zeigt sich erfreut über die Feierstunde: „Es war eine tolle Veranstaltung, die der epochalen Bedeutung der kulturhistorischen Demonstration des bayerischen Kern-Lebensmittelgewerbes im Kulmbacher Mönchshof nicht nur die verdiente Gesamtwürdigung zu teil werden ließ, sondern darüber hinaus vielversprechende Perspektiven für eine prosperierende Zukunft formulierte.“ 


    Im festlich geschmückten Museumsfoyer fand Dr. Isabel Reindl als Vertreterin der „Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen“, lobende Worte für die Museumsverantwortlichen. Foto: Archiv Museen im Mönchshof

    Im festlich geschmückten Museumsfoyer fand Dr. Isabel Reindl als Vertreterin der „Landesstelle für die Nichtstaatlichen Museen“, lobende Worte für die Museumsverantwortlichen. Foto: Archiv Museen im Mönchshof